1:0-Erfolg beim HSV:
Unionerinnen holen nächsten Auswärtssieg
Das Auftaktspiel zum 24. Spieltag gewinnt die Profimannschaft der Frauen des 1. FC Union Berlin auswärts beim HSV mit 1:0. Amber Tysiak erzielt in der 60. Minute den Treffer des Tages.
1. FC Union Berlin: Bösl – Weiß (60. Bauereisen), Tysiak, Steuerwald, Steinert (74. Heikkinen) – Hipp (74. Halverkamps), Kamber, Heiseler (84. Georgieva) – Weidauer (60. Reissner), Campbell, Eurlings
Hamburger SV: Paulick – Doucouré (84. Morich), Stoldt, Böhler, Croatto – Hillebrand (60. Linberg), Bartz (77. Dönges), Stoldt, Krüger (77. Kardesler) – Meyer, Büchele (60. Brunnthaler)
Personal: Nach der knappen 2:3-Niederlage gegen die Meisterinnen aus München nahm das Trainerteam eine Veränderung vor: Für Tanja Pawollek rückte Jenny Hipp in die Startelf.
Zuschauer: 8.666
Tor: 0:1 Tysiak (60.)
Keine Treffer im ersten Durchgang – Bösl mit zahlreichen Feiertagsparaden
Die Anfangsminuten im Volksparkstadion spielten sich überwiegend zwischen den beiden Strafräumen ab, wodurch die erste Viertelstunde chancenarm blieb. Das erste Ausrufezeichen am heutigen Feiertag setzte Union nach einem Eckball, wobei das Runde dabei durch die HSV-Defensive vor der Linie geklärt und aus der Gefahrenzone entfernt werden konnte (15.).
Zwei Zeigerumdrehungen später wurde auch der HSV erstmals gefährlich: Nach einem Eckball schloss Christin Meyer aus kürzester Distanz mit ihrem rechten Fuß ab, Unions Cara Bösl glänzte dabei mit einer blitzschnellen Hechtparade und bewahrte ihr Team vor einem frühen Rückstand. In Minute 20 gab es erneut ein Meyer-Bösl-Duell, das Letztere wieder für sich entscheiden konnte, nachdem die Nummer 16 von Hamburg nach einer Flanke von der rechten Seite frei per Kopf zum Abschluss kam.
Im Volksparkstadion ertönte nach einer knappen halben Stunde lautes Geschrei: Mia Büchele schlenzte einen Freistoß von der halblinken Seite an das rechte Aluminium des Union-Kastens. Das Leder blieb daraufhin gefährlich im Spiel und Keeperin Bösl glänzte erneut mit drei Paraden am Boden, nachdem die Hamburgerinnen aus drei verschiedenen Winkeln ihr Abschlussglück versuchten.
Die kompakt stehende Elf von Rudolfo Cardoso ließ sich von den Ballbesitzphasen der Unionerinnen nicht aus der Ruhe bringen und so verabschiedeten sich die beiden Teams ohne Treffer pünktlich in die Kabine.
Aluminium auf Unioner Seite – Tysiak trifft zum Sieg
Personell unverändert kehrten beide Mannschaften auf den Rasen zurück und knüpften an die Schlussphase des ersten Durchgangs an. Sophie Hillebrand verfehlte in Minute 50 den Union-Kasten um wenige Meter, nachdem eine Faustabwehr von Bösl vor den Füßen der Nummer 22 an der Strafraumkante landete.
Ein gefährliches Gewusel im HSV-Strafraum fand nach 57 Zeigerumdrehungen statt: Nachdem Sophie Weidauers Flanke von rechts Hannah Eurlings am zweiten Pfosten fand, legte jene auf Jenny Hipp am Elfmeterpunkt ab. Infolge des direkten Abschlusses der Nummer 27 ließ Lea Paulick den Versuch nur prallen. Lisa Heiseler kam jedoch zum Abstauben zu spät.
Die erste Aktion nach einem beidseitigen Doppelwechsel führte dann zum ersten Tor der Partie: Ein Union-Freistoß aus dem Halbfeld fand Jenny Hipp, die aus halbrechter Position abzog und Aluminium traf. Die Kugel sprang zurück ins Spielgeschehen und Amber Tysiak stand zur richtigen Zeit an der richtigen Stelle und konnte das Leder aus nächster Nähe über die Torlinie drücken (60.).
Den möglichen Ausgleich hatten die HSV-Frauen in Minute 70 durch einen Querbalkentreffer von Paulina Bartz als auch in Minute 75 durch einen Distanzschuss von Christin Meyer auf dem Fuß - beide Abschlüsse landeten jedoch final im Toraus. Viele frische Beine auf dem Rasen gestalteten die Schlussphase nochmals spannend für die 8.666 Zuschauenden. Nach einem Konter hatten die HSV-Frauen ihre beste Chance des Tages: Die eingewechselte Vildan Kardesler setzte sich gegen Naika Reissner durch und schoss den Ball an den linken Pfosten. Auch in der Nachspielzeit, welche die Eisernen aufgrund des verletzungsbedingten Ausscheidens von Amber Tysiak in Unterzahl bestreiten mussten, war das Aluminium erneut gleich zweimal auf Unioner Seite und verhinderte den Ausgleich. Bis zum Abpfiff der Unparteiischen änderte sich dadurch nichts mehr am Spielstand und so fuhren die Eisernen mit drei Punkten zurück nach Köpenick.
Aufgrund eines medizinischen Notfalls nach dem Abpfiff bei einer HSV-Spielerin geriet das Sportliche allerdings schnell in den Hintergrund. Der 1. FC Union Berlin wünscht gute Besserung!
Stimme nach dem Spiel
„Ohne Cara Bösl gewinnen wir das Spiel heute nicht. Wir können uns bei ihr bedanken und haben sehr glücklich die drei Punkte mitgenommen. Unsere 30 Punkte haben wir erreicht, aber natürlich überschattet der Vorfall nach dem Spiel das Sportliche und ich hoffe, dass es der HSV-Spielerin schnell wieder gut geht“, erklärte Cheftrainerin Ailien Poese nach dem Spiel.
Ausblick auf die kommende Woche
Nach der heutigen Heimreise und einer regenerativen Einheit am morgigen Sonnabend richtet sich der Fokus beim Team von Cheftrainerin Ailien Poese bereits auf die bevorstehende Heimspielwoche. Der Auftakt ist ein öffentliches Training am Montag, den 04.05.2026, um 11 Uhr am Trainingszentrum Oberspree.
Am Sonntag, den 10.05.2026, steht dann das letzte Heimspiel der Saison an: Im Stadion An der Alten Försterei empfangen die Eisernen die TSG Hoffenheim. Der Anpfiff erfolgt um 16 Uhr. Tickets für die Partie sind bereits online erhältlich, zudem gilt die attraktive Ticketaktion „Kaufe 2, erhalte 3“.