Eisern!

1. FC Union Berlin vs SV Eintracht Leipzig-Süd

Womens Regionalliga Nordost, 20. Matchday

vs SV Eintracht Leipzig-Süd

Womens Regionalliga Nordost, 20. Matchday

Sun., 02. April 2023, 14:00 Uhr
Fritz-Lesch-Sportplatz
13 : 1
150

Ein Punkt aus dem Erzgebirge

Match report

Nach dem Sieg beim Chemnitzer FC vor zwei Wochen sollten erneut drei Punkte aus dem Erzgebirge nach Köpenick gebracht werden. In der kämpferisch geführten Partie konnte die Mannschaft von Trainer Steffen Beck nach verhaltenem Beginn bereits in der 13. Minute mit 1:0 in Führung gehen. Über die linke Seite brachte Susanne Weißenborn den Ball in den Strafraum, der von der Auer Abwehr zu kurz abgewehrt wurde. Judith Diecke köpfte in Richtung Tor und den abermals zu kurz abgewehrten Ball verwandelte Madeleine Wojtecki zur Führung. Nur sieben Minuten später führte ein Freistoß im Mittelfeld und einige Zuordnungsschwierigkeiten in der Eisernen Defensive zum 1:1-Ausgleich. Das niveauarme Spiel zeigte in der ersten Halbzeit nur noch eine Torchance der Gastgeberinnen, die aber von Torhüterin Ulrike Dottschadis vereitelt werden konnte.

Auch zur zweiten Hälfte änderte sich das Bild kaum - viele Aktionen im Mittelfeld und wenig Torgefahr auf beiden Seiten. Durch eine Unachtsamkeit der Union-Defensive kam Aue in der 62. Minute zur 2:1-Führung. Die Eisernen erhöhten daraufhin den Druck. Nach einer abgewehrten Ecke hinter die herausrückende Kette der Erzgebirglerinnen lief Julia Schlotte allein auf die Torsteherin zu, die den ersten Schuss noch abwehren konnte. Gegen den Nachschuss von Eyline Jakubowski war sie aber machtlos. Mit dem Ausgleich setzten die Eisernen den Gegner mehr und mehr unter Druck - Sarah Hupfer hatte noch die große Möglichkeit den Siegtreffer zu erzielen, leider versprang ihr aber der Ball. In der letzten Minute kam eine Sächsische Spielerin nach einer Ecke noch zum Kopfball, konnte diesen aber nicht platzieren und er landete in den Armen der Unioner Torhüterin. "Es war im Großen und Ganzen ein gerechtes Unentschieden, obwohl wir uns mehr vorgenommen hatten. Die Verletzung von Andrina Braumann tut weh, aber wir werden ihr die Zeit geben sich gut zu erholen und zur Rückrunde wieder zum Team dazuzustoßen", so Trainer Steffen Beck nach dem Spielende.

Am kommenden Wochenende trifft die eiserne Elf auf Tabellenführer Hohen Neuendorf. Neben Lina Müller, Andrina Braumann und Alexandra Thoms muss das Trainergespann an diesem Tag auch auf U17-Nationalspielerin Madeleine Wojtecki verzichten, da sie für die Länderspiele gegen die Niederlande in Duisburg nominiert wurde.

Eyline Jakubowski dreht Spiel in 90 Sekunden

Match preview

Im vierten Spiel der Saison 2011/2012 spielte unsere 1. Frauenmannschaft auswärts beim Regionalligaaufsteiger Chemnitzer FC. Mit nur einem Punkt aus den ersten drei Spielen waren die Erwartungen und der Druck an die Mannschaft in der Hoffnung auf den ersten Dreier der Saison sehr hoch. Eine Niederlage hätte den Verlust des Kontaktes zum Mittelfeld der Tabelle bedeutet.

Die Aufregung der Unionerinnen war von Beginn an spürbar, Fehlpässe prägten das Spiel der ersten Halbzeit. Die Eisernen hatten die klareren Möglichkeiten in Führung zu gehen - u.A. traf Eyline Jakubowski den Pfosten und Julia Schlotte zirkelte einen Freistoß in Richtung Torwinkel, der von der sächsischen Torhüterin aber in letzter Sekunde noch pariert werden konnte. Die Gastgeber versuchten ihr Glück vor allem mit langen Bällen, die aber von der sicher stehenden Unioner Defensive entschärft werden konnten. In der 31. Minute folgte völlig unerwartet der Führungstreffer für die Himmelblauen: Ein Befreiungsschlag landete hinter der Viererkette der Unionerinnen, drei Chemnitzer Spielerinnen war dort noch nicht wieder zurückgelaufen und erzielten schließlich ein deutliches Abseitstor, da der Pfiff der Schiedsrichterin ausblieb.

In der zweiten Hälfte des Spiels bäumten sich die Unionerinnen gegen die drohende Niederlage auf und drehte das Spiel schließlich innerhalb von 90 Sekunden. Jeweils von Lina Müller vorbereitet, vollendete Eyline Jakubowski in der 61. und 62. Minute zur Führung für Union. Die Eisernen zeigten sich auch weiterhin mit deutliche mehr Spielanteilen und mehrfachen Möglichkeiten das Spiel vorzeitig zu entscheiden, die aber nicht genutzt werden konnten. Die hauchdünne Führung konnte letztlich über die Zeit gebracht werden und bescherte den Eisernen den ersten hart erkämpften Sieg. Trainer Steffen Beck zeigte sich nach dem Spiel deutlich erleichtert: "Die Einstellung der Mannschaft war hervorragend. Auch wenn spielerisch noch nicht alles funktioniert hat, bin ich doch sehr zufrieden mit dem gezeigten Kampfgeist und absoluten Siegeswillen dieses Spiel noch zu drehen. Dieser Sieg war hart erarbeitet, aber nach den letzten unglücklichen Niederlagen mehr als verdient."

 

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