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1. FC Union Berlin vs VfR Aalen

2. Bundesliga, 16. Spieltag

1. FC Union vs Aalen

2. Bundesliga, 16. Spieltag

Fr., 29. November 2013, 18:30 Uhr
An der Alten Försterei
1 : 3
17.236
kalt, regnerisch
SR: Christian Leicher | Assistenten: Karl Valentin, Eduard Beitinger | Vierter Offizieller: Markus Pflaum

Zu wenig Ruhe, zu viele Fehler: Union verliert 1:3 gegen Aalen

Spielbericht

Für den 16. Spieltag veränderte Uwe Neuhaus die Ausrichtung seiner Mannschaft auch in taktischer Hinsicht. Mit Simon Terodde und Adam Nemec in der Anfangsformation sahen die 17.236 Zuschauer ein offensiv zu Werke gehendes Heimteam. Uwe Neuhaus löste die in der laufenden Saison häufig gespielte Doppelsechs auf und setzte auf ein 4 – 4 – 2-System mit Mittelfeldraute: 

Haas – Pfertzel (78. Quiring), Puncec, Schönheim, Kohlmann – Kreilach – Brandy (58. Köhler), Dausch – Mattuschka – Terodde (78. Stuff), Nemec

Auf regennassem Geläuf hatten die Mannschaften in der Anfangsphase Probleme zu ihrer jeweiligen Linie zu finden. Die Präzision im Passspiel fehlte, sodass zahlreiche Ballverluste zu beobachten waren. Trotzdem suchten die Platzherren den Weg nach vorn und folgten damit der ausgegebenen offensiven Marschroute ihres Trainers. Die Aalener Abwehr war gut sortiert, doch mit einer Flanke hebelten die Gastgeber das Abwehrbollwerk aus. Der Ball kam von Marc Pfertzel, konnte jedoch im Zentrum durch Adam Nemec nicht vergoldet werden. Der Kopfball des Slowaken ging etwa einen Meter über den Querbalken (18.). Dann versuchte es Simon Terodde aus spitzem Winkel. Allerdings war Jasmin Fejzic in dieser wie auch in einer fast identischen Szene gegen Martin Dausch im direkten Anschluss sehr aufmerksam (20.). Auch wenn Union Vorteile im Spielverlauf für sich verbuchen konnten, Aalen schaltete nach Ballgewinn blitzschnell um und kam eben falls vor des Gegners Tor. So auch in der 25. Spielminute, als der Schuss von Robert Lechleiter aus 15 Metern über den linken Winkel flog. Besser waren da schon die Gelegenheiten, zu denen die Eisernen kamen. So verpasste Martin Dausch um Haaresbreite einen Treffer der Marke „Tor des Monats“. Nach einer kurz gespielten Ecke von Torsten Mattuschka hielt der Ex-Aalener von halbrechts aus 30 Metern einfach mal drauf. Der Ball drehte sich gefährlich in Richtung des langen Winkels, ging letztlich aber doch um die entscheidenden Zentimeter am Pfosten vorbei (27.). Zehn Minuten später tauchte Simon Terodde allein vor VfR-Keeper Fejzic auf, hatte mit seinem Kopfball im Duell mit dem gegnerischen Schlussmann aber das Nachsehen. Insgesamt verteidigte Aalen geschickt und hatte mit Torhüter einen starken Rückhalt.

In der Wertung der Ballbesitzverteilung behielt Union auch nach dem Seitenwechsel die Nase vorn. Doch den Freistößen und Flankenbällen fehlte die Genauigkeit, um tatsächlich für Torgefahr sorgen zu können. Aalen befand sich zeitweise in einer engen Umklammerung der Köpenicker, hatte in den entscheidenden Momenten aber stets ein Abwehrbein in der Flugbahn des Balles. Die in Gelb spielenden Aalener nutzten im Gegenzug einen Fehlpass des gerade eingewechselten Benjamin Köhler, um durch Enrico Valentini in Führung zu gehen (59.). Erschwerend für Daniel Haas kam hinzu, dass der Schuss unhaltbar abgefälscht wurde. Doch wenn es nicht läuft, packt der Kapitän einen seiner berüchtigten Freistöße aus. Aus 20 Metern zog Torsten Mattuschka das Leder über die Mauer und in die Maschen (62.). Mit dem Treffer im Rücken erhöhte das Team von Uwe Neuhaus den Druck nochmals. Der Gegner setzte aber weiter Nadelstiche. Nach einer Ecke klatschte der Kopfball von Oliver Barth an das Aluminium (69). Als die Platzherren drauf und dran waren, die Partie zu drehen, setzte sich Enrico Valentini im Zweikampf gegen Marc Pfertzel durch und spitzelte den Ball zur abermaligen Führung über die Linie (72.). Uwe Neuhaus brachte Christian Stuff für Simon Terodde. Der lange Innenverteidiger sortierte sich mit einer Körperhöhe von 1,99 m in der Spitze ein. Doch der nächste Kopfball kam von Sturmkollege Adam Nemec, Fejzic packte sich jedoch auch diesen Ball (82.). Den schmerzhaften Schlusspunkt unter eine unerwartete Niederlage setzte Michael Klauß mit dem Treffer zum 1:3-Endstand (90. +3). 

„Ich glaube die Niederlage ist die Konsequenz der letzten Wochen. Wir tun uns beim Toreschießen enorm schwer. Vor fünf bis sechs Wochen hätten wir die heutigen Chancen wohl verwandelt. Die erste Halbzeit war noch okay, aber man hat der Mannschaft die Unruhe, endlich das Tor machen zu wollen, angemerkt. An einem Treffer hätten wir uns aufbauen können. Die Mannschaft wollte mit aller Macht gewinnen. Aus diesem Willen heraus wurden wir zu unruhig und haben zu viele Fehler gemacht“, ärgerte sich Uwe Neuhaus über die verlorenen Punkte.      

Drei Tage hat die Mannschaft nun Zeit, um zu regenerieren. Bereits am Dienstag, dem 03.12.2013 wartet die schwere Aufgabe im DFB-Pokal-Achtelfinale auf den 1. FC Union Berlin. Der Anpfiff gegen den 1. FC Kaiserslautern erfolgt um 19:00 Uhr im Stadion An der Alten Försterei.

„Das Erfolgserlebnis erzwingen“: Union empfängt VfR Aalen

Vorbericht

Nein, ausführlich auf den VfR Aalen eingehen wollte Uwe Neuhaus dieses Mal nicht. „Ich könnte damit anfangen den Gegner vorzustellen, dabei seine Stärken hervorheben und Schlüsselspieler aufzählen. Ich könnte dies alles tun, um den Gegner möglichst stark zu reden. Das werde ich aber nicht tun“, eröffnete Unions Cheftrainer das Pressegespräch vor der Partie gegen den Gegner aus Aalen. „Ich möchte keinesfalls respektlos klingen, aber wir müssen die drei Punkte hier behalten und das werden wir auch“, so der Coach selbstbewusst.

In den letzten zehn Spielen konnte seine Mannschaft immerhin sieben Mal zu null spielen. Die Null an Gegentoren sieht der Trainer gern. Was ihm dagegen überhaupt nicht gefällt, ist die etwas ins Haken gekommene Offensivabteilung. „Wir haben in den letzten fünf Spielen nur ein Tor erzielt. Damit ist mehr als augenscheinlich, wo unser Problem im Moment liegt“, bemängelt Uwe Neuhaus die bescheidene Torausbeute der letzten Begegnungen.

Seine Kritik zielt aber nicht einzig auf seine Stürmer ab. Denn alle elf Akteure auf dem Rasen tragen Verantwortung für den Ausgang eines Spiels: „Das ist ein Problem der gesamten Mannschaft. Das bedeutet, wir müssen alle gemeinsam daran arbeiten, dass der Knoten wieder platzt.“

Ein Schlüssel dafür ist die Erarbeitung vieler Torchancen. Da sieht der Trainer im Vergleich zu den Spielen zuvor Verbesserungsbedarf: „In die torgefährlichen Bereiche hineinzugehen und auch die Versuche aus größerer Distanz zum Torerfolg zu kommen, das haben wir zuletzt ein bisschen vermissen lassen. Die Entschlossenheit vor dem Tor muss größer werden, damit wir das Erfolgserlebnis am Freitag erzwingen können.“

Drei Spiele wartet der eiserne Anhang auf einen Sieg. Ein Erfolg gegen die Baden-Württemberger wäre für die Mannschaft ein Befreiungsschlag, der den Weg in die Bereiche ebnen würde, in welche sie nach Einschätzung ihres Trainers auch hingehört. „Wir müssen Wucht entwickeln, mit Selbstvertrauen spielen und mit Leidenschaft in die Zweikämpfe gehen. Durch Fehlentscheidungen oder einen kleinen Hänger über ein paar Minuten, wo es nicht so ganz rund läuft, dürfen wir uns nicht beeindrucken lassen. Wir sollten unseren Weg gehen, dann gewinnen wir dieses Spiel auch“, ist sich Uwe Neuhaus sicher.

Durch die Rote Karte für Baris Özbek in Kaiserslautern muss Uwe Neuhaus am Freitag ohne den Mittelfeldspieler planen. Eine Sperre für drei Meisterschaftsspiele umfasst das Strafmaß, welches der DFB im Einzelrichterverfahren gegen den 27-Jährigen verhängte. Wer stattdessen in die Startelf rückt, ließ Unions Cheftrainer wie gewohnt unbeantwortet. Die Optionen sind zahlreich, da bis auf die Langzeitverletzten Jopek und Razeek alle Spieler zur Verfügung stehen.

Karten für das Spiel sind weiterhin im Ticketoffice, Ticket-Onlineshop und an allen bekannten Union-Vorverkaufsstellen erhältlich. Die Stadionöffnung erfolgt um 17:00 Uhr, Anstoß ist um 18:30 Uhr.

Patrick Kohlmann

Patrick Kohlmann

ist Spieler des Tages bei unserem Spiel gegen Aalen

Patrick Kohlmann

ist Spieler des Tages gegen Aalen

SpielStatistiken

1. FC Union Berlin vs VfR Aalen

3 Gelbe Karten 4
0 Gelb-Rote Karten 0
0 Rote Karten 0

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