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1. FC Union Berlin vs FC St. Pauli

2. Bundesliga - 3. Spieltag

1. FC Union vs St. Pauli

2. Bundesliga - 3. Spieltag

So., 26. August 2018, 13:30 Uhr
An der Alten Försterei
4 : 1
22.012
leicht bewölkt, 20 Grad
SR: Sven Jablonski

Union schlägt St. Pauli mit 4:1

Spielbericht

Der 1. FC Union Berlin gewinnt auch das zweite Saisonheimspiel und schlägt die Kiezkicker des FC St. Pauli verdient mit 4:1. Prömel (44.), Gogia (45.+2) und Andersson (57.) brachten die Hausherren komfortabel in Führung, bevor Henk Veerman für den Ehrentreffer sorgte. Mit seinem zweiten Treffer entschied Andersson die Partie endgültig (88.).

1. FC Union Berlin:
Gikiewicz – Trimmel, Friedrich, Hübner, Reichel – Prömel, Schmiedebach, Kroos (77. Zulj)– Hedlund (89. Ryerson), Andersson, Gogia (71. Redondo)

FC St. Pauli:
Himmelmann – Dudziak, Ziereis, Knoll, Buballa (87. Carstens) –Nehring (53. Veerman), Flum – Möller-Daehli, Buchtmann, Neudecker – Diamantakos (61. Sahin)
Schiedsrichter: Sven Jablonski, Tim Skorczyk, Viatcheslav Paltchikov, Roman Potemkin

Zuschauer: 22 012 (ausverkauft)

Tore: 1:0 Prömel (44.), 2:0 Gogia (45.+2), 3:0 Andersson (57.), 3:1 Veermann (71.), 4:1 Andersson (88.)

Bei perfekten Fußballbedingungen und Temperaturen um die 20 Grad starteten beide Teams im restlos ausverkauften Stadion An der Alten Försterei konzentriert und sichtlich bemüht, keine Fehler zu machen. Weder die Eisernen noch die Gäste aus der Hansestadt konnten sich in der Anfangsphase entscheidende Vorteile verschaffen, das Geschehen spielte sich zunächst zwischen den beiden Strafräumen ab. Mit zunehmender Spielzeit wurden die Gäste mutiger und versuchten ihr Glück besonders nach Standards, ohne Rafal Gikiewicz im Tor der Eisernen jedoch in Bedrängnis zu bringen. Die Köpenicker benötigten eine knappe halbe Stunde, um sich offensiv bemerkbar zu machen: Grischa Prömel setzte einen Kopfball nach Trimmel-Flanke jedoch knapp neben den Kasten (30.). Die Eisernen wurden nun stärker und suchten immer wieder den Abschluss, Schüsse von Trimmel und Gogia blockte die Hamburger Defensivabteilung jedoch rechtzeitig. Auch die Gangart auf dem Rasen wurde nun härter, immer wieder musste Schiedsrichter Sven Jablonski eingreifen und die erhitzten Gemüter beruhigen. Kurz vor der Pause belohnte sich der 1. FC Union Berlin schließlich für den betriebenen Aufwand. Nach einem Einwurf von der linken Seite setzte sich Mittelfeldmotor Grischa Prömel im Zweikampf mit Innenverteidiger Marvin Knoll durch und wuchtete die Kugel aus Nahdistanz in die Maschen (44.). Und die Eisernen legten direkt nach: In der Nachspielzeit der ersten Hälfte bekam die Fischer-Elf erneut einen Einwurf im Angriffsdrittel zugesprochen, wieder zeigte sich die Hintermannschaft der Hamburger unsortiert. Akaki Gogia ließ sich nicht zweimal bitten, nutzte die unklare Situation aus und versenkte die Kugel zur 2:0-Pausenführung im Netz.

Nach der Halbzeit kamen die Kiezkicker mit viel Wut im Bauch aus der Kabine, Neudecker verpasste eine Buballa-Hereingabe nur knapp, Stürmer Diamantakos ließ sich den Ball von Union-Keeper Rafal Gikiewicz vom Fuß nehmen. St. Pauli-Trainer Kauczinski brachte mit Veerman einen weiteren Stürmer in die Partie und sendete damit ein klares Signal an seine Mannschaft, weiter nach vorne zu spielen. Doch auch der 1. FC Union Berlin spielte weiter offensiv und zeigte sich im Abschluss eiskalt. Nach Zuspiel von Schmiedebach löste sich Stürmer Sebastian Andersson mit zwei Haken von Gegenspieler Ziereis, anschließend ließ der Schwede St. Pauli-Keeper Himmelmann keine Chance und markierte trocken den Treffer zum 3:0 (57.). Mit dem Drei-Tore-Vorsprung ließen es die Eisernen nun ruhiger angehen, die Köpenicker hatten das Geschehen im Griff und ließen den Ball gut laufen. Trotzdem gelang den Gästen knapp 20 Minuten vor dem Ende der Anschlusstreffer. Der eingewechselte Veerman versuchte sein Glück mit einem Abschluss aus knapp 25 Metern, Innenverteidiger Marvin Friedrich fälschte den Ball unglücklich ab, so dass Rafal Gikiewicz im Tor der Eisernen keine Abwehrchance blieb (71.). Nach dem Treffer zeigten sich die Gäste immer wieder mutig, die Eisernen verpassten es, die Führung sicher zu verwalten und ließen den Hamburgern etwas zu viel Platz im Angriff. St. Pauli drängte auf das zweite Tor, der gut aufgelegte Rafal Gikiewicz wusste das dies jedoch mit tollen Reflexen zu verhindern. Während die Gäste ihr Heil in der Offensive suchten, öffneten sich für den 1. FC Union Berlin Räume zum Kontern. Mit einem schulbuchmäßigen Gegenstoß setzte die Köpenicker Offensive Sebastian Andersson in Szene: Der Schwede ließ sich nicht zweimal bitten, machte den Deckel drauf und besorgte den 4:1-Endstand.

„Die ersten 20 Minuten haben mir nicht so gut gefallen, wir hatten Mühe, in die Zweikämpfe zu kommen, standen allerdings gut und haben nicht viel zugelassen. In der Bewegung mit Ball mussten wir uns steigern, das hat mit der Zeit auch besser geklappt. Bei den stehenden Bällen waren wir heute sehr effizient, es war extrem wichtig für uns, in Führung gehen zu können. Auch das dritte Tor war für uns sehr wichtig. Nach dem Gegentreffer hatten wir ein bisschen Glück und einen sehr guten Torwart, wäre das 3:2 gefallen, wäre das Spiel wieder offen gewesen. In dieser Phase standen wir zu tief. Nach dem 4:1 war ich sehr erleichtert. Wenn man gegen eine so gute Mannschaft wie St. Pauli mit 4:1 gewinnt, ist man in erster Linie auch zufrieden“, so Urs Fischer nach dem Spiel.

Am 4. Spieltag der 2. Bundesliga treten die Profis des 1. FC Union Berlin am Sonntag, dem 02.09.2018 auswärts beim SV Sandhausen an. Der Anpfiff im BWT-Stadion am Hardtwald erfolgt um 13:30 Uhr.

Union empfängt Tabellenführer St. Pauli

Vorbericht

Der 1. FC Union Berlin empfängt im Rahmen des 3. Spieltags der aktuellen Zweitligasaison den FC St. Pauli im bereits ausverkauften Stadion An der Alten Försterei. Ab 13:30 Uhr geht es am Sonntag, dem 26.08.2018 für die Eisernen um die nächsten Ligapunkte.

Guter Start mit Schönheitsfehler: Zwei Liga-Siege, dann Pokal-Aus

St. Pauli ist als einziges Team der 2. Bundesliga mit zwei Siegen in die Spielzeit 2018/19 gestartet und führt dadurch die noch wenig aussagekräftige Tabelle an. Im DFB-Pokal setzte es am vergangenen Wochenende für die Kiezkicker eine bittere 2:3-Niederlage bei Drittligist SV Wehen Wiesbaden, was den guten Saisonbeginn etwas trübte. Aus Sicht von Union-Chefcoach Urs Fischer sei das jedoch kein Grund, die Gäste aus Hamburg zu unterschätzen, im Gegenteil: „Es gibt zwei Möglichkeiten – entweder es belastet und hemmt dich, oder du willst eine Trotzreaktion zeigen. Das macht St. Pauli eher gefährlicher für uns. In erster Linie müssen wir schauen, dass wir unsere Leistung abrufen“, so der 52-Jährige Schweizer auf der Pressekonferenz vor der Partie.

Die Bilanz: Torreiche Duelle und Benefizspiel an der Alten Försterei

Union blieb zuletzt siebenmal in Folge gegen die St. Paulianer ungeschlagen (5 Siege, 2 Remis). Das  letzte Mal punktlos blieben die Rot-Weißen im Oktober 2014, als man sich am Millerntor mit 0:3 geschlagen geben musste. Insgesamt trafen beide Mannschaften 24-mal aufeinander, wobei die Berliner zehnmal als Sieger den Platz verließen. Dazu gab es jeweils sieben Punkteteilungen und sieben Niederlagen. Im Durchschnitt fallen bei Zweitligapartien zwischen Union und St. Pauli mehr als drei Tore pro Spiel, doch es war ein torloses 0:0, das die wohl größte Bedeutung in der gemeinsamen Vergangenheit hat: Am Mittwoch, dem 02.06.2004 gastierte der FC St. Pauli vor 5.152 Zuschauern im Stadion An der Alten Försterei zum Benefizspiel. Die Begegnung war Teil der „Bluten für Union“-Kampagne, mit der sich die Köpenicker letztendlich die Lizenz für die damals drittklassige Regionalliga sicherten.

In der zurückliegenden Saison entschieden die Eisernen gleich beide Spiele für sich: Zunächst besorgte Sebastian Polter in der Nachspielzeit per Kopf den knappen 1:0-Heimsieg (90.+2), bevor in der Rückrunde Simon Hedlund für die zu dem Zeitpunkt bereits in Unterzahl spielenden Unioner zum 1:0-Auswärtserfolg in der Schlussphase traf (80.).

Ausfälle und Rückkehrer: Trainer Fischer kann fast aus dem Vollen schöpfen

Personell ist die Lage bei den Eisernen recht entspannt, wie Urs Fischer auf der Pressekonferenz feststellte. Felix Kroos, der sich bei seinem Kopfballtor zum zwischenzeitlichen 2:1 in Jena verletzte, konnte Mittwochnachmittag wieder voll ins Mannschaftstraining einsteigen. Die Langzeitverletzten Fabian Schönheim und Sebastian Polter sind weiterhin auf einem guten Genesungsweg, verriet Fischer, während er bei Joshua Mees eine stetige Belastungssteigerung ab der kommenden Woche erwarte. Marc Torrejón hat unterdessen individuell trainiert, was auch für Neuzugang Suleiman Abdullahi gilt. Durch den kürzlich aus Hoffenheim ausgeliehenen Robert Žulj besitze man jetzt außerdem noch mehr Alternativen in der Offensive, so Fischer, der sich auf eine mögliche Kadernominierung oder gar einen Startelfeinsatz des 26-Jährigen allerdings noch nicht festlegen wollte.

Anreise- und Ticketinfos: Volles Stadion - keine Tageskassen

Das Duell zwischen Union und St. Pauli ist bereits ausverkauft, daher wird es weder im Gäste- noch im Heimbereich Tageskassen geben. Aufgrund des hohen Besucherandrangs wird die Anreise per öffentlicher Verkehrsmittel oder mit dem Fahrrad empfohlen.

Der Anpfiff unter der Leitung des 38-jährigen Schiedsrichters Sven Jablonski (Bremen) erfolgt um 13:30 Uhr, Stadionöffnung ist um 12:00 Uhr. Wer nicht live mit dabei sein kann, erhält über den Liveticker (ab ca. 60 Minuten vor Spielbeginn) sowie die vereinseigenen Social Media Kanäle aktuelle Infos zur Begegnung.

AFTV Videos

Sebastian Andersson

Sebastian Andersson

ist Spieler des Tages bei unserem Spiel gegen St. Pauli

Sebastian Andersson

ist Spieler des Tages gegen St. Pauli

SpielStatistiken

1. FC Union Berlin vs FC St. Pauli

49 % Ballbesitz 51 %
72 % Passquote 78 %
52 % Zweikampfquote 48 %
10 Torschüsse 10
9 Flanken 16
3 Abseitsstellungen 2
1 Gelbe Karten 3
0 Gelb-Rote Karten 0
0 Rote Karten 0

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Datum Heim Ergebnis Gast