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1. FC Union Berlin vs VfL Bochum 1848

2. Bundesliga, 17. Spieltag

1. FC Union vs Bochum

2. Bundesliga, 17. Spieltag

Sa., 01. Dezember 2012, 13:00 Uhr
An der Alten Försterei
2 : 1
14.373
nasskalt
SR: Christian Dietz | Assistenten: Lothar Ostheimer, Philipp Schmitt | Vierter Offizieller: Norbert Giese

Mit Standards zum Sieg: Union schlägt Bochum mit 2:1

Spielbericht

Im Vergleich zum erfolgreichen Gastspiel in Duisburg nahm Trainer Uwe Neuhaus zwei Veränderungen in der Startelf vor. Kapitän Torsten Mattuschka, der den Anstrengungen der englischen Woche Tribut zollen musste, wurde aufgrund des hohen Kräfteverschleißes vom Trainer zunächst geschont. Für ihn startete Silvio im offensiven Mittelfeld. Ebenso wie Patrick Zoundi, der für Christopher Quiring von Beginn an zum Einsatz kam. Das vielfach erprobte 4-4-2-System sah entsprechend wie folgt aus: 

Haas – Pfertzel, Stuff, Schönheim, Kohlmann – Karl – Zoundi (78.Quiring), Silvio (55. Mattuschka), Parensen – Terodde, Nemec (85.Menz)

Es hatte was von einer gewöhnlichen Trainingseinheit, als das Zweitligaspiel von Schiedsrichter Christian Dietz angepfiffen wurde. Jedes Wort, jedes Kommando war bis auf den letzten Platz im Stadion An der Alten Försterei gut zu verstehen. Der 12.12. warf seinen stillen Schatten auch nach Köpenick. Und dabei hielt die Partie schon früh eine Aktion bereit, welche normalerweise Jubelstürme  im Rund ausgelöst. Nach einem auf den langen Pfosten gezogenen Freistoß von Patrick Kohlmann stieg Markus Karl am höchsten und nickte zum frühen 1:0 ein (3.). Das Publikum schwieg konsequent bis die zwölf Minuten und zwölf Sekunden abgelaufen waren. Die Ruhe vor dem Sturm war endlich gebrochen und mit donnerndem „Eisern Union“ wurde das Führungstor auf den Rängen nachgefeiert. Jedoch stieg nicht nur der Lautstärkepegel an der Alten Försterei an, sondern auch die Formkurve der Gäste, die in der Angangsviertelstunde so gut wie gar nicht stattgefunden hatten. Nach einem Pass von Christoph Dabrowski bewies Zlatko Dedic seine Stürmerqualitäten und erzielte mit der ersten Chance für die Bochumer den überraschenden 1:1-Ausgleich (23.). Nur fünf Minuten später kam es zum nächsten Schreckmoment für Unioner. Der Ball zappelte schon im Netz, als Christian Dietz den vermeintlichen Treffer wegen eines vorangegangen Foulspiels für ungültig erklärte. Beide Mannschaften taten sich in der Folge schwer, Torraumszenen aus dem Spiel heraus zu kreieren. Die Standards der Hausherren blieben indes gefährlich. Erst verpasste Silvio eine erneute Vorlage von Patrick Kohlmann, dann scheiterten Fabian Schönheim an der Mauer und Michael Parensen im Nachschuss (36./37.). Für Trainer Uwe Neuhaus, der fast die gesamte erste Halbzeit stehend und dirigierend verbrachte, kam der pünktliche Pausenpfiff gerade recht, um auf seine Mannschaft nochmals entscheidend Einfluss zu nehmen.

Ohne personelle Wechsel schickten die Trainer ihre Teams zurück auf den Platz, wobei die Eisernen wiederum den besseren Start erwischten. Vermutlich war es den tiefen Temperaturen am ersten Dezembertag geschuldet, dass alle blau-weißen Verteidiger nach einer Kohlmann-Ecke wie angefroren stehen blieben. Der Nutznießer hieß in diesem Falle Adam Nemec. Der robuste Angreifer wuchtete die Kugel ungehindert und unhaltbar zur erneuten Führung ins Bochumer Netz (52.). Drei Minuten später durfte dann auch Torsten Mattuschka in die Partie eingreifen. Der Kapitän ersetzte den gelb-rot gefährdeten Silvio und wurde seiner Aufgabe als Lenker und Denker auch prompt gerecht. Im mit 14.373 Zuschauern gefüllten Stadion An der Alten Försterei versuchte er sich vor allem im Zusammenspiel mit Michael Parensen und setzte den unermüdlichen Kollegen gleich zwei Mal in Szene (61/68.). Wirklich Zwingendes blieb jedoch aus, was auch bis zur 83. Spielminute so blieb. Ein Schuss von Simon Terodde zischte knapp am Kasten von Philipp Heerwagen vorbei und hielt die Spannung weiterhin hoch. Kevin Scheidhauer hatte in der 90. Minute dann nochmal den Ausgleich auf dem Fuß, scheiterte aber am hervorragend reagierenden Daniel Haas, der die Kugel von der Linie grätschte und seiner Mannschaft die drei Punkte festhielt.

Unkommentiert wollte Trainer Uwe Neuhaus die Aktion der Fans zum 12.12. nicht stehen lassen: „Die ersten zwölf Minuten waren natürlich katastrophal. Ich würde wieder Elektriker werden, wenn das immer so wäre. Es war nicht die Atmosphäre, die wir hier kennen und gewohnt sind.“ Zum Spiel hatte der Coach dann eine differenziertere Meinung: „In der ersten Halbzeit hatten wir zwar mehr Ballbesitz, aber die ganz großen Torchancen eben doch nicht. Wenn wir dann das zweite Tor kriegen, wird es für die Spieler auch vom Kopf her schwierig“, analysierte der Neuhaus die ersten 45 Minuten. „In der zweiten Halbzeit haben wir ganz ordentlich gespielt, ohne dabei zu glänzen. Ob es nun Standards waren, die zu den Toren geführt haben, ist mir letztlich egal. Wir haben eiskalt zugeschlagen und sind der glückliche und dabei nicht unverdiente Sieger“, so der Trainer zum ersten Heimerfolg seit drei Spielen. 

Am nächsten Wochenende beginnt bereits die Rückrunde. Dann empfängt der 1. FC Union Berlin zum Spieltagsauftakt die Mannschaft vom 1. FC Kaiserslautern im Stadion An der Alten Försterei. Das Spiel wird am Freitag, den 07.12.2012, um 18:00 Uhr angepfiffen.

„Wir müssen nachlegen“: Union will Heimsieg gegen Bochum

Vorbericht

Nach dem Abpfiff in der Duisburger Schauinsland-Reisen-Arena herrschte Freude über den zweiten Auswärtssieg der Saison. Seit nunmehr fünf Spielen in Serie ist der 1. FC Union Berlin auf den auswärtigen Plätzen ohne Niederlage. Dass es sich um eine achtbare Statistik handelt, ist unstrittig, auch wenn Mittelfeldmann Markus Karl das Zustandekommen einzuordnen weiß: „Einen Preis für Schönspielerei haben wir uns nicht verdient, aber das interessiert mich nicht. Wichtig sind nur die drei Punkte. Es lügt sich niemand in die Tasche und würde behaupten, dass es sich um einen Glanzsieg gehandelt hat“, so der 26-jährige Vilsbiburger. „Wir haben auch schon schlechter gespielt und verloren“, so Karl.

Zum Abschluss der englischen Woche empfängt das Team von Uwe Neuhaus am Sonnabend nun den ins Straucheln geratenen VfL Bochum in Berlin-Köpenick. Die Elf aus dem Ruhrgebiet würde drei Punkte bitter benötigen, will man das Tabellenmittelfeld nicht aus den Augen verlieren. Trainer Karsten Neitzel plant nach zwei Niederlagen in Folge Umstellungen seiner Mannschaft. „Unser Problem liegt derzeit bei den defensiven Zweikämpfen“, so der gebürtige Dresdner, der als Aktiver des Öfteren als Gast im Stadion An der Alten Försterei Halt machte. Sechs Gegentreffer in 180 Minuten und Tabellenrang fünfzehn lassen die Alarmglocken auch bei Jens Todt klingeln: "Wir müssen den Abstiegskampf annehmen", so der VfL-Sportvorstand.

Die Schwierigkeit bei drei Spielen innerhalb von nur sieben Tagen ist die Einteilung der Kraftreserven, weiß auch Michael Parensen. „Gerade in der englischen Woche ist es schwierig, die Balance zwischen tollem Fußballspiel und kräftesparender, effektiver Cleverness zu finden. Fakt ist, dass wir die letzten drei Heimspiele nicht gewonnen haben, da haben wir schon noch einiges aufzuholen“, findet der kampfstarke Außenbahnspieler der Eisernen, dem noch etwas aufgefallen ist: „Wir sind in der Auswärtstabelle besser als in der Heimtabelle, das gab‘s seit dem ich hier bin auch noch nicht so oft. Da müssen wir nachlegen.“

Dabei ist das Mitwirken des Dauerläufers noch gar nicht sicher. „Ob es klappt, wird sich kurzfristig entscheiden und davon abhängen, inwiefern ich die zwei Tage bis zum Spiel regenerieren kann“, so Parensen, der nach langer Verletzungspause noch nicht bei 100 % ist. Felipe Gallegos (Aufbautraining), Roberto Puncec (Sprunggelenk) und Björn Jopek (Faserriss) werden dagegen sicher ausfallen. Bei Björn Kopplin bleibt nach dessen Nasenbeinfraktur eine Restchance auf die Kaderzugehörigkeit gegen seinen Ex-Verein. Entscheidend wird sein, wie der 23-Jährige mit der speziell angefertigten Gesichtsmaske zurecht kommen wird.

1. Dezember: Welt-Aids-Tag

Das Stadion An der Alten Försterei öffnet um 11:30 Uhr seine Tore. Anlässlich des Welt-Aids-Tages am 1. Dezember tragen die Mitarbeiter des Vereins und der Stadiongesellschaft zum Spiel die berühmte rote Schleife. Zudem werden sie gemeinsam mit Vertretern der Berliner Aidshilfe e.V. und der AG Queer des Stadtbezirks Treptow-Köpenick Informationsmaterial in den Eingangsbereichen des Stadions verteilen. Des Weiteren besteht  die Möglichkeit, zugunsten der Berliner Aidshilfe e.V. zu spenden.

Daniel Haas

Daniel Haas

ist Spieler des Tages bei unserem Spiel gegen Bochum

Daniel Haas

ist Spieler des Tages gegen Bochum

SpielStatistiken

1. FC Union Berlin vs VfL Bochum 1848

1 Gelbe Karten 3
0 Gelb-Rote Karten 0
0 Rote Karten 0

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