Fünf Neuzugänge im Fokus:
Angekommen im Trainingslager – und im Team
Am zweiten Tag des Trainingslagers der Profi-Frauen des 1. FC Union Berlin in Neuruppin standen zwei öffentliche Trainingseinheiten auf dem Programm. Für die Neuzugänge Leela Egli, Lisanne Gräwe, Jill Janssens, Nelly Smolarczyk und Jella Veit ist es zugleich das erste Trainingslager im eisernen Dress. Die fünf Neuzugänge berichten von ihren ersten Wochen im neuen Verein und davon, wie sie sich in ihrem neuen sportlichen und privaten Umfeld eingelebt haben.
Veit und Gräwe mit Frankfurt-Connection – Janssens schießt Flohmarkt-Schnapper
Mit Lisanne Gräwe und Jella Veit wechselten im Sommer gleich zwei Spielerinnen von Eintracht Frankfurt an die Spree. Die beiden DFB-Nationalspielerinnen teilen sich auch im Trainingslager ein Zimmer. Über ihren Neubeginn bei den Eisernen sagt Innenverteidigerin Veit: „Die ersten Wochen waren natürlich sehr aufregend und von vielen neuen Eindrücken geprägt. Ich war jetzt auch schon ein-, zweimal in der Stadt unterwegs und habe ein bisschen an der Spree gesessen.“ Bei der Eingewöhnung profitiert die 21-Jährige davon, das Leben in einer Großstadt bereits gewohnt zu sein: „Ich komme mit Hamburg ja auch aus einer Großstadt, deswegen kommt mir das schon entgegen.“
Auch Gräwe erhält beim Einleben in der Hauptstadt Unterstützung: „Ich kenne neben dem Fußball noch ein paar Leute, die mir die Stadt ein wenig zeigen können. Das ist bei der Größe Berlins schon ein Vorteil.“ Die Mittelfeldspielerin sieht das Trainingslager als Chance, als Team noch enger zusammenzuwachsen und fühlt sich bereits sehr gut aufgenommen. Mit den Besonderheiten des öffentlichen Nahverkehrs musste sie sich in allerdings noch nicht auseinandersetzen: „Ich bin bisher noch nicht mit den Öffis gefahren, deswegen fehlt mir bislang vielleicht noch so eine typische Berlin-Erfahrung.“
Innerhalb des Vereins erleichtert beiden Spielerinnen zudem die inzwischen große Frankfurt-Verbindung das Ankommen: Mit Anna Aehling, Cara Bösl, Leonie Köster, Tanja Pawollek und Tomke Schneider treffen sie bei Union auf fünf weitere Spielerinnen, die einst das Trikot der Eintracht trugen.
Auch Jill Janssens, die auf guten Kaffee schwört, traf bei Union auf zwei vertraute Gesichter: Amber Tysiak und Hannah Eurlings kennt sie bereits aus ihrer Zeit bei OH Leuven sowie aus der belgischen Nationalmannschaft. Der Einstieg in das neue Team fiel der Außenbahnspielerin insgesamt leicht: „Es ist sehr einfach, in die Mannschaft reinzukommen. Ich habe mich schnell wohlgefühlt.“
In ihrer neuen Umgebung findet sich Janssens zunehmend zurecht: „Köpenick gefällt mir sehr gut. Richtig im Stadtzentrum war ich bisher erst zweimal – zum Kaffeetrinken und auf dem Flohmarkt.“ Dort wurde sie auch direkt fündig und kaufte sich eine Sonnenbrille. Für Staunen sorgte bei ihr hingegen jemand, der auf einem Zebrastreifen mit drei Keulen jonglierte: „Das sieht man in Hoffenheim jetzt nicht.“
Smolarczyk mit Berlin-Expertise – Egli lebt sich bestens ein
Für Torhüterin Nelly Smolarczyk war es hingegen erst der zweite Tag mit ihrer neuen Mannschaft. Die 19-Jährige nahm vor Kurzem an der U19-Europameisterschaft in Bosnien und Herzegowina teil und sicherte sich mit der DFB-Auswahl die Silbermedaille. Daher stieß sie erst mit etwas Verspätung zu den Unionerinnen: „Die Vize-Europameisterschaft war eine tolle Erfahrung. Natürlich wäre ich auch gerne früher bei der Mannschaft gewesen, weil man in einem neuen Team die Leute schnell kennenlernen möchte.“
Trotzdem fühlt sich Smolarczyk bereits nach wenigen Stunden in ihrem neuen Team sehr wohl: „Ich wurde direkt gut aufgenommen, die Mädels sind total lieb. Ich habe auch sofort gemerkt, dass es da ein paar positiv Verrückte gibt.“ Namen wollte sie aus Eigenschutz allerdings lieber nicht nennen. Da ihre Schwester bereits in Berlin lebt, ist ihr die Stadt schon etwas vertrauter. „Köpenick kenne ich noch nicht so gut, aber bei meiner Schwester war ich oft am Mauerpark.“ Im Gegensatz zu Gräwe kennt sie auch die öffentlichen Verkehrsmittel bereits bestens: „Mit der U8 zu fahren, war schon ein Erlebnis.“
Stürmerin Leela Egli erlebte bei ihrem neuen Klub einen nahezu perfekten Einstand: In ihrem ersten Spiel gegen den 1. FFC Turbine Potsdam erzielte sie direkt einen Doppelpack. An diesen gelungenen Auftakt möchte sie während der Woche in Neuruppin anknüpfen. Dabei steht den Unionerinnen mit der Haus Apotheke der offizielle Partner des Trainingslagers zur Seite. Abseits des Platzes teilt sich Egli im brandenburgischen Resort ein Zimmer mit ihrer Landsfrau Lia Kamber. Die beiden Schweizerinnen kennen sich bereits seit ihrer gemeinsamen Zeit in der U15-Nationalmannschaft und sind seitdem regelmäßig Zimmerpartnerinnen. Doch auch das gesamte Team habe ihr das Ankommen sehr leicht gemacht, wie Egli betont: „Ich fühle mich sehr wohl.“
Dennoch ist der Wechsel nach Berlin für die Angreiferin mit einer großen Umstellung verbunden: „Es ist schon sehr anders als Freiburg oder die Schweiz. In Köpenick fühle ich mich aber sehr wohl, dort kenne ich mich mittlerweile auch schon etwas aus.“ Auch kulinarisch kommt Egli in der Hauptstadt bereits auf ihre Kosten: Als begeisterte Matcha-Trinkerin und Liebhaberin von Açaí-Bowls bietet ihr Berlin schließlich reichlich Möglichkeiten.
Wer die Eta-Elf vor Ort erleben möchte, hat nicht nur zum Test gegen Hamburg am Sonnabend um 15 Uhr die Möglichkeit dazu. Bei den öffentlichen Trainingseinheiten sind Zaungäste willkommen:
Zeitplan im Überblick:
Mittwoch | 22.07.2026
öffentliches Training um 10:30 UhrDonnerstag | 23.07.2026
Kein öffentliches TrainingFreitag | 24.07.2026
öffentliches Training um 10:30 Uhr & 16:00 UhrSonnabend | 25.07.2026
Testspiel gegen den Hamburger SV um 15:00 UhrSonntag | 26.07.2026
Rückreise nach Berlin
Die Tagebucheinträge im Überblick: