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SC Paderborn 07 vs 1. FC Union Berlin

2. Bundesliga, 28. Spieltag

Paderborn vs 1. FC Union

2. Bundesliga, 28. Spieltag

So., 07. April 2013, 13:30 Uhr
Home Deluxe Arena
1 : 1
7.590
kalt, aber sonnig und trocken
SR: Benjamin Brand
Assistenten: Markus Pflaum, Jonas Weickenmeier
Vierter Offizieller: Thomas Gorniak

Für großen Kampf nicht belohnt: Union teilt Punkte in Paderborn

Spielbericht

Schon im Vorfeld hatte Union-Coach Uwe Neuhaus angekündigt, Änderungen in der Startformation vorzunehmen. Auf vier Positionen tauschte der Trainer im Vergleich zur Vorwoche das Personal. Daniel Haas kehrte zwischen die Pfosten zurück. Roberto Puncec erhielt den Vorzug vor Christian Stuff in der Innenverteidigung. Zudem rückte Marc Pfertzel auf der rechten Abwehrseite in die Startformation. Zudem kehrte Baris Özbek in die Mittelfeldraute zurück. Das 4 – 4 – 2-System sah in Gänze folgendermaßen aus:

Haas – Pfertzel, Puncec, Schönheim, Kohlmann – Parensen, Özbek (65. Zoundi), Jopek (58. Menz), Mattuschka – Terodde (78. Stuff), Nemec

Die erste Viertelstunde begannen beide Teams sehr verhalten. Beiden Mannschaften war deutlich anzumerken, dass sie darauf bedacht waren, keine Fehler zu machen. Der Gastgeber übernahm in der Folge zusehends die Initiative und setzte erste zaghafte Angriffsversuche. Konsequenter Zug zum Tor wurde aber auf beiden Seiten vermisst. Die bis dato gefährlichste Chance bot sich Fabian Schönheim in der 26. Spielminute. Nach einem Eckball stand der Verteidiger völlig frei am Elfmeterpunkt. Sein Schuss wurde auf der Linie durch einen SCP-Verteidiger abgeblockt. Bis zum Halbzeitpfiff entwickelte sich plötzlich eine spannende Partie mit Torraumszenen auf beiden Seiten. 27 Minuten waren gespielt, als Union-Angreifer Adam Nemec mit einer abgerutschten Flanke den Bann brach. Von der linken Strafraumkante bugsierte der Slowake den Ball unhaltbar in den rechten Winkel. Die Paderborner drängten in der Folgezeit auf den schnellen Ausgleich und hatten durch Deniz Yilmaz keine drei Minuten später gleich zwei Mal das 1:1 auf dem Fuß. Seine beiden Flachschüsse führten jedoch nicht zum Erfolg. Die knappe 1:0-Führung nahmen die Berliner mit in die Pause.

Die zweite Hälfte begannen die Paderborner forsch. Nach nur wenigen Sekunden erspielten sich die Gastgeber gleich die erste große Möglichkeit. Nach einem Eckball kam Deniz Yilmaz am zweiten Pfosten frei zum Schuss, nutzte die Chance aber nicht zum Ausgleich (47.). Die Köpenicker brauchten etwas, um zurück ins Spiel zu finden. Immer wieder spielte sich der Gastgeber gute Gelegenheiten heraus, scheiterten aber genauso oft unglücklich vor dem Tor oder an einem Bein der Gäste. Insgesamt schafften es die Berliner nicht, durch Offensivaktionen für Entlastung zu sorgen. Erst in der 70. Minute bot sich den Unionern dann eine der rar gesäten Konterchancen. Die Überzahlsituation konnten die Köpenicker aber nicht zur Vorentscheidung nutzen. In der 74. Minute kassierte Patrick Kohlmann eine folgenschwere Gelbe Karte nach einem Foulspiel. Weil er bereits zehn Minuten zuvor den Gelben Karton zu sehen bekam, musste Union die letzte Viertelstunde zu zehnt auskommen. Paderborn versuchte den Druck nochmals zu erhöhen. Die Gäste verteidigten mit viel Aufwand und ließen selbst in Unterzahl nur wenige Chancen zu. Doch der große Kampf sollte nicht belohnt werden. Mit der letzten Aktion des Spiels kassierten die Berliner den Ausgleich. Nach einem Eckball stieg Christian Strohdiek am höchsten und köpfte den Ball unhaltbar zum Ausgleich in den Winkel (90+2). Direkt im Anschluss beendete Schiedsrichter Benjamin Brand die Partie.

„Das war kein gutes Auswärtsspiel von uns. Paderborn kam am Ende mehr als verdient zum Ausgleich. Trotzdem habe ich heute in der Defensive eine Steigerung feststellen können. Wir waren konzentrierter, aber dafür taten wir uns schwer mit dem Spiel nach vorn. Insgesamt haben wir zu viele Fehler gemacht“, resümierte Union-Trainer Uwe Neuhaus das Unentschieden.

Der Spielplan gönnt den Spielern des 1. FC Union Berlin nur vier Tage Pause, denn schon am kommenden Freitag, den 12.04.2013 treffen die Eisernen im Stadion An der Alten Försterei um 18:00 Uhr auf Dynamo Dresden.

Gastspiel in Paderborn: Uwe Neuhaus fordert den unbedingten Willen zum Sieg

Vorbericht

Abgehakt! So deutlich kommentierte Fabian Schönheim die damit wohl letzte Nachfrage zum Spiel gegen den FSV Frankfurt. Zwar habe er die zwei Nächte im Anschluss schlecht geschlafen, was dann aber auch reichen müsse. Es ist zu spüren, dass die Beteiligten den verlorenen Punkten hinterher trauern. Zu lange halten sich die Profis jedoch nicht mit den verpassten Chancen auf, schließlich gilt es, sich auf die nächste Aufgabe zu konzentrieren. Mit Paderborn wartet nun ein Gegner, der die uneingeschränkte Aufmerksamkeit der Mannschaft benötigt, soll beim Tabellenachten und direkten Tabellennachbarn in der Benteler-Arena gepunktet werden. „Man darf nicht zu lange frustriert sein, sondern muss nach vorne schauen und gut trainieren. Das haben wir getan“, erklärte der Verteidiger vor den versammelten Medienvertretern.

Dass Paderborn nicht als das erfolgreichste Pflaster für seine Mannschaft gilt, ist Uwe Neuhaus bewusst. Nur zu Drittligazeiten konnte Union Zählbares von der Pader mit an die Spree nehmen. Auch die Tatsache, dass der kommende Gegner in dieser Saison eine gewisse Heimschwäche ausgeprägt hat, interessiert Unions Cheftrainer nicht wirklich. „Auf so etwas sollte man sich nicht verlassen. Das ist eine Mannschaft, die technisch richtig gut und spielstark ist. Außerdem gehen sie ein enormes Tempo und besitzen eine gute Ordnung“, nimmt Uwe Neuhaus eher die drohenden Gefahren beim Gastspiel in Ostwestfalen ins Visier.

Die im Sommer abgewanderten Leistungsträger in allen Mannschaftsteilen konnten ersetzt werden. Dass die Konstanz nach solch einem Umbruch noch nicht gegeben ist, sei normal, so Neuhaus. Dabei bildet der SC immer wieder Serien aus - in die eine, wie auch in die andere Richtung. „Mal können sie zuhause sechs Spiele hintereinander nicht gewinnen, um dann auswärts drei Duelle ohne Gegentor für sich zu entscheiden“, ist Unions Trainer gewarnt genug.

Auf das Zustandekommen der letztjährigen unglücklichen Niederlage in Paderborn wollte Uwe Neuhaus nicht mehr eingehen: „Entscheidend ist unsere eigene Leistung. Darauf sollten wir uns konzentrieren, das ist das Allerwichtigste.“ Damit diese auf den Platz gebracht wird, hat sich der Trainer bereits im Vorfeld auf Veränderungen seiner Startelf festgelegt. „Jeder soll erkennen, dass die Spieler, die für den 1. FC Union Berlin auflaufen, den unbedingten Willen besitzen, dieses Spiel in jedem Fall gewinnen zu wollen“, appellierte der Trainer an seine Mannschaft.  

Was die Planungen des Kaders betrifft, kann sich Uwe Neuhaus über gute Arbeit seiner medizinischen Abteilung freuen. Sowohl der noch vor kurzem gesundheitlich angeschlagene Jan Glinker, als auch Baris Özbek (Infekt), Torsten Mattuschka (Hexenschuss) und Daniel Haas (Schleimbeutelentzündung Schulter) stehen für einen Einsatz beim direkten Verfolger bereit.

Daniel Haas

Daniel Haas

ist Spieler des Tages bei unserem Spiel gegen Paderborn

Daniel Haas

ist Spieler des Tages gegen Paderborn

SpielStatistiken

SC Paderborn 07 vs 1. FC Union Berlin

0 Gelbe Karten 3
0 Gelb-Rote Karten 1
0 Rote Karten 0

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