Um diese Zeit isset hier ziemlich leer.
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1. FC Union Berlin vs SC Paderborn 07

2. Bundesliga, 11. Spieltag

1. FC Union vs Paderborn

2. Bundesliga, 11. Spieltag

So., 28. Oktober 2012, 13:30 Uhr
An der Alten Försterei
0 : 1
15.738
Heiter
SR: Harm Osmers
Assistenten: Stefan Trautmann, Tim Skorczyk
Vierter Offizieller: Norbert Giese

Kurz nicht aufgepasst: Union unterliegt Paderborn 0:1

Spielbericht

Zum sechsten Mal meldete das Stadion An der Alten Försterei einen ausverkauften Heimbereich. Gegen den Tabellennachbarn von der Pader veränderte Uwe Neuhaus vor 15.738 Zuschauern seine Startelf auf nur einer Position. Als zweiter Innenverteidiger neben Christian Stuff rückte nach seiner Rotsperre Linksfuß Fabian Schönheim für Roberto Puncec in die Anfangs-Elf:

Haas – Pfertzel, Stuff, Schönheim, Kohlmann – Karl – Quiring (76. Zoundi), Jopek – Mattuschka (79. Belaid) – Nemec (68. Skrzybski), Terodde

Die ersten Spielszenen gehörten Union und Paderborn zu gleichen Teilen. Weder die Gäste, noch die Gastgeber versteckten sich. Die erste Torchance hatte dann aber die von Stephan Schmidt trainierte Elf aus Nordrhein-Westfalen. Einem schnellen Tempogegenstoß schloss sich die Körpertäuschung von Tobias Kempe gegen Patrick Kohlmann an. Dem Außenristschuss aus spitzem Winkel fehlte aber der notwendige Effet, sodass der Ball knapp am langen Pfosten vorbeistrich (11.). Das Tempo der Partie war hoch, doch konnte Union die zuletzt oft gezeigte Dominanz in der Anfangsviertelstunde nicht auf den Platz bringen. Erst durch einen Standard kamen die Platzherren erstmalig gefährlich vor das Paderborner Tor, allerdings geriet der Kopfball von Markus Karl einen Meter zu hoch (18.). Aber Paderborn blieb aggressiv und hätte durch Diego Demme in Führung gehen müssen. Teufelskerl Daniel Haas sah das anders und parierte den Schuss aus fünf Metern im Stile eines Weltklasse-Torhüters (23.). Auf der Gegenseite bediente wenig später Taktgeber Torsten Mattuschka von links Christopher Quiring im Zentrum, der das Spielgerät wenige Zentimeter rechts am Tor vorbeischob (27.). Auch Adam Nemec machte auf sich aufmerksam. Anschließend an die Flanke von Sturmpartner Simon Terodde bugsierte der Slowake das Leder per Drehschuss leider nur in die Arme von Paderborns Keeper Lukas Kruse (32.). Union erarbeitete sich in der Folge ein Chancenplus. Es war Linksverteidiger Patrick Kohlmann, der nach feinem Hackentrick von Björn Jopek hauchdünn am Tor vorbeischoss (39.). Und auch an den Heber von Torsten Mattuschka bekam Lukas Kruse noch seine Finger heran (42.). So ging es nach unterhaltsamen 45 Minuten torlos zum wärmenden Pausentee.

Unverändert begannen beide Formationen das Spiel nach dem Kabinengang. Vorteile für eine der beiden Parteien waren nach dem Seitenwechsel zunächst nicht zu erkennen. Paderborn versuchte früh den Spielaufbau Unions zu unterbrechen. Bis zur 55. Spielminute gelang das ordentlich, dann aber war Adam Nemec nach Doppelpass mit Simon Terodde ganz nah dran an seinem ersten Streich, bekam mittig vor dem Kasten jedoch keinen Druck auf das Leder. Torszenen blieben in der Folge rar. Die Kontrahenten neutralisierten sich in ihren Bemühungen über weite Strecken. Der erste Fehler unterlief dann Union. Deniz Naki setzte sich im Strafraum gegen Patrick Kohlmann sowie Fabian Schönheim durch und lupfte den Ball über Daniel Haas in die Maschen (75.). Union war nun gezwungen mehr Risiko zu gehen. Die zahlreichen Flanken des eingewechselten Patrick Zoundi verdunkelten zeitweise den Himmel über Paderborns Strafraum, Abnehmer fanden die Hereingaben aber nicht. Der Gastgeber fand trotz der initiierten Schlussoffensive die Lücke im dichten Abwehrverbund bis zum Abpfiff nicht mehr. So hatte Union nach fünf Spielen ohne Niederlage, gegen Paderborn erstmalig wieder das schlechtere Ende für sich.

„Die erste Halbzeit war ausgeglichen. In der zweiten Hälfte haben wir zugelegt und wollten das Spiel unbedingt gewinnen. Man muss aber sagen, dass bei den Chancen, die wir hatten, irgendwann auch mal die Führung herausspringen muss. Da müssen wir den Fehler ganz klar bei uns suchen. Kompliment an Paderborn. Sie haben konzentriert gestanden, weshalb der Sieg auch nicht unverdient war, unsere Niederlage war es nach dem Spielverlauf dagegen schon“, so Trainer Uwe Neuhaus im Anschluss an den Abpfiff.

Für den Pokalauftritt am Mittwoch, 31.10.2012 um 19:00 Uhr bei den Offenbacher Kickers heißt es nun in wenigen Tagen möglichst vollständig zu regenerieren.

Spektakel erwünscht: Union komplettiert Heimspiel-Doppel gegen Paderborn

Vorbericht

Das Team von Uwe Neuhaus hat die Frage nach Fluch oder Segen einer Länderspielpause eindeutig beantwortet. Ein Sieg gegen den FSV Frankfurt genügte, um die tabellarische Aufwärtsentwicklung auch nach der Pause zu bestätigen. Ohne Gegentor gingen nervenaufreibende 90 Minuten zu Ende, die den nächsten Dreier auf das Punktekonto spülten. Müßig zu erklären, dass dieser Weg gegen Paderborn weitergegangen werden soll. Voller Vorfreude erwartet auch Vize-Kapitän Patrick Kohlmann das zweite Heimspiel in Folge: „Zuhause spielt man immer lieber. Das liegt ein großes Stück an unseren Fans, mit deren Unterstützung wir jetzt schon dreimal hintereinander gewonnen haben“, erklärte der Deutsch-Ire, der diese Serie ausbauen möchte.

Kein leichtes Unterfangen, war gegen in Unterzahl befindliche Frankfurter doch trotz früher Führung ein hoher Kraftaufwand nötig, um die Hessen niederzuringen. Auch Paderborn ist eine Mannschaft, die schon des Öfteren in spektakulären Vergleichen mit Union Zeichen zu setzen wusste. Unvergessen der 3:2-Sieg von Union nach 0:2-Rückstand mit einem Mann weniger auf dem Platz in Liga 3. Oder der Torhagel beim 5:4-Erfolg der Eisernen in der anschließenden Zweitligasaison. „Wenn wir am Ende als Gewinner vom Feld gehen, kann es meinetwegen gern wieder ein Spektakel werden“, bemerkte Patrick Kohlmann treffend, relativierte dies aber umgehend: „Mir wäre ein Sieg ohne Gegentore aber eigentlich viel lieber.“

Uwe Neuhaus ist dafür bekannt, dass er den Blick zurück nicht mag. Lieber verlegt sich Unions Chefcoach darauf, die bevorstehenden Aufgaben in den Fokus zu nehmen. Beim Stichwort Paderborn macht der 52-Jährige bewusst eine Ausnahme: „Ich kann mich sehr gut an das letzte Heimspiel erinnern. Die Resonanz auf das 3:0 blieb bescheiden und jeder empfand das als normal – es war ja schließlich „nur“ Paderborn. Die unglaubliche Serie, die sie bis auf einen Punkt an den Relegationsplatz heran katapultierte, konnte zu diesem Zeitpunkt niemand erahnen“, so Uwe Neuhaus, der aus diesem Grund auch in diesem Jahr davor warnt, den Gegner auf die leichte Schulter zu nehmen. Auch wenn das Team von Stephan Schmidt beinahe zur Hälfte ausgetauscht wurde, hat der neu zusammengestellte Kader schon zeitig in der Saison gefunden. „Sie haben ein gutes Spielsystem und attackieren den Gegner sehr früh. Das Pressing beherrschen sie und sie haben durch die spielstarken und kombinationssicheren Spieler in etwa die gleiche Spielweise wie im letzten Jahr“, so Uwe Neuhaus.

Aus der Serie von fünf Spielen ohne Niederlage im Rücken sollte sein Team genügend Selbstbewusstsein tanken. „Den Gegner früh unter Druck zu setzen, ihn zu Fehlern zu verleiten, ist ein Mittel. Wichtig ist der Wechsel. Es muss uns gelingen, auch in der Defensive kompakt zu stehen, um kein unnötig hohes Risiko zu gehen und immer wieder Druckphasen aufbauen zu können.“

Was die Personalplanung anbelangt, sieht sich Uwe Neuhaus in einer Zwickmühle. Die Rückkehr von Fabian Schönheim nach dessen Rot-Sperre zwingt den Trainer zu Überlegungen. „Vor der Sperre hätte ein Einsatz von Fabian nie in Frage gestanden. Ich muss mir jetzt schon ganz genau überlegen, ob ich die Mannschaft, die erstmalig zu Null gespielt hat, wieder verändere. Gleiches gilt für die Stürmer, die bislang nicht so zahlreich getroffen haben. Im gleichen Atemzug machen Steven Skrzybski und Daniel Ujazdowski fünf Tore in der Regionalliga. Austauschen werde ich den kompletten Sturm nicht, aber es ist durchaus vorstellbar, dass Steven Skrzybski eine Option für die Bank sein wird“, stellte Trainer Neuhaus dem Youngster einen Kader-Platz in Aussicht.

Der Temperatursturz wird am Spieltag bereits berücksichtigt. So befinden sich am Sonntag erstmalig Glühwein und heiße Erbsensuppe im Angebot der Stadionversorgung. Die Stadionzugänge öffnen wie gewöhnlich eineinhalb Stunden vor dem Anstoß um 12:00 Uhr. Restkarten für die Heimbereiche sind ab 10:00 Uhr im Ticketoffice erhältlich.

Christopher Quiring

Christopher Quiring

ist Spieler des Tages bei unserem Spiel gegen Paderborn

Christopher Quiring

ist Spieler des Tages gegen Paderborn

SpielStatistiken

1. FC Union Berlin vs SC Paderborn 07

1 Gelbe Karten 3
0 Gelb-Rote Karten 0
0 Rote Karten 0

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Datum Heim Ergebnis Gast