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Eintracht Braunschweig vs 1. FC Union Berlin

2. Bundesliga, 10. Spieltag

Braunschweig vs 1. FC Union

2. Bundesliga, 10. Spieltag

So., 04. Oktober 2015, 13:30 Uhr
EINTRACHT-STADION
2 : 1
22.590
SR: Sascha Stegemann (Niederkassel) | Assistenten: Fischer, Wollenweber, Vierter Offizieller: Schwermer

Mit dem Glück nicht im Bunde: Union unterliegt Braunschweig 1:2

Spielbericht

Für die größte Überraschung sorgte eine Personalie bereits vor dem Anpfiff. Nur eineinhalb Wochen nach seinem Unterarmbruch mit folgender Operation stand Michael Parensen mit geschientem Arm überraschend in der Startelf. So konnte Trainer Sascha Lewandowski seine Mannschaft mit Viererkette in folgender Besetzung auf den Rasen des Braunschweiger Eintracht-Stadions schicken:

Haas – Kessel, Puncec, Parensen, Trimmel (82. Korte) – Zejnullahu (82. Quaner) – Brandy, Daube, Kreilach, Skrzybski (78. Redondo) – Wood

In der Anfangsphase des Spiels glänzten beide Mannschaften mit taktischer Disziplin. Kaum Torchancen dafür aber intensive Zweikämpfe sahen die 22.590 Zuschauer. Eine Freistoßflanke auf den Kopf von Mirko Boland sorgte dann für die Führung der Gastgeber (16.). Der Kopfball flog im hohen Bogen ebenso über Torhüter Daniel Haas hinweg wie über die Torlinie. In der Folge zeigten sich die Köpenicker angriffslustiger. Als Sören Brandy von BTSV-Keeper Rafal Gikiewicz von den Beinen geholt wurde, sorgte der Ex-Braunschweiger Kessel vom Punkt für den 1:1-Ausgleich (27.). Das Spiel war nun erwacht und bot interessante Fußballkost. Mehrfach fehlte den Gästen nur ein halber Meter bei den Pässen in die Spitze, um die Führung zu erzielen. Die beste Chance dazu hatte Bobby Wood, der sich den Ball etwas zu weit an Keeper Gikiewicz vorbeilegte (37.). Pünktlich ging eine intensiv geführte Partie beim Halbzeitstand von 1:1 in die Pause.

Nach dem Wiederanpfiff blieb das Duell zunächst sehr zerfahren. Zahlreiche Ballverluste und kleinere Fouls ließen Spielfluss kaum entstehen. Mit zunehmender Spieldauer übernahmen die Gäste jedoch die Spielkontrolle. Die größte Chance zur Führung vergab in dieser Phase Bobby Wood, der sich wunderbar um Gegenspieler Ken Reichel drehte, aus acht Metern Torentfernung dann aber etwas in Rücklage geriet und den Ball deshalb mit voller Wucht über den Querbalken feuerte (55.). Es schloss sich eine unwiderstehliche Drangphase der Köpenicker an. Viel Ballbesitz und mehrere sehenswerte Stafetten führten jedoch nicht zum zu diesem Zeitpunkt durchaus möglichen und verdienten Führungstreffer für die Berliner. Auf der anderen Seite fasste sich Mirko Boland unvermittelt ein Herz und hatte das Glück, wie schon bei seinem ersten Tor, für sich gepachtet. Die abgefälschte Bogenlampe aus 25 Metern klatschte an die Unterkante der Querlatte und von dort zum 2:1 ins Tor (79.). Die Gastgeber freuten sich verständlicherweise über einen Treffer aus dem Nichts und verteidigten ihre Führung abgezockt bis zum Schlusspfiff.        

„Wir haben nicht so gut in das Spiel gefunden. Taktisch war zwar alles nach Plan, aber mir haben die wesentlichen Basics gefehlt. In dieser Phase wirkten die Jungs einen Tick zu verkopft. Wir sind mit dem 1:1 in die Pause gegangen und legten nach dem Seitenwechsel eine ganz starke Phase hin. Gegen einen Gegner, der kompakt verteidigt, haben wir zwingende Aktionen und richtig gute Chancen herausgespielt. Nach hinten haben wir dagegen wenig zugelassen. Die Mannschaft weiß, dass sie viel richtig gemacht hat und doch steht sie mit leeren Händen da. In der Fülle an unglücklichen Niederlagen habe ich das auch noch nie erlebt. Aber für uns ist das Ansporn, noch mehr Gas zu geben“, analysierte Sascha Lewandowski nach dem Ende des Spiels.  

Am kommenden Wochenende legt der deutsche Profifußball bedingt durch die Länderspiele eine Zwangspause ein. Chefcoach Lewandowski testet seine Mannschaft daher am Donnerstag, dem 08.10.2015 gegen den dänischen Zweitligisten FC Fredericia. Anpfiff im Stadion An der Alten Försterei ist um 19:30 Uhr.

„Ein schmaler Grat“: Union braucht Balance in Braunschweig

Vorbericht

Nein, Eintracht Braunschweig sei nicht in der gleichen Situation wie seine eigene Mannschaft, betonte Sascha Lewandowski. „Uns fehlen vier bis fünf Spieler, Braunschweig ein bis zwei. Das ist ein deutlicher Unterschied“, so der Union-Trainer, der nach Michael Parensen (Armbruch), Fabian Schönheim (Sehnenanriss), Adrian Nikci (Aufbautraining) nun definitiv auch auf Toni Leistner (Muskelfaserriss) verzichten muss. Maximilian Thiel, der am Dienstag mit der Mannschaft trainierte, absolvierte am Mittwoch ein separates Programm. Strukturell seien keine neuen Probleme aufgetreten, doch volles Mannschaftstraining konnte der junge Offensivakteur noch nicht absolvieren. „Wir werden bei Maxi das Tempo herausnehmen, Verletzungen brauchen Zeit“, so Coach Lewandowski.

In der Trainingswoche legte das Trainergespann den Fokus daher vorwiegend auf die Erarbeitung von Alternativen. So prüfte Trainer Lewandowski die Eignung von Stephan Fürstner auf einer der vakanten Abwehrpositionen. „Das sah im Training richtig gut aus“, attestierte Chefcoach Lewandowski. Die erfolgreich geprobten Planspiele könnten aber ins Leere laufen. Schuld daran ist eine Sprunggelenksverletzung, die sich der 28-Jährige zuzog. „Wir müssen gucken, ob Stephan eine Alternative sein kann. Eine kleine Restchance gibt es“, drückt Sascha Lewandowski dem Mittelfeldstrategen die Daumen.

Mit Eintracht Braunschweig treffen die Köpenicker auf einen Gegner, der vor kurzem als Mannschaft der Stunde galt. Aus den vorangegangenen fünf Spielen holten die Niedersachsen bei 16:0 Toren stolze 13 Punkte. Beenden konnte diesen Höhenflug die Spielvereinigung Greuther Fürth am letzten Montag (0:1). „Sie haben gegen gut aufgelegte Fürther verloren, das Gefühl kennen wir. Das ändert aber nichts daran, dass Braunschweig eine zu Recht ambitionierte Mannschaft ist. Sie sind stabil, haben eine gute Linie und sind aufgrund ihrer Kompaktheit wahnsinnig schwer auszuspielen“, warnt Trainer Lewandowski eindringlich vor der Elf von Trainer Torsten Lieberknecht.

Die Schwierigkeit der Aufgabe wird in der Herstellung einer guten Balance zwischen offensiver Durchschlagskraft und defensiver Achtsamkeit bestehen. „Es wird ein schmaler Grat. Wir müssen Druck aufbauen, um zu Torchancen zu kommen. Dabei dürfen wir aber nicht nachlässig werden und Räume für den Gegner freigeben“, fordert der gebürtige Dortmunder.

Der Gästebereich des Eintracht-Stadions ist bis auf den letzten Platz ausverkauft. Somit werden über 2.300 Unioner für eine starke Unterstützung sorgen, welche die Elf von Sascha Lewandowski möglichst zu den nächsten Punkten tragen soll. Die Stadionöffnung erfolgt um 11:30 Uhr.

Hingewiesen werden soll an dieser Stelle auf die zu erwartenden Verkehrsbehinderungen durch die Sperrung der Autobahn A2, westlich des Kreuzes Magdeburg. Grund für die Sperrung sind Bauarbeiten an einer Hochspannungsleitung. Beginn der Sperrung ist am Samstag (03.10.) um 06:00 Uhr, aufgebhoben wird die Beeinträchtigung am Sonntag (04.10.) um 14:00 Uhr. Fahrer aus Berlin werden am Autobahnkreuz Magdeburg auf die A14 bis nach Magdeburg-Sudenburg geleitet, wo sie wenden und dann wieder über die A14 bis zur A2 gelangen.

Weitere Informationen hat die Polizeiinspektion Braunschweig in ihrer Faninformation zusammengetragen.

Michael Parensen

Michael Parensen

ist Spieler des Tages bei unserem Spiel gegen Braunschweig

Michael Parensen

ist Spieler des Tages gegen Braunschweig

SpielStatistiken

Eintracht Braunschweig vs 1. FC Union Berlin

3 Gelbe Karten 2
0 Gelb-Rote Karten 0
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