Tach gesagt!

Union-Frauen setzen Siegesserie fort

In Erfurt:

So, 03. November 2019
Union-Frauen setzen Siegesserie fort

Mit einem 3:0-Sieg gewinnen die Frauen des 1. FC Union Berlin am 10. Spieltag gegen den 1. FFV Erfurt und fahren den vierten Sieg in Folge ein. Die Tore erzielten Lena Wolter, Lisa Heiseler und Celine Frank.

Aufgrund einer Sperrung des Rasenplatzes wurde die Partie bereits unter der Woche auf den Kunstrasen am Erfurter Johannesplatz verlegt. Die Zuschauer, unter ihnen auch wieder ein Kleinbus mitgereister Unioner, sahen folgende Spielerinnen auf dem Platz:

Sarah Duszat – Marta Schrey, Marie Weidt, Elisa Schindler (60. Sophie Büttner), Nathalie Götz – Celine Frank, Josephine Ahlswede, Greta Budde, Lena Wolter (75. Josephine Bonsu) – Lisa Heiseler, Maria-Pia Zander-Zeidam (65. Selin Arslan)

Das Spiel begann mit einer Schrecksekunde für die Rot-Weißen. Nach einer Eingabe von rechts kam es im Zentrum zu einem Missverständnis von Marie Weidt und Sarah Duszat, die davon profitierende Erfurterin war dann aber doch zu überrascht, um die sich bietende Chance zu verwerten – ihr Volleyschuss aus 16 Metern verfehlte das leere Tor nur knapp. Von hier an übernahmen die Unionerinnen Verantwortung für die Partie gegen einen tief gestaffelten Gegner. Eine erste gute Schussmöglichkeiten ergab sich so für Greta Budde (8. Minute) und Celine Frank (11.), beide Abschlüsse verfehlten allerdings noch das Tor. Treffsicherer bewies sich erst Lena Wolter (15.) auf Vorlage von Lisa Heiseler, direkt danach Lisa Heiseler (18.) selbst auf Vorlage von Celine Frank. In beiden Situationen konnte der Ball durch die am Strafraum verteidigende Abwehr gesteckt werden, in beiden Situationen behielten die Spielerinnen den Überblick vor dem Tor, schoben zum 0:1 und 0:2 ein. Danach kehrte etwas Ruhe in die Partie ein, Erfurt verteidigte das Tor und hoffte auf Konter, die allerdings gut unterbunden wurden, Union versuchte sich weiter Torchancen zu erspielen, scheiterte aber zu häufig an dem engmaschigen Defensivnetz und kam so lediglich kurz vor der Pause zu zwei guten Möglichkeiten zu erhöhen, nutzte diese allerdings nicht.

Nach dem Pausentee bot sich das gleiche Bild wie zuvor, die Unionerinnen wirkten nun jedoch druckvoller. Zwei Abseitsentscheidungen ließen die rot-weißen Angreiferinnen auf den letzten Metern stoppen (55., 58.), zwei Eckbälle fanden zwar einen Kopf jedoch nicht das Tor (49., 54.), nach einem Freistoß von Marie Weidt (48.) fand der Ball erneut nicht den Weg hinter die Linie. So musste wie bereits in Hälfte 1 auch in der zweiten Halbzeit 15 Minuten gewartet werden bis erstmals gejubelt werden durfte. Die stark aufspielende Ballverteilerin Celine Frank fasste sich aus 25 Metern selbst ein Herz, ihr Spannschuss schlug unhaltbar im rechten Winkel ein – ein Traumtor zum 0:3. Mit laufender Spielzeit ergaben sich wieder mehr Räume für die Unionerinnen, Sophie Büttner blieb allerdings bei ihrem Schuss aus 35 Metern glücklos und traf nur die Torlatte (80.), ein paar Meter weiter rechts, an das Lattenkreuz, schoss fünf Minuten später Lisa Heiseler, der Nachschuss von Selin Arslan konnte von der Erfurter Torhüterin aufgenommen werden.

Trainer Falko Grothe: „Die Spielerinnen haben eine solide Leistung gebracht, sehr sicher und dominant gespielt. Ich hätte mir in einigen Situationen und gerade beim Spiel in die Spitze noch mehr Mut zum Risiko gewünscht, dann wären wir zu noch besseren Abschlussmöglichkeiten gekommen. Insgesamt wurde die Aufgabe aber sehr souverän gemeistert, wir haben jetzt vier Siege im Rücken, bleiben ungeschlagen und können mit viel Selbstbewusstsein in die beiden sehr wichtigen und ganz sicher nicht einfachen Spiele in der kommenden Woche gehen.“

Offensivspielerin Josephine Bonsu: „Für mich war es heute ein sehr besonderer Moment, nach zwei Monaten wieder auf dem Platz zu stehen. Es fühlt sich einfach gut und richtig an mit der Mannschaft zusammenzuspielen und die drei Punkte nach Hause zu holen. Die Null hinten zu haben war sehr wichtig, aber schade ist, dass wir vorne leider nicht so konsequent waren wie letzte Woche. Ansonsten starke, lustige und gelungene Auswärtsfahrt.“

Nach dem vorletzten Spieltag der Hinrunde stehen die Eisernen Ladies mit 6 Siegen und 4 Unentschieden auf dem 2. Tabellenplatz der Regionalliga Nordost. Der Abstand auf die Tabellenspitze beträgt nach wie vor sechs Punkte, gefolgt werden die Unionerinnen von Phoenix Leipzig mit einem und Viktoria Berlin mit zwei Punkten Abstand.

Die 1. Frauen sind bereits unter der Woche wieder im Einsatz – dieses Mal im Berlin-Pokal. Im Achtelfinale wartet der Berlin-Ligist Blau-Weiß 90 am Donnerstag, den 07.11.2019, ab 18.30 Uhr auf dem Kunstrasen in der Tempelhofer Markgrafenstraße.

Der letzte Spieltag der Hinrunde findet am Sonntag, den 10.11.2019, ab 13.30 Uhr auf dem heimischen Fritz-Lesch-Sportplatz in der Dörpfeldstraße statt. Zu Gast ist der aktuell achtplatzierte Eintracht Leipzig-Süd.