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TSV 1860 München vs 1. FC Union Berlin

2. Bundesliga, 17. Spieltag

1860 vs 1. FC Union

2. Bundesliga, 17. Spieltag

Sa., 07. Dezember 2013, 13:00 Uhr
Stadion an der Grünwalder Straße
2 : 1
19.000
winterlich kalt
SR: Guido Winkmann | Assistenten: Florian Steuer, Thorben Siewer | Vierter Offizieller: Florian Steinberg

Unverdient! Union unterliegt 1860 München mit 1:2

Spielbericht

Union-Trainer Uwe Neuhaus musste mit Baris Özbek (Rotsperre), Christian Stuff und Fabian Schönheim (beide verletzt) auf drei Spieler verzichten. Der Trainer entschied sich zudem, das System gegenüber dem Pokalspiel gegen Kaiserslautern zu ändern. Neuhaus ließ im bewährten 4 – 2 – 3 – 1-System auflaufen.

Haas – Pfertzel, Eggimann (88. Skrzybski), Puncec, Kohlmann – Kreilach, Parensen – Brandy, Köhler – Mattuschka – Nemec (84. Terodde)

Die Berliner kamen gut in die Partie und ließen den Löwen nur wenig Raum zum Kombinieren. Nach gut zehn Minuten wurden die Bemühungen der Hausherren stärker, doch die Köpenicker ließen vor dem von Daniel Haas gehüteten Kasten nur wenig Gefahr aufkommen. Nach einem Pass von Benjamin Lauth auf seinen Kollegen Moritz Stoppelkamp wurde es erstmals richtig gefährlich im Strafraum der Gäste. Marc Pfertzel hinderte jedoch den Sechziger mit einer beherzten Grätsche am Abschluss (22.). Aber auch die Eisernen kamen in der Offensive zu ihren Aktionen. Eine flache Hereingabe von Sören Brandy verzog Damir Kreilach vom Elfmeterpunkt nur knapp (26.). Das Spiel wurde bis zur Halbzeit kampfbetonter, doch nie hart oder gar unfair. Weitere gute Möglichkeiten bekamen die 18.400 Zuschauer indes bis zur Pause nicht mehr geboten. Mit dem gerechten torlosen Remis ging es in die Pause.

Beide Teams begannen auch die zweiten 45 Minuten sicher in der Defensive. Vor allem das Berliner Innenverteidigerduo Eggimann und Puncec gab eine gute Figur ab. Im Spielaufbau taten sich beide Mannschaften schwer, demzufolge ergaben sich nur wenige Chancen aus dem Spiel heraus. Der Schiedsrichter pfiff in einigen Situationen sehr kleinlich und verteilte bereits in Hälfte eins drei Gelbe Karten auf Seiten der Berliner. In Halbzeit zwei kamen noch vier weitere dazu. Michael Parensen erwischte es innerhalb von acht Minuten zwei Mal mit der Folge, dass der 27-Jährige vorzeitig den Platz verlassen musste (63.). In Unterzahl kamen die Gastgeber kurz darauf aus dem Nichts zum 1:0. Eine Flanke von Moritz Stoppelkamp drückte Kai Bülow per Kopf über die Linie (65.). Trotz Unterzahl und Rückstand kämpften sich die Gäste aus Berlin-Köpenick zurück in die Partie. Einen an Sören Brandy verursachten Strafstoß versenkte Kapitän Torsten Mattuschka sicher zum umjubelten und verdienten Ausgleich. Die Berliner, nun mit Mann und Maus verteidigend, mussten sich dennoch geschlagen geben. Einen falsch entschiedenen Eckball schlug Stoppelkamp auf Dominik Stahl, der die Münchener per Kopf erneut in Führung brachte (86.). Den neuerlichen Rückstand konnten die Berliner nicht mehr ausgleichen.

Ein sichtlich bedienter Uwe Neuhaus wollte auf der Pressekonferenz nicht viele Worte verlieren: „Ich glaube, meine Mannschaft hatte es heute nicht verdient, zu verlieren. Wir haben gegen einen Konkurrenten um den gleichen Tabellenplatz eine gute Leistung gezeigt. Jeder der dieses Spiel gesehen hat, kann sich sein eigenes Urteil bilden“, so der kurze Kommentar des Übungsleiters.

Das erste Rückrundenspiel steht bereits nächste Woche auf dem Programm. Die Köpenicker treten am Samstag, 14.12.2013 auswärts beim VfL Bochum an. Die Partie gegen die Neururer-Elf beginnt um 13:00 Uhr.

Trotzig nach München: Union will Boden gutmachen

Vorbericht

Fünf erfolglose Spielen in Folge trüben derzeit die Laune in Berlin-Köpenick. Das Aus im Pokal war auch für Mario Eggimann keine angenehme Erfahrung. „Der Pokal war eine große Gelegenheit, um etwas Schönes zu erreichen. Die Art und Weise des Ausscheidens hat die Stimmung ein bisschen gedrückt“, so der Schweizer, der die Rolle des Abwehrchefs einnehmen wird. Der erfahrene Innenverteidiger war lange verletzt und stand gegen den 1. FC Kaiserslautern erstmalig wieder in der Startelf.

Der aus Hannover an die Wuhlheide gewechselte Eggimann hat in seiner langen Karriere schon einige schwierige Phasen durchlebt. „Es ist eine Situation, mit der wir uns beschäftigen müssen. Vorher lief alles sehr gut. In den letzten fünf Spielen ist es nicht mehr einhundertprozentig zufriedenstellend“, gibt der 32-Jährige zu. „Ich bin immer der Meinung, dass man solche Dinge nüchtern analysieren und nicht mit zu vielen Emotionen an die Sache herangehen sollte“, so der gebürtig aus Brugg stammende Sommerzugang.

Uwe Neuhaus wendet den Fokus ohne Umschweife auf das anstehende Auswärtsspiel: „Unsere Bilanz dort sieht nicht rosig aus“, bemerkte der Trainer und meint damit die vier zu Buche stehenden Niederlagen in der Allianz Arena seit dem Zweitliga-Aufstieg 2009. Hinzu kommt, dass die Löwen die letzten drei Spiele in der Liga für sich entscheiden konnten. Aber: „Je länger eine Serie dauert, sowohl die Siegesserie der Sechziger als auch unsere Negativserie, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie gebrochen wird.“ Das beste Beispiel sind die Gastgeber selbst. Vor der jüngsten Erfolgsserie gab es für die Löwen sechs Pflichtspiele hintereinander ohne Sieg, davon vier ohne eigenes Tor. Vor drei Wochen sah die Welt für 1860 noch sehr grau aus. Aber durch die Punkte der letzten Wochen hat sich der Gastgeber etwas freischwimmen können. Uwe Neuhaus hat Hoffnung, dass seiner Elf dies ebenfalls gelingen könnte. „Wir sollten den Blick aktuell nicht auf die Tabelle richten, denn der Anblick ist trügerisch“, sagt Unions Cheftrainer und meint damit die enge Punktekonstellation. Mit Siegen und Niederlagen ist viel Bewegung in beide Richtungen möglich. „Es stehen noch drei Spiele bis zur Winterpause aus. Da kann man eine Menge Boden verlieren oder auch gut machen“, so der Hinweis des Cheftrainers.

Das Verletzungspech und die Rotsperre von Baris Özbek zwingen Uwe Neuhaus zu einigen Veränderungen. Eine Lösung für die Ausfälle in der Abwehrreihe gäbe der Profikader her, doch möchte Uwe Neuhaus durch die Ereignisse in den 90 Minuten von München nicht überrascht werden. Als Reaktion auf die Verletzungen von Fabian Schönheim und Christian Stuff nominierte Coach Neuhaus erstmalig Oliver Oschkenat für den 18er-Kader. Der 19-Jährige Defensivspieler bestreitet seine zweite Saison für die U23, kam in 13 Regionalligaspielen zum Einsatz und erzielte ein Tor.

Bedingt durch die schwierige Wetterlage wurde der ursprüngliche geplante Flug gestrichen. Stattdessen trat die Mannschaft nach dem Vormittagstraining per Bus die Reise nach München an. Der Anstoß in der Allianz Arena erfolgt um 13:00 Uhr. Karten für die Partie sind am Spieltag vor Ort erhältlich.

Torsten Mattuschka

Torsten Mattuschka

ist Spieler des Tages bei unserem Spiel gegen 1860

Torsten Mattuschka

ist Spieler des Tages gegen 1860

SpielStatistiken

TSV 1860 München vs 1. FC Union Berlin

0 Gelbe Karten 6
0 Gelb-Rote Karten 1
0 Rote Karten 0

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Datum Heim Ergebnis Gast