Freitag
03.03.2017

Sieg in Unterzahl: Union bezwingt Würzburg

Der 1. FC Union Berlin setzt seine Siegesserie auch am 23. Spieltag fort und schlägt die Würzburger Kickers im Stadion An der Alten Försterei mit 2:0. Trotz 45-minütiger Unterzahl ließen sich die Eisernen vor 19 875 Zuschauern nicht unterkriegen, Polter und Kreilach sorgten dabei für die beiden Treffer.

Aufgrund der Verletzung von Jakob Busk war Jens Keller erneut gezwungen, seine Startelf umzubauen. Daniel Mesenhöler rückte zwischen die Pfosten, Michael Gspurning nahm erstmals in einem Pflichtspiel für die Eisernen auf der Bank Platz. Somit las sich die Aufstellung wie folgt:
Mesenhöler - Trimmel, Leistner, Puncec, Parensen – Kroos (89. Kessel), Fürstner, Kreilach – Skrzybski (83. Redondo), Polter, Hedlund (46. Pogatetz)

Union kam hellwach aus der Kabine und versuchte, den Würzburger Abwehrriegel mit schnellen Angriffen zu überrumpeln. Die Eisernen setzten die Gäste früh unter Druck und kamen in der sechsten Minute durch einen Kopfball von Kreilach das erste Mal gefährlich vor den Kasten von Torhüter Robert Wulnikowski. In der 14. Spielminute tauchte der Würzburger Ernst allein vor Daniel Mesenhöler auf, der junge Keeper behielt jedoch die Oberhand und wehrte die einzige Chance der Gäste in der Anfangsphase souverän ab. Die Eisernen kontrollierten in der Folge die Partie und belohnten sich in der 21. Minute zum ersten Mal. Einen Eckstoß von Kroos leitete Michael Parensen mit dem Kopf weiter zu Torjäger Sebastian Polter, der die Kugel ebenfalls per Kopf wuchtig zur 1:0-Führung über die Linie drückte. In der Folge blieben die Köpenicker weiter aggressiv und drängten auf den zweiten Treffer. Der umtriebige Skrzybski sorgte immer wieder für Gefahr, Sebastian Polter scheiterte im eins gegen eins am herauseilenden Wulnikowski. Erst kurz vor der Pause zeigten sich auch die Gäste wieder offensiv, der Schuss von Tobias Schröck strich jedoch am Kasten vorbei. In der 44. Spielminute mussten die Köpenicker einen herben Schlag hinnehmen. Roberto Puncec, der erst in der 36. Spielminute die gelbe Karte gesehen hatte, wurde nach einem Foul an Soriano mit Gelb-Rot vom Platz geschickt. Die anschließende Freistoßvariante lenkte Mesenhöler jedoch mit einer starken Parade um den Pfosten.

Union-Coach Jens Keller reagierte in der Pause und schickte Innenverteidiger Emanuel Pogatetz für Simon Hedlund auf den Rasen. Trotz Unterzahl ließen die Köpenicker den Gästen kaum Raum und versuchten, die Angriffsbemühungen der Würzburger früh zu unterbinden. In der Offensive suchten die Eisernen immer wieder Sebastian Polter, der viele Bälle fest machte. In den Zweikämpfen setzte Union die Kickers bereits im Mittelfeld aggressiv unter Druck, die Angriffsversuche der Gäste scheiterten häufig an der fehlenden Präzision. In der 81. Spielminute belohnten sich die Eisernen schließlich mit dem Treffer zur 2:0-Führung für den hohen Aufwand. Innenverteidiger Toni Leistner schlug einen langen Freistoß von der Mittellinie auf Sebastian Polter, der mit dem Kopf zu Damir Kreilach verlängerte. Der Kroate nahm die Kugel an, versetzte den herausgeeilten Wulnikowski und schob den Ball aus spitzem Winkel ins Tor. Würzburg versuchte es anschließend noch mit einem abgefälschten Schuss, den Mesenhöler allerdings problemlos abwehren konnte. Kurz vor Schluss scheiterte Kreilach nochmal mit einem Flachschuss von der Strafraumkante, der Ball zischte knapp am Kasten der Gäste vorbei.

 „Wer nach einem 2:0 Sieg bei dem man 48 Minuten in Unterzahl spielt, nicht zufrieden ist, muss verrückt sein. Wir haben in der Anfangsphase viele brenzlige Situationen kreiert, aber leider kein Tor erzielt. Hinten hat Mesi eine riesen Chance vereitelt, danach erzielen wir dir Führung. Bis zur roten Karte hatten wir alles im Griff. Dass wir in Unterzahl keine einzige Chance zugelassen haben, bezeugt die Qualität unserer Mannschaft. Somit haben wir die drei Punkte verdient und am nächsten Wochenende geht es weiter“, so Keller auf der Pressekonferenz nach der Partie.

Die Eisernen haben nun eine Woche Zeit, um sich auf die nächste Partie vorzubereiten. Am kommenden Freitag, dem 10.03.2017 tritt der 1. FC Union Berlin dann auswärts beim FC St. Pauli an. Der Anpfiff im Stadion am Millerntor erfolgt um 18:30 Uhr.

1. FC Union Berlin