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VfR Aalen vs 1. FC Union Berlin

2. Bundesliga, 30. Spieltag

Aalen vs 1. FC Union

2. Bundesliga, 30. Spieltag

Fr., 19. April 2013, 18:00 Uhr
Scholz Arena
3 : 0
6.620
regnerisch
SR: Markus Wingenbach | Assistenten: Thorben Siewer, Frederick Assmuth Vierter Offizieller: Thomas Münch

Enttäuschung und Entsetzen: Union unterliegt chancenlos in Aalen

Spielbericht

Im Gegensatz zum torlosen Remis in der Vorwoche gegen Dynamo Dresden, veränderte Union-Trainer Uwe Neuhaus die Aufstellung gegen den VfR Aalen auf drei Positionen. Christoph Menz und Simon Terodde kamen heute nicht von Beginn an zum Einsatz. Zudem musste Neuhaus den gelbgesperrten Michael Parensen ersetzen. Der in der vergangenen Woche gelbgesperrte Patrick Kohlmann kehrte wieder auf seine angestammte Position links in der Viererkette zurück. Die Position vor der Abwehr wurde von Daniel Göhlert übernommen. Zudem kam heute Steven Skrzybski zu seinem ersten Startelf-Einsatz. Das 4 – 4 – 2-System sah wie folgt aus:

Haas – Pfertzel, Puncec, Schönheim, Kohlmann – Göhlert (51. Zoundi), Özbek, Jopek, Mattuschka (46. Terodde) – Nemec, Skrzybski

Die Partie war gerade mal 90 Sekunden alt, da wurden die Berliner bereits kalt erwischt. An der linken Strafraumkante bekamen die Aalener einen Freistoß zugesprochen. Martin Dausch, ab Sommer in Diensten der Köpenicker, brachte den Ball scharf vor den Kasten. Tim Kister sprang am höchsten und netzte mit seinem platzierten Kopfball zur frühen Führung ein. Die Unioner brauchten einige Minuten, um sich vom schnellen Rückstand zu erholen. Nach einer Viertelstunde kamen die Berliner etwas besser in die Partie. Chancen erspielten sich die Köpenicker jedoch nicht. Die Aalener hingegen kamen immer wieder nach Ballgewinn schnell vor das Tor der Gäste und hatten eine Vielzahl guter Gelegenheiten. Robert Lechleiter und Martin Dausch hätten die Führung bereits ausbauen können. Ihre Versuche verfehlten das von Daniel Haas gehütete Tor jedoch knapp (24., 27.). Die Eisernen schafften es hingegen nicht, die gut organisierte Defensive der Gastgeber auszuhebeln und verloren in der Offensive nahezu jeden Ball. In der 35. Minute trug die VfR-Offensivabteilung erneut einen ihrer gefährlichen Angriffe vor. Marco Haller spielte einen öffnenden Pass über die Abwehr hinweg auf Thorsten Schulz. Dieser benötigte fast zu lange, um den Ball zu kontrollieren, brachte die Kugel trotzdem zu seinem  Mitspieler Takuma Abe. Der legte sich den Ball zurecht und nahm aus knapp 17 Metern Maß. Sein Schlenzer schlug unhaltbar in der linken Ecke ein. Kurz vor der Pause hatte erneut Robert Lechleiter die Chance, die Führung weiter auszubauen. Daniel Haas parierte seinen Schuss jedoch (42.). Mit dem hochverdienten Zwei-Tore-Vorsprung der Aalener ging es in die Pause.

Die zweiten 45 Minuten begannen die Berliner nun wenigstens kämpferisch. Uwe Neuhaus hatte bereits in der Pause seinen Kapitän Torsten Mattuschka vom Feld genommen und Simon Terodde gebracht. Wenige Minuten später rückte Baris Özbek auf die Sechserposition und Patrick Zoundi kam für die rechte Seite. Die Aalener verstärkten die Defensivarbeit und standen weiterhin kompakt. Erfolgreich verbauten sie den Eisernen das Vordringen zum gegnerischen Tor. Den ersten nennenswerten Schuss brachte Steven Skrzybski auf den Kasten (55.). Ihre Bemühungen konnten die Köpenicker jedoch auch weiterhin nicht in Torchancen ummünzen. Das Heimteam lauerte indes geschickt auf Konter. In der 72. Minute führte einer dieser schnellen Gegenstöße schließlich zum 3:0. Nach einem Einwurf samt Kopfballverlängerung tauchte Robert Lechleiter frei vor Daniel Haas auf. Der VfR-Stürmer umkurvte den Keeper und hatte aus fünf Metern keine Probleme, den Ball zur endgültigen Entscheidung ins Tor zu schieben.

Uwe Neuhaus zog ein drastisches Fazit: „Ich bin maßlos enttäuscht von der Leistung meiner Mannschaft. Enttäuscht ist fast zu wenig. Ich bin entsetzt, mit wie wenig Leidenschaft man ins Spiel gehen kann. Das zieht sich in den letzten Wochen wie ein roter Faden durch unser Spiel. Ich habe mich bis jetzt immer vor meine Mannschaft gestellt. Das kann ich heute nicht mehr. Wir müssen klare Worte finden! In der zweiten Halbzeit haben wir versucht zu kämpfen, die Betonung liegt jedoch auf versucht. Wir sind gerade dabei, all das zu vernichten, was wir uns in vielen Jahren aufgebaut haben. Ich werde alles investieren, um das zu verhindern“, so Unions Cheftrainer  auf der Pressekonferenz nach dem Spiel.

Es geht auf die Zielgeraden in der Saison 2012/2013. Am nächsten Wochenende steht bereits der 31. Spieltag dieser Spielzeit an. Der 1. FC Union Berlin trifft dann am Freitag, den 26.04.2013 um 18:00 Uhr im Stadion An der Alten Försterei auf den SSV Jahn Regensburg.

„Wir versuchen es nochmal“: Union nimmt in Aalen Auswärtspunkte ins Visier

Vorbericht

„Entgegen anders lautenden Gerüchten: Wir fahren hin. Wir versuchen es nochmal“, eröffnete Uwe Neuhaus selbstironisch die Pressekonferenz vor dem vierzehnten Saison-Auswärtsspiel. Eine kleine Anspielung auf die überschaubare Punktausbeute außerhalb des heimischen Stadions An der Alten Försterei konnte sich der Trainer nicht verkneifen. Magere zwölf Punkte erspielten sich die Köpenicker in dieser Saison auf fremdem Geläuf. In Aalen soll diese Statistik möglichst verbessert werden.

„Es ist nicht so einfach, gegen diese Mannschaft zu spielen. Sie verteidigen sehr geschickt, konzentriert, kompakt und effektiv“, weist Unions Trainer auf die nächste schwere Aufgabe vor fremden Publikum hin. Schon beim torlosen Remis im Hinspiel schafften die Berliner es nicht, die gut gestaffelte Defensive der Aalener entscheidend zu durchbrechen. In der Verteidigung des eigenen Tores präsentiert sich die Mannschaft von Ralph Hasenhüttl für gewöhnlich sehr geduldig. Interessant ist auch die Auswärtsstärke der Männer von der Ostalb. „20 Auswärtspunkte, die hätte ich auch gerne. Von diesem Wert muss man mit Achtung sprechen“, kommentierte Uwe Neuhaus anerkennend.

Beim VfR laufen die Planungen für die kommende Saison indes auf Hochtouren. Als Aufsteiger hat man sich akuten Abstiegssorgen schon früh entziehen können. Hinzu kommen die bereits feststehenden Abgänge von Martin Dausch, der im Sommer zum 1. FC Union Berlin wechselt, sowie Thorsten Schulz (Dresden) und Tim Kister (Ziel unbekannt). Spannend wird demnach sein, ob der Gastgeber sein Potenzial abrufen kann. Wobei Heimspiele bei nur 16 aus möglichen 42 Punkten nicht gerade zu den Stärken des VfR Aalen zu zählen scheinen.   

Aber auch die Köpenicker haben eine latente Schwachstelle zu verzeichnen. Seit sechs Auswärtsspielen ist den Eisernen kein Sieg mehr gelungen. Für Unions Cheftrainer ist dies Grund genug sich Gedanken über eine neue Herangehensweise zu machen. „Vielleicht müssen wir neue Impulse setzen. Ich werde mir Veränderungen überlegen“, kündigte Uwe Neuhaus an.

Auf mindestens einer Position ist die Umgestaltung bereits beschlossene Sache. Michael Parensen sah gegen Dresden seine fünfte Gelbe Karte und ist in der SCHOLZ-ARENA gesperrt. Wie die linke Abwehrseite aussehen wird, entscheidet Uwe Neuhaus sicher nach der letzten Trainingseinheit, welche am Freitagvormittag in Aalen stattfinden wird. Eine Option wäre Patrick Kohlmann, der nach Gelb-Rot Sperre nach wie vor mit vier Gelben Karten belastet in die Partie ginge.

Daniel Haas

Daniel Haas

ist Spieler des Tages bei unserem Spiel gegen Aalen

Daniel Haas

ist Spieler des Tages gegen Aalen

SpielStatistiken

VfR Aalen vs 1. FC Union Berlin

0 Gelbe Karten 4
0 Gelb-Rote Karten 0
0 Rote Karten 0

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