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SC Freiburg vs 1. FC Union Berlin

Bundesliga, 15. Spieltag

Freiburg vs 1. FC Union

Bundesliga, 15. Spieltag

So., 13. November 2022, 17:30 Uhr
Europa-Park Stadion
4 : 1
33.800
SR: Deniz Aytekin

Union verliert mit 1:4

Spielbericht

Am 15. Bundesliga-Spieltag verliert der 1. FC Union Berlin beim SC Freiburg mit 1:4. Grifos Dreierpack inklusive zweier Elfmeter sowie ein Platzverweis für Diogo Leite in den ersten 20 Minuten bescheren dem SC eine schnelle Führung. Robin Knoches verschossener Strafstoß verhindert den möglichen Anschluss. Gregoritschs 4:0 vor der Pause kann Sven Michel kurz vor Spielende nur per Ehrentreffer kontern. Zuvor sahen die Zuschauer eine weitaus ruhigere zweite Halbzeit.

SC Freiburg: Flekken - Kübler (69. Sallai), Ginter, Lienhart – Sildillia, Keitel, Höfler (69. Eggestein), Günter - Doan (76. Jeong), Gregoritsch (69. Petersen), Grifo (76. Höler)

1. FC Union Berlin: Grill – Trimmel, Doekhi, Knoche, Leite, Ryerson (76. Gießelmann) – Haraguchi (60. Thorsby), Seguin, Haberer (76. Pantovic) – Becker (46. Jaeckel), Behrens (60. Michel)

Personal: Für das letzte Pflichtspiel des laufenden Kalenderjahres nahm Trainer Urs Fischer vier Änderungen in seiner Startformation vor. Auf den defensiven Außen wechselte Julian Ryerson auf die linke Seite, Christopher Trimmel rückte für Niko Gießelmann in die erste Elf und bespielte die rechte Seite. Im Mittelfeld rückte Paul Seguin für den gesperrten Rani Khedira (5. Gelbe Karte) vor die Abwehr, seinen Platz weiter vorn nahm dafür Genki Haraguchi ein.

Zuschauer: 33.800

Tore: 1:0 Grifo (4.), 2:0 Grifo (6.), 3:0 Grifo (20.), 4:0 Gregoritsch (45.+1), 4:1 Michel (84.)

Torreiche Anfangsphase – Freiburg überrollt Union

Kaum 35 Sekunden waren absolviert, da hatten vereinzelte SC-Anhänger schon den Torschrei auf den Lippen. Verantwortlich dafür war Ritsu Doan, der nach einer Flanke von Christian Günter das Durcheinander im Unioner Strafraum nutzte und noch vor Julian Ryerson an den Ball kam. Sein Zufalls-Abschluss aber stellte FCU-Torwart Lennart Grill vor keine Probleme. Im Nachgang dieser Szene meldete sich allerdings der VAR beim Unparteiischen Deniz Aytekin, der nach Ansicht der Bilder ein Handspiel von Christopher Trimmel bei Günters Hereingabe erkannt hatte. Den gegebenen Strafstoß verwandelte Vincenzo Grifo sicher ins rechte obere Eck (4.). Den Unionern blieb nicht viel Zeit sich zu sammeln, den ersten eigenen Angriff fing der SC geschickt ab und spielte sich über Grifo und Gregoritsch in den Strafraum der Eisernen. Frei vor Grill schob Grifo den Ball dann mühelos zum 2:0 ins Netz.

Gerade einmal sechs Minuten waren absolviert. Wieder nur wenige Sekunden später bekamen die Unioner allerdings selbst die Möglichkeit, aus elf Metern den Anschluss zu erzielen, vorausgegangen war ein Foulspiel an Sheraldo Becker im Strafraum. Unions Abwehrchef Robin Knoche nahm sich der Sache an, traf aber mit seinem Schuss nur den linken Außenpfosten, sodass der Ball ins Toraus ging. Nach diesen intensiven und ereignisreichen ersten zehn Minuten nahmen beide Teams dann etwas Tempo und Zielstrebigkeit aus dem Spiel, sodass dieses sich etwas beruhigte. Diese Phase sollte aber nicht lange anhalten, genauer gesagt nur bis Minute 19, in der es nach einem schnellen Angriff über Doan den nächsten Elfmeter für die Gastgeber gab. Bereits im Strafraum hatte Diogo Leite den Freiburger zu Fall gebracht und sah für eine Notbremse zudem die Rote Karte. Den anschließenden Strafstoß verwandelte Grifo wieder sicher ins linke obere Eck.

Durch die deutliche Freiburger Führung entwickelte sich in der Folge ein Handball-artiges Geschehen, bei eigenem Ballbesitz suchten die Breisgauer geduldig nach der Lücke im Unioner Abwehrverbund und hielten so die Ballbesitzverhältnisse deutlich zu ihren Gunsten. Offensivaktionen der Eisernen ergaben sich ausschließlich durch Ballgewinne und schnelle Konter, wurden jedoch meist schon vor der Mittellinie wieder unterbunden. Kurz vor dem Pausenpfiff erhöhte Michael Gregoritsch sogar auf 4:0. Phillipp Lienhardts Pass in den Raum vor der Abwehr verarbeite Doan präzise und schickte dann Gregoritsch links in den Strafraum. Dieser chippte den Ball über den herauseilenden Grill zum 4:0 ins Tor. Kurz darauf beendete Schiedsrichter Aytekin die erste Halbzeit.

Ruhige Zweite Halbzeit – Union fängt sich und erzielt Ehrentreffer

Nach dem Wiederanpfiff zeigte sich den Zuschauern ein unverändertes Bild. Der SC suchte mit viel Ballbesitz geduldig nach weiteren Möglichkeiten, die Eisernen verteidigten konzentriert und kamen nach Ballgewinnen schnell in die eigene Offensive. Der eingewechselte Morten Thorsby sorgte in Minute 71 für den ersten Torabschluss in Halbzeit Zwei. Eine Flanke von Paul Seguin verarbeitete er kurz im Strafraum und schloss dann kraftvoll ab, Mark Flekken im SC-Tor parierte jedoch sicher. Nach 84 gespielten Minuten zeigte Schiedsrichter Aytekin zum vierten Mal in der Partie auf den Punkt, zum zweiten Mal für die Gäste. Yannik Keitel hatte Danilho Doekhi im eigenen Sechzehner gehalten, Sven Michel verwandelte sicher in die rechte untere Ecke. Ohne Nachspielzeit endete die Begegnung kurz darauf beim Stand von 1:4 aus Sicht der Eisernen.

Stimmen nach dem Spiel

“Die 1. Halbzeit war ein Alptraum. Nach den drei Gegentoren, dem verschossenen Elfmeter und dem Platzverweis war das Spiel im Grunde gelaufen. Danach wollten wir Schadensbegrenzung betreiben. In der Zweiten Halbzeit haben wir es insgesamt besser verteidigt, aber nichtsdestotrotz sind wir alle frustriert”, so ein enttäuschter Paul Seguin nach dem Abpfiff.

“Die Anfangsphase hat uns gekillt. Der verschossene Elfmeter war bitter. Du willst natürlich beim Stand von 0:2 wieder rankommen und versuchst so zu schießen, dass der Torwart auf keinen Fall rankommen kann. Es passte zum heutigen Tag, dass er nicht reingeht”, kommentierte Robin Knoche das Spiel.

"Im Moment schmerzt es sehr, die Art und Weise der ersten Hälfte hat nicht gepasst. Nach der Pause haben wir das Spiel mit Anstand zu Ende gebracht, aber die Enttäuschung ist schon spürbar. Insgesamt haben wir es Freiburg zu einfach gemacht” so Urs Fischer zum heutigen Spiel. Mit Blick auf das Jahr 2022 fiel sein Fazit jedoch sehr positiv aus: “Es ist Wahnsinn, was die Mannschaft in den letzten Monaten geleistet hat. Wir haben 27 Punkte geholt, überwintern im DFB-Pokal und in der Europa League. Die Jungs haben fantastisch gearbeitet.”

Ausblick auf die kommenden Tage

Nach der Partie gegen den SC Freiburg reist die Mannschaft des 1. FC Union Berlin noch am Abend zurück nach Berlin und hat am morgigen Montag, dem 14.11.2022, die diesjährige Mitgliederversammlung als einzigen Punkt auf der Agenda. Am folgenden Dienstag beginnt für die Mannschaft ein dreiwöchiger Urlaub, der mit dem Trainingsauftakt am 05.12.2022 endet.

Union zu Gast beim SC Freiburg

Vorbericht

Das letzte Bundesliga-Duell im Kalenderjahr 2022 ist ein überraschendes Topspiel. Mit dem Sport-Club Freiburg wartet der Drittplatzierte auf den Zweitplatzieren 1. FC Union Berlin. Angestoßen wird die Partie am kommenden Sonntag, dem 13.11.2022 um 17:30 Uhr im Europa-Park-Stadion. Mit Blick auf die Tordifferenz bahnt sich im Breisgau eine Defensivschlacht an.

Der Gegnercheck

Auch Freiburg erlebt aktuell eine historische Saison. Neben dem Achtelfinal-Einzug der Europa League sind die Breisgauer auch in der Bundesliga auf Rekord-Kurs. Mit 27 Zählern nach 14 Partien bestreitet der SCF seine bisher erfolgreichste Bundesliga-Hinrunde aller Zeiten. 

Im Abwehrverbund verortet Freiburg seine größte Stärke. Nach Bayern und mit Union stellen sie mit 16 Gegentoren die beste Defensive der Bundesliga. Ein Grund dafür ist ein alter Bekannter: Zur neuen Saison wechselte Weltmeister Matthias Ginter von Borussia Mönchengladbach zurück in seine Heimat und zu seinem Jugend- und ersten Profiverein. In der aktuellen Saison stand der 28-Jährige in jedem Pflichtspiel auf dem Rasen.

Was Matthias Ginter für die Defensive der Breisgauer ist, bedeutet Vincenzo Grifo für die Offensivabteilung. Der italienische Nationalspieler ist in drei Wettbewerben mit elf Torbeteiligungen an fast einem Drittel aller Freiburg-Tore beteiligt.  

Das Wiedersehen

Auf beiden Seiten leben vor dem Spiel alte Freundschaften auf. Auf Freiburger Seite trifft Keven Schlotterbeck auf ein paar alte Teamkollegen. In der Saison 2019/20 wurde er von den Breisgauern an die Eisernen verliehen und absolvierte 23 Partien für die Köpenicker.

Noch mehr Vergangenes verbindet Janik Haberer mit dem kommenden Gegner. In sechs Jahren stand der 28-Jährige 171 Spiele für den SCF auf dem Platz. In den späten 2010er Jahren trug Haberer dazu bei, dass sich Freiburg dauerhaft in der Bundesliga etablierte. 

Das Personal

Neben den verletzten Spielern Frederik Rönnow und András Schäfer fehlt außerdem Rani Khedira mit einer Gelbsperre. Ansonsten steht Cheftrainer Urs Fischer der gesamte Kader zur Verfügung.

Die Stimme zum Spiel

Urs Fischer sieht im SC Freiburg eines der besten Teams in der Bundesliga: „Freiburg hat ein fantastisches Jahr gespielt. Es ist eine wirklich eingespielte Mannschaft, weil man den Kader weitestgehend zusammenhalten konnte. Sie versuchen, spielerische Lösungen zu finden und den Druck auf die letzte Kette des Gegners zu suchen. Für einen langen Ball sind sie sich auch nicht zu schade und werden auch über Standards immer wieder gefährlich.“

Serviceinfos: 2.100 Unioner im Breisgau

Zum letzten Pflichtspiel des Jahres nehmen gut 2.100 Unioner den langen Weg nach Freiburg auf sich. Die Hinweise zum Stadionbesuch können hier nachgelesen werden.

Das Spiel wird live auf DAZN übertragen. Wie gewohnt informiert Union auch im vereinseigenen Liveticker über die Partie.

AFTV Videos

Sven Michel

Sven Michel

ist Spieler des Tages bei unserem Spiel gegen Freiburg

Sven Michel

ist Spieler des Tages gegen Freiburg

SpielStatistiken

SC Freiburg vs 1. FC Union Berlin

73 % Ballbesitz 27 %
91 % Passquote 73 %
52 % Zweikampfquote 48 %
7 Torschüsse 4
10 Flanken 9
0 Gelbe Karten 1
0 Gelb-Rote Karten 0
0 Rote Karten 1

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Datum Heim Ergebnis Gast