Oh, welch eine Nacht! :-)
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SC Paderborn 07 vs 1. FC Union Berlin

2. Bundesliga, 20. Spieltag

Paderborn vs 1. FC Union

2. Bundesliga, 20. Spieltag

Fr., 03. Februar 2012, 18:00 Uhr
Energieteam-Arena
3 : 2
7.543
Leicht bewölkt

„Es wurde heute nicht zugelassen.“: Union trifft in Paderborn und verliert doch

Spielbericht

Die Mannschaft von Uwe Neuhaus agierte im 4 – 4 – 2 – System mit Raute in folgender Besetzung:
Glinker – Pferzel (90. Mosquera), Madouni (67. Stuff), Menz, Kohlmann – Karl, Quiring (67. Belaid), Ede, Mattuschka - Terodde, Silvio

Vor 7.549 Zuschauern übernahm Union schnell das Kommando. Gleich mit der ersten Offensivaktion hatte Silvio die Führung auf dem Fuß, scheiterte jedoch knapp an Torhüter Lukas Kruse. Erst in der 7. Minute kamen die Paderborner zu einer ersten Angriffsaktion und erhielten prompt einen Elfmeter zugesprochen. Proschwitz verwandelte sicher, doch es spielte weiterhin vor allem Union. In der 14. Minute belohnte sich die Mannschaft von Trainer Uwe Neuhaus. Torsten Mattuschka zirkelte einen Freistoß aus gut 30 Metern ins Paderborner Netz – der verdiente Ausgleich. Bis zur Pause hätte durchaus die Führung herausspringen können, doch mal wurde der davonziehende Ede gerade noch gelegt, dann ein Handspiel der Paderborner im eigenen Strafraum nicht geahndet. So blieb es beim Unentschieden, als Schiedsrichter Robert Kempter zur Halbzeit pfiff.

Der 2. Durchgang sollte der turbulenten ersten Hälfte in nichts nachstehen und brachte in der 50. Minute die Führung der Hausherren durch Brückner, die Meha in der 62. Minute ausbauen konnte. Vorausgegangen waren jeweils strittige Entscheidungen, die jeweils gegen Union gefällt wurden. Doch an aufgeben dachte niemand, der ein rotes Trikot trug und unmittelbar nach dem Uwe Neuhaus mit einem Doppelwechsel frische Kräfte ins Spiel gebracht hatte, leitete Neuzugang Tijani Belaid mit schönem Pass auf Ede einen Angriff ein, den Silvio mit dem Anschlusstreffer abschloss (69.). Union machte weiter Druck und wurde schließlich in der 78. Minute jäh gestoppt, als Kempter Torsten Mattuschka mit Gelb-Rot vom Platz stellte. Bis zur letzten Minute der Nachspielzeit wurde um jeden Meter und jeden Ball gekämpft und der Ausgleich wäre der hochverdiente Lohn gewesen – allein: er fiel nicht mehr.

Uwe Neuhaus hatte seiner Mannschaft am Ende wenig vorzuwerfen: „Wir waren in der ersten Halbzeit die bessere Mannschaft und haben auch in der zweiten Halbzeit ein gutes Spiel gemacht. Wir haben heute alles gegeben und alles versucht, aber es wurde heute nicht zugelassen.“

Am kommenden Samstag geht es nun ohne der gesperrten Kapitän Torsten Mattuschka in das mit Spannung erwartete Duell gegen Dresden. Karten für diese Partie sind jedoch nicht mehr erhältlich, das Stadion An der Alten Försterei ist ausverkauft.

Treffen und punkten: Union zu Gast im Paderborner „Stadion der vernagelten Tore“

Vorbericht

Mit den milderen Winterwochen scheint es vorerst vorbei zu sein. Zweistellige Minusgrade nehmen Mitteleuropa in einen eisigen Würgegriff. Auch im westfälischen Paderborn wird den Eisernen ein frostiger Wind entgegen wehen. Doch schuld daran sind nicht allein die Witterungsbedingungen. Paderborns Trainer Roger Schmidt formte in kurzer Zeit eine Spitzenmannschaft, die in der Liga ganz oben mitspielt. Nach den Niederlagen im Stadion An der Alten Försterei (0:3) und im Anschluss gegen Fürth, blieben die Mannen von der Pader ganze 15 Spiele ohne Niederlage und befinden sich mit drei Punkten Rückstand auf die Tabellenspitze in Lauerstellung. „Für mich ist Paderborn DIE Überraschungsmannschaft der Hinrunde“, bekennt Union-Coach Uwe Neuhaus, der nicht mit einem Leistungseinbruch rechnet: „Sie spielen ohne Furcht offensiv nach vorne. Ich denke, dass bis zum Schluss mit ihnen gerechnet werden muss.“

Derweil stellt sich den Eisernen eine nahezu unlösbar wirkende Aufgabe: Tore schießen in Paderborn. Bisher trafen beide Vereine auf westfälischem Boden ganze vier Mal aufeinander. In keiner einzigen Begegnung gelang den Köpenickern ein Treffer. Den letzten Punkt erstritt Union noch in der 3. Liga und da, wie sollte es anders sein, mit einem torlosen 0:0. „Solche Serien gibt es immer wieder“, wundert sich auch Michael Parensen.

Im letzten Spiel vor der Winterpause war der kampfstarke Mittelfeldspieler nach einem Zweikampf schmerzhaft umgeknickt. Die bösesten Befürchtungen bestätigten sich damals allerdings nicht. Anstelle des zunächst für möglich gehaltenen Knöchelbruchs entpuppte sich die Verletzung als Außenbandriss im Sprunggelenk. „Alles ist gut verheilt, ich habe keine Probleme mehr und bin positiv gestimmt“, blickte Parensen am Mittwoch optimistisch voraus. „Es ist an der Zeit, dass wir diesen Tor-Bann durchbrechen. Erst treffen wir und dann schnappen wir uns die drei Punkte.“

Der Trainer hat bei seiner Mannschaft bereits Vorfreude auf den Wettkampfstart ausmachen können: „Wenn das Flutlicht angeht, beginnt das Kribbeln im Bauch. Ich hoffe, dass wir so die entscheidenden Prozente drauf packen können, die zuletzt noch gefehlt haben“, so Uwe Neuhaus.

Neuzugang Tijani Belaid wird gegen Paderborn bereits im Kader stehen. Darüber hinaus hat der Trainer fast freie Wahl bei der Zusammenstellung der Startelf. Bis auf Fabian Fritsche (Aufbautraining) gibt es im Vorfeld der Partie keine weiteren Ausfälle zu beklagen.

Torsten Mattuschka

Torsten Mattuschka

ist Spieler des Tages bei unserem Spiel gegen Paderborn

Torsten Mattuschka

ist Spieler des Tages gegen Paderborn

SpielStatistiken

SC Paderborn 07 vs 1. FC Union Berlin

3 Gelbe Karten 2
0 Gelb-Rote Karten 1
0 Rote Karten 0

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Datum Heim Ergebnis Gast