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VfL Bochum 1848 vs 1. FC Union Berlin

Bundesliga, 15. Spieltag

Bochum vs 1. FC Union

Bundesliga, 15. Spieltag

Sa., 16. Dezember 2023, 15:30 Uhr
Vonovia Ruhrstadion
3 : 0
25.300
SR: Sven Jablonski | Assistenten: Sascha Thielert und Jan Seidel, 4. Offizieller: Frank Willenborg

Union unterliegt Bochum 0:3

Spielbericht

Die Bundesligamannschaft des 1. FC Union Berlin verliert beim VfL Bochum das letzte Auswärtsspiel des Kalenderjahres mit 0:3 (0:1). Die Tore für die Gastgeber erzielen Takuma Asano (45.+2), Gonçalo Paciência (54.) und Kevin Stöger (78.).

VfL Bochum: Riemann – Gamboa (86. Passlack), Oermann (64. Loosli), Schlotterbeck, Bernardo – Losilla, Osterhage – Asano (86. Kwarteng), Stöger, Antwi-Adjei (72. Bero) – Paciência (72. Broschinski)

1. FC Union Berlin: Rönnow – Juranović, Knoche, Leite, Roussillon – Haberer (60. Král), Khedira (60. Schäfer) – Volland (75. Aaronson) – Becker (60. Laïdouni), Behrens, Hollerbach (75. Kaufmann)

Personal: Union-Cheftrainer Nenad Bjelica nahm im Vergleich zur Champions-League-Partie gegen Real Madrid zwei Änderungen vor: Für Paul Jaeckel und den angeschlagenen Robin Gosens rückten Benedict Hollerbach und Sheraldo Becker in die erste Elf.

Zuschauer: 25.300

Tore: 1:0 Asano (45.+5), 2:0 Paciência (54.), 3:0 Stöger (78.)

Partie auf Augenhöhe – Asano mit der Führung  

Im finalen Auswärtsspiel vor der Winterpause stockte den Anhängern des 1. FC Union Berlin bereits nach drei Minuten kurz der Atem, als Kevin Stöger nach einer Hereingabe von Christian Gamboa im Strafraum frei zum Kopfball kam und die Kugel knapp neben den rechten Pfosten setzte. Danach entwickelte sich eine temporeiche Partie, in der der letzte Pass bei beiden Teams aber oft zu ungenau geriet. So vergingen bis zur nächsten Möglichkeit fast 20 Zeigerumdrehungen – Angreifer Gonçalo Paciência verfehlte das Ziel nach einer Flanke von der linken Seite per Kopf letztlich deutlich.

Nach einer knappen halben Stunde konnte Paciência im letzten Moment von Jérôme Roussillon am erfolgreichen Torschuss gehindert werden, kurz darauf vereitelte Frederik Rönnow einen Flachschuss von Takuma Asano (31.). Wenig später konnte auch das Team von Nenad Bjelica die erste Chance verbuchen, doch der ehemalige Unioner Keven Schlotterbeck wehrte den Versuch von Janik Haberer kurz vor der Linie ab (33.). Beide Mannschaften agierten auf Augenhöhe, standen aber auch in der Defensive kompakt und ließen in der Schlussphase des ersten Durchgangs kaum noch gefährliche Aktionen zu – bis zur fünften Minute der Nachspielzeit. Nach einer Ecke für Bochum kam die Kugel auf Umwegen zu Asano, der nicht lange zögerte und die Kugel aus kurzer Distanz zum 1:0 in die Maschen hämmerte.

Union vorne wirkungslos – Bochum trifft doppelt

Union startete personell unverändert in die zweite Halbzeit und kam in der 51. Minute zur ersten Gelegenheit, als Robin Knoche den Ball nach einem Eckball zu Kevin Behrens weiterleitete. Der Angreifer probierte es mit einem Fallrückzieher, der jedoch über die Latte ging. Nur drei Zeigerumdrehungen später liefen die Berliner in einen Konter der Bochumer: Keeper Manuel Riemann eröffnete das Spiel mit einem schnellen Abschlag und über zwei Stationen landete der Ball bei Paciência, der gegen die Laufrichtung von Rönnow das 2:0 erzielte. Bjelica reagierte und brachte Aïssa Laïdouni, Alex Král sowie András Schäfer in die Partie, doch die Eisernen wirkten von dem erneuten Rückschlag geschockt und fanden kaum spielerische Lösungen.

Vielmehr waren es die Gastgeber, die weiter ihre Chancen suchten und eine Viertelstunde vor Ablauf der regulären Spielzeit hätte Asano mit einem sehenswerten Seitfallzieher beinahe sein zweites Tor erzielt. Kurz darauf war die Partie so gut wie entschieden: Nach einem Foul von Diogo Leite am eingewechselten Moritz Broschinski entschied Referee Sven Jablonski nach VAR-Prüfung auf Elfmeter. Stöger trat an und versenkte den Ball souverän in der rechten Ecke (78.). Union war zwar weiterhin bemüht, ins Spiel zurückzufinden, doch mehr als eine Kopfballchance von Leite nach einer Ecke (89.) sprang nicht mehr heraus. In der Nachspielzeit war es dann Rönnow, der mit einem starken Reflex gegen Broschinski ein weiteres Gegentor verhinderte. Wenige Augenblicke später beendete Jablonski die Partie und besiegelte die Auswärtsniederlage der Köpenicker.

Stimmen nach dem Spiel

„Wir haben das ganze Spiel überhaupt keinen Zugriff gekriegt. Klar, in der ersten Halbzeit haben wir auch nicht viele gefährliche Chancen zugelassen, sind aber wieder durch einen Standard in Rückstand geraten. Da müssen wir einfach näher am Gegenspieler dran sein sein. Das war ein natürlich beschissener Zeitpunkt für ein Gegentor. Nach der Pause war die Anfangsphase dann noch ganz in Ordnung, aber spätestens mit dem 0:2 ist es dann gerade in Bochum extrem schwer, noch einmal zurückzukommen“, sagte Abwehrspieler Robin Knoche.

„In der ersten Halbzeit haben wir es gar nicht so verkehrt gemacht, aber die zweite Halbzeit war einfach nicht gut. Da hatten wir keinen Balldruck und viel zu große Abstände – damit haben wir es dem Gegner viel zu einfach gemacht. Wenn du die Sachen, die eigentlich vorgegeben sind, nicht umsetzt, wird es schwer, in der Bundesliga ein Spiel zu gewinnen“, kommentierte Rani Khedira die Niederlage.

“Bochum war heute viel besser im Spiel. Sie waren giftig, schneller und auch zweikampfstärker. Das erste Tor vor der Halbzeit war ein richtiger Schock für uns, der auf der anderen Seite viel Energie freigesetzt hat. Für uns wurde es dann umso schwerer. Insgesamt waren wir heute kein Gegner für den VfL”, so Cheftrainer Nenad Bjelica auf der Spieltags-Pressekonferenz.

Ausblick auf die kommenden Tage

Am kommenden Mittwoch um 18:30 Uhr steht für Union das nächste wichtige Spiel gegen einen direkten Tabellenkonkurrenten an. Im Stadion An der Alten Försterei ist dann der 1. FC Köln zu Gast.

Unioner vor wegweisendem Spiel in Bochum

Vorbericht

Die Bundesligamannschaft des 1. FC Union Berlin musste in den vergangenen Tagen die knappe Niederlage gegen Real Madrid schnell aus den Köpfen bekommen, denn bereits am morgigen Sonnabend wartet auf das Team von Nenad Bjelica die nächste Herausforderung. Im Vonovia Ruhrstadion treffen die Eisernen um 15:30 Uhr auf den direkten Tabellenkonkurrenten VfL Bochum 1848.

Die Ausgangslage

Nachdem die Bochumer bis zum zehnten Spieltag auf den ersten Saisonsieg warten mussten, stabilisierte sich das Team von Thomas Letsch in den darauffolgenden Wochen und verlor seit Mitte November nur einmal. Damit steht der Traditionsverein aus dem Ruhrpott mit 13 Zählern auf Rang 14 und hat drei Punkte Vorsprung auf die Berliner, die momentan Platz 15 belegen. Sollte den Eisernen am Sonnabend ein Dreier gelingen, würden Union und Bochum aufgrund der besseren Tordifferenz der Köpenicker die Plätze tauschen.

Der Gegnercheck

Während der Klub aus der Ruhrmetropole in den 80er und 90er-Jahren fast durchgehend in der Bundesliga spielte und als „unabsteigbar“ galt, entwickelte sich der VfL später zur Fahrstuhlmannschaft zwischen der ersten und zweiten Liga. Nach elf langen Jahren in der Zweitklassigkeit gelang in der Saison 2020/21 schließlich die langersehente Rückkehr in die Beletage des deutschen Fußballs. In der Bundesliga gehören die Blau-Weißen zwar stets zum Kreis der Außenseiter, konnten sich aber in den vergangenen zwei Jahren jeweils auf direktem Weg den Klassenerhalt sichern.  

Das Erfolgsrezept unter Trainer Letsch, der vor seiner Karriere als Sport- und Mathelehrer gearbeitet hat, lässt sich mit zwei Begriffen beschreiben: Leidenschaft und Erfahrung. Die Bochumer stellen das älteste Team der Bundesliga (Durchschnittsalter der eingesetzten Spieler 28,2), gewannen bislang die meisten Kopfballduelle (379) und sind extrem zweikampfstark (Platz zwei mit 1.418 gewonnenen Duellen). Allerdings holten sich die Spieler des VfL auch am häufigsten eine gelbe Karte ab (42-mal) und haben mit 74,8 % die schlechteste Passquote im Oberhaus.

Das Wiedersehen

Mittelfeldspieler Janik Haberer spielte in der Saison 2015/16 in Bochum, absolvierte insgesamt 33 Zweitligapartien und erzielte dabei zwei Tore. Zudem trägt Ex-Unioner Keven Schlotterbeck (2019-2020), der eigentlich beim SC Freiburg unter Vertrag steht, seit Januar 2023 auf Leihbasis das VfL-Trikot. Darüber hinaus arbeitet Marc Lettau, der zwischen Mai 2018 und Dezember 2022 bei Union als Assistent des Geschäftsführers Profifußball fungierte, mittlerweile als Sportdirektor in Bochum.

Das Ruhrstadion ist zudem für Union-Legende Torsten Mattuschka ein besonderer Ort: Im August 2014 bestritt der einstige Mittelfeldregisseur und heutige Vereinsbotschafter der Eisernen dort sein letztes Pflichtspiel für Union. Die Partie am dritten Spieltag der Zweitligasaison 14/15 endete 1:1.  

Der direkte Vergleich

Die Bilanz der bisherigen Duelle spricht für die Berliner, die in 25 Partien 13-mal als Sieger vom Platz gingen. Auswärts in Bochum gewann Union zuletzt im Dezember 2021, als Max Kruse beim 1:0 das goldene Tor des Tages erzielte.

Personal

Danilho Doekhi und Robin Gosens stehen am Sonnabendnachmittag verletzungsbedingt nicht zur Verfügung.

Stimmen vor dem Spiel

„Jedes Spiel ist wichtig, aber wenn man gegen einen direkten Konkurrenten spielt, ist es noch ein bisschen wichtiger. Wir werden uns morgen auf Bochums Spielweise einstellen müssen, um etwas mitzunehmen. Wenn wir das tun, sind die Chancen groß, zu gewinnen. Der VfL ist ein aggressiver Gegner, spielt mit viel Pressing und hat immer seine Fans im Rücken. Das gilt es zu adaptieren”, so der Ausblick von Union-Cheftrainer Nenad Bjelica.

“Ich habe Union zuletzt in der Champions League gegen Real Madrid gesehen. Alleine das sagt doch viel. Die Qualität bei Union ist hoch. Wir sind aktuell vor ihnen in der Tabelle und das wollen wir auch nach dem kommenden Spieltag sein”, betonte der Bochumer Coach Thomas Letsch auf der Pressekonferenz im Vorfeld der Begegnung.

Serviceinfos

Rund 1.900 Unioner werden ihre Mannschaft in Bochum unterstützen, Tickets für den Gästeblock sind nicht mehr erhältlich. Wichtige Informationen zum Stadionbesuch in Bochum können hier nachgelesen werden.

Das Spiel wird live auf Sky übertragen, darüber hinaus gibt es einen Audiostream im rbb24 Inforadio und bei rbb24.de. Wie gewohnt informiert Union auch im vereinseigenen Live-Ticker über die Partie.

AFTV Videos

Frederik Rønnow

Frederik Rønnow

ist Spieler des Tages bei unserem Spiel gegen Bochum

Frederik Rønnow

ist Spieler des Tages gegen Bochum

SpielStatistiken

VfL Bochum 1848 vs 1. FC Union Berlin

49 % Ballbesitz 51 %
74 % Passquote 75 %
56 % Zweikampfquote 44 %
22 Torschüsse 9
17 Flanken 17
2 Abseitsstellungen 2
2 Gelbe Karten 2
0 Gelb-Rote Karten 0
0 Rote Karten 0

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Datum Heim Ergebnis Gast