Sonntagnachmittag an der Alten Försterei:

Heimspielabschluss für Unions Profi-Frauen

Die Bundesliga-Premierensaison der Profi-Frauen des 1. FC Union Berlin neigt sich allmählich dem Ende entgegen: Im letzten Heimspiel dieser Spielzeit empfangen die Unionerinnen am kommenden Sonntag, dem 10.05.2026 um 16 Uhr, die TSG 1899 Hoffenheim. Vor Anpfiff werden verdiente Spielerinnen und Team-Mitglieder, die den Verein verlassen, auf dem Rasen verabschiedet.

Zwei Fußballspielerinnen kämpfen um den Ball auf einem Kunstrasenfeld während eines Spiels. Zuschauer im Hintergrund.

Die Ausgangslage
Die TSG 1899 Hoffenheim war unter der Woche beim FC Bayern München gefordert und sorgte für den zweiten Punktverlust des Deutschen Meisters in dieser Bundesliga-Saison. Am Mittwochabend führte die TSG lange mit 1:0, musste jedoch in der 89. Minute noch den 1:1-Ausgleich hinnehmen. 

Die Unionerinnen konnten sich am 1. Mai mit 1:0 im Volksparkstadion beim Hamburger SV durchsetzen. Amber Tysiak erzielte mit ihrem Premierentreffer im Union-Trikot das Tor des Tages. Gefeierte Heldin war nach dem Spiel jedoch vor allem Torhüterin Cara Bösl, die mit zahlreichen spektakulären Paraden die Null festhielt.

Eine Gruppe von Frauen in Sportbekleidung, die in einem Trainingsfeld stehen. Eine Spielerin klatscht lächelnd.

Die Hoffenheimerinnen spielen eine der stärksten Saisons ihrer 13-jährigen Bundesliga-Geschichte. Auch wenn der Champions-League-Rang 3, den die TSG bereits 2020 und 2021 belegte, mit sechs Punkten Rückstand kaum noch erreichbar ist, liegt Hoffenheim zumindest in einer Kategorie auf Platz 3: Hinter dem Meister aus München und dem VfL Wolfsburg ist die TSG mit 22 Punkten aus zwölf Spielen das drittbeste Auswärtsteam der Liga. In der Heimtabelle belegt Hoffenheim dagegen nur Rang 7, was eine noch bessere Platzierung in dieser Saison verhinderte.

Im Kampf um einen Titel befindet sich erneut TSG-Angreiferin Selina Cerci. Die 25-Jährige, die sich bereits in der vergangenen Saison die begehrte Trophäe mit 16 Treffern gemeinsam mit Lineth Beerensteyn teilte, setzte sich durch ihren Führungstreffer gegen die Bayern an die alleinige Spitze der Torjägerinnenliste mit 16 Toren. Dazu hat die DFB-Angreiferin bereits sieben Treffer vorbereitet und liegt damit auch in der Scorerliste gleichauf mit Pernille Harder von den Bayern in Führung.

Als Cheftrainerin fungiert seit Januar Eva-Maria Virsinger, die zuvor fünf Jahre als Co-Trainerin und Scout beim VfL Wolfsburg arbeitete. Die 31-Jährige musste in ihrer Anfangszeit direkt den Abgang von Leistungsträgerin Melissa Kössler verkraften, die in der Hinrunde zehn Scorerpunkte in zehn Spielen beitrug und im Winter in die USA wechselte. Nichtsdestotrotz belegt die TSG in der Rückrundentabelle den 5. Platz.

Im Hinspiel, zugleich das erste Aufeinandertreffen beider Vereine, setzte sich die TSG 1899 Hoffenheim vor heimischer Kulisse mit 0:3 aus Sicht der Eisernen durch.

Drei Unionerinnen treffen am Sonntag auf ihren ehemaligen Klub. Judith Steinert bestritt zwischen 2013 und 2022 insgesamt 128 Pflichtspiele für die Profimannschaft der TSG 1899 Hoffenheim. Fatma Şakar lief von 2016 bis 2020 in 69 Zweitliga-Begegnungen für die U23-Mannschaft auf. Zudem war Naika Reissner in der Saison 2021/22 für die U23 der TSG aktiv und absolvierte zwölf Zweitliga-Einsätze.

Das Trainerteam muss am Sonntag auf die Dienste von Alma Aagaard, Anna Aehling, Marina Georgieva, Korina Janež, Athanasia Moraitou, Mariann Noack, Dina Orschmann, Tanja Pawollek und Tomke Schneider verzichten.

„Wir haben in den letzten Wochen sehr gut gearbeitet und fühlen uns daher auf das Heimspiel vorbereitet. Hoffenheim ist eine Mannschaft, die immer wieder gefährlich wird, schnell in die Spitze spielt und aggressiv ist. Für uns gilt es, weiterhin diszipliniert in der Defensive zu agieren, nach vorne unsere Möglichkeiten zu finden und alles reinzuhauen, um die Partie positiv für uns zu gestalten. Wir wollen das letzte Heimspiel der Saison noch einmal genießen“, blickt Ailien Poese auf ihr letztes Heimspiel als Cheftrainerin der Profi-Frauen.

„Im Stadion An der Alten Försterei ist es nicht einfach zu spielen, uns erwartet eine tolle Kulisse. Darauf können wir uns freuen. Union ist kein gewöhnlicher Aufsteiger, mit den Transfers, die sie bereits vor dieser Saison getätigt haben. Da kommt ganz viel Power auf uns zu! Sie haben sich mittlerweile gefunden und gefestigt, spielen eine wirklich gute Rückrunde mit deutlich mehr Punkten, obwohl sie nicht jedes enge Ergebnis für sich entschieden haben“, äußerte sich TSG-Cheftrainerin Eva-Maria Virsinger.

Das Stadion An der Alten Försterei öffnet seine Tore und die Tageskasse um 14 Uhr. Für das letzte Heimspiel der Frauen bietet Union ein spezielles Ticketangebot an. Weitere Informationen dazu sowie zum Rahmenprogramm sind hier zu finden.

Es bestehen weiterhin umfangreiche Verkehrsbeeinträchtigungen im ÖPNV, eine Anreise über die Straßenbahnstrecken “Altstadt Köpenick” ist zudem nur mit dem Schienenersatzverkehr möglich. Allen Besuchern wird daher eine frühzeitige Anreise empfohlen.

Das Spiel wird live auf DAZN und MagentaSport übertragen. Zudem informiert Union im vereinseigenen Live-Ticker über das Spielgeschehen.

Frauen-Bundesliga im Stadion An der Alten Försterei

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