Zweimal ausgeglichen:

Unionerinnen unterliegen dem Meister knapp mit 2:3

Die Profimannschaft der Frauen des 1. FC Union Berlin unterliegt am 23. Spieltag knapp dem FC Bayern München mit 2:3. Den frühen Führungstreffer von Edna Imade (8.) kontert Sophie Weidauer unmittelbar. Auch auf die erneute Bayern-Führung durch Barbara Dunst (50.) hat Lia Kamber eine passende Antwort (77.). Kurz vor Schluss gelingt Giulia Gwinn jedoch der Lucky Punch für die Gäste (84.)

Spielszene im Frauenfußball: Eine Spielerin in gestreifter roter und weißer Dress sprintet mit dem Ball, während eine gegnerische Spielerin folgt.

1. FC Union Berlin: Bösl – Weiß (85. Georgieva), Tysiak, Steuerwald, Steinert (75. Hipp) – Pawollek, Kamber – Weidauer (85. D. Orschmann), Heiseler (60. Bauereisen), Eurlings – Campbell (75. Reissner)

FC Bayern München: Mahmutovic – Ballisager, Viggósdóttir (71. Gwinn), Eriksson, Simon (75. Kett) – Amani, Stanway (71. Caruso) – Dallmann (62. Bühl), Tanikawa (62. Harder), Dunst – Imade

Personal: Nach dem 3:3-Unentschieden auswärts gegen den VfL Wolfsburg nahm das Trainerteam eine Veränderung in der Startaufstellung vor: Cara Bösl ersetzte Nadine Böhi zwischen den Pfosten.

Zuschauer: 13.220

Tore: 0:1 Imade (8.), 1:1 Weidauer (11.), 1:2 Dunst (50.), 2:2 Kamber (77.), 2:3 Gwinn (84.)

Zwei frühe Tore – Weidauer setzt sich eiskalt durch

Eine sommerliche Stimmung, sehr volle Tribünen und ein leichter Wind über dem Rasen bildeten die optimale Ausgangslage für das Aufeinandertreffen der Meisterinnen. Bereits die Anfangsminuten des Duells sahen vielversprechend schnell aus. Nach dem ersten Standard des Tages ergab sich ein nicht optimaler Start in den Abend: Nachdem Bernadette Amani an der Strafraumkante frei zum Schuss kam, landete das Leder rollend vor dem Union-Gehäuse, wo Edna Imade, das Runde nur mehr über die Linie zur 1:0-Führung der Gäste aus München einschieben musste (8.). 

Nur drei Zeigerumdrehungen später hatte die Poese-Elf eine direkte Antwort parat und glich aus: Sophie Weidauer übte nach einer getretenen Bayern-Ecke im Mittelfeld erfolgreich Druck aus und ließ die Rekordmeister-Abwehrkette per 40-Meter-Sprint hinter sich. Das darauffolgende Eins-gegen-Eins-Duell mit Schlussfrau Ena Mahmutovic bewältigte sie eiskalt und schob das Runde gekonnt ins linke untere Eck des Kastens. 

Nach der nun wieder geschaffenen neutralen Ausgangslage blieb das Spiel von vielen Zweikämpfen geprägt. Bayern übte zu diesem Zeitpunkt mehr Druck aus, kam jedoch nicht gegen den Unioner-Abwehrblock durch. Sowohl ein Distanzschuss in der 21. als auch in der 32. Minute parierte Keeperin Cara Bösl souverän und hielt ihrem Team den Rücken frei. Es folgten einige Münchner-Standards, aus denen die DFB-Pokal-Finalistinnen kein Kapital schlagen konnten. Die letzte Aktion des ersten Durchgangs markierte nochmals eine gefährliche Aktion im Strafraum des Heimteams. Die Münchnerinnen konnten das Spielgerät nicht in die richtige Richtung befördern und somit war erneut Bösl zur Stelle, ehe die Unparteiische in die Kabinen bat (45+2.).

Eine Spielerin in rotem Trikot dribbelt den Ball, während sie von mehreren Gegenspielerinnen verfolgt wird. Publikum im Hintergrund.
Spielerinnen einer Fußballmannschaft feiern einen Torerfolg vor jubelndem Publikum im Hintergrund.
Ein Fußballspieler in rot-weißem Trikot dribbelt den Ball, während andere Spieler in schwarz im Hintergrund stehen. Stadionatmosphäre sichtbar.
Spielerin in rotem und weißem Trikot führt einen Schuss aus, während zwei Teamkolleginnen im Hintergrund stehen.
Torhüterin in grüner Ausrüstung fängt den Ball im Spiel, umgeben von spielenden Gegnerinnen und einer jubelnden Menge im Hintergrund.

Die Münchnerinnen schießen sich zum Meistertitel – Kamber mit Traumtor

Die beiden Teams kamen unverändert zurück auf den Rasen. Der tiefstehende Block der FCU-Frauen konnte die ersten Angriffsversuche der Mannschaft von Trainer José Barcala entschleunigen, ehe sich Barbara Dunst aus 30 Metern ans Herz fasste und unhaltbar per Volleyschuss ins linke untere Eck zur 1:2-Führung einnetzte (50.).  

Die über 13.220 Zuschauer im Stadion an der Alten Försterei feuerten die Unionerinnen weiterhin mit lautstarkem Fangesang an. Die eingewechselte Nele Bauereisen setzte sich dann auf der halbrechten Seite durch und versuchte aus spitzem Winkel selbst abzuschließen, was jedoch nur bei einem Versuch blieb. (61.). Weitere offensive Ausrufezeichen der Unionerinnen setzten Hannah Eurlings per Flanke von links, die ein wenig zu lang geriet. Daraus ergab sich eine weitere Flanke von rechts, die per Kopf vor dem FCB-Kasten ins Seitenaus entschärft wurde (67.). 

Im Nachgang war die engagierte Defensive der Heimmannschaft wieder viel gefordert, denn die namhaften Wechsel der Bayern sorgten für keine Ruhephase. Dann ging alles sehr schnell: Durch eine Balleroberung von Naika Reissner in der gegnerischen Hälfte und einem feinen Zusammenspiel von Nele Bauereisen und Sophie Weidauer wurde Lia Kamber in Szenen gesetzt und nagelte aus kurzer Distanz das Spielgerät ins linke Kreuzeck zum erneuten Ausgleich (77.). 

Die Partie nahm nach diesem Ereignis nochmals ordentlich Fahrt auf und die Rekordmeisterinnen schlugen abermals zu: Nach einer geschlagenen Flanke von der linken Seite kam die DFB-Kapitänin Giulia Gwinn am zweiten Pfosten frei zum Abschluss und bescherte ihrer Mannschaft somit nicht nur den 3:2-Sieg, sondern somit auch den frühzeitigen Meistertitel, der vierte in Folge, der siebte in Summe.  

Eine Fußballspielerin dribbelt den Ball auf einem Spielfeld, im Hintergrund sind Zuschauer und Werbung zu sehen.
Drei Fußballspielerinnen in roten Trikots kämpfen um den Ball auf einem Spielfeld, im Hintergrund jubelnde Fans.
Spielerin von Union Berlin jubelt nach einem Tor, umgeben von feiernden Teamkolleginnen und jubelnden Fans im Stadion.
Ein Team von Fußballspielerinnen in roten Trikots feiert einen Torerfolg auf dem Spielfeld.
Digitale Anzeigetafel im Stadion mit der Zuschauerzahl 13.220 und den Angaben zum Spieltag und Datum.

Stimmen nach dem Spiel

„Wir haben uns gegen einen sehr guten Gegner heute stark geschlagen. Es war auf jeden Fall ein anstrengendes Spiel, aber wir haben defensiv fantastisch dagegengehalten. Am Ende ist es natürlich schade, dass wir den Punkt nicht mitnehmen konnten, aber wir können stolz auf unsere Leistung sein“, so das Fazit von Cara Bösl nach dem Abpfiff.   

„Es war von der ersten bis zur letzten Sekunde ein riesiger Kampf. Wir haben heute alles gegeben. Leider hat es zum Schluss nicht ganz gereicht, aber ich denke, wir können auf jeden Fall zufrieden mit unserer Leistung sein“, ergänzte Torschützin Lia Kamber im Anschluss.   

„Ich bin im positiven Sinne wirklich sprachlos aufgrund unserer Leistung. Wir wollten es den Bayern heute schwer machen. Ich bin total stolz, wie die Mannschaft aufgetreten ist. Natürlich ist es ein bisschen ärgerlich, dass es dann nicht für ein Unentschieden gereicht hat, aber am Ende reden wir hier auch immer noch über den FC Bayern München, den ich natürlich zur Meisterschaft beglückwünsche“, erklärte Cheftrainerin Ailien Poese nach der Partie.  


Ausblick auf die kommende Woche

Für die Eisernen steht zunächst ein spielfreies Wochenende an, ehe der Fokus auf die neue Ligaspielwoche gerichtet wird. Im Rahmen des 24. Spieltags kommt es am Freitag, den 1. Mai, zur Auswärtsbegegnung gegen die Frauen des HSV. Die Partie wird um 15:00 Uhr im Volksparkstadion angepfiffen. Tickets sind online im HSV-Shop verfügbar.

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