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FSV Frankfurt 1899 vs 1. FC Union Berlin

2. Bundesliga, 8. Spieltag

FSV vs 1. FC Union

2. Bundesliga, 8. Spieltag

Mi., 23. September 2015, 17:30 Uhr
Frankfurter Volksbank Stadion
3 : 2
5.011
herbstlich, regnerisch, 14 Grad
SR: Thorben Siewer (Drolshagen) | Assistenten: Frederick Assmuth, Sven Waschitzki | Vierter Offizieller: Tobias Christ

Last-Minute-Niederlage: Union unterliegt dem FSV 2:3

Spielbericht

Union-Trainer Sascha Lewandowski hatte seine Mannschaft gegenüber der Heimniederlage gegen Fürth auf zwei Positionen verändert. Dennis Daube und Raffael Korte rückten für Sören Brandy und Christopher Trimmel ins Team. Im 4 – 1 – 4 – 1-System spielte folgende Elf von Beginn an:

Haas – Kessel, Puncec, Leistner, Parensen (35. Trimmel) – Zejnullahu (68. Quaner) – Korte (58. Brandy), Daube, Kreilach, Skrzybski – Wood

Offensivaktionen waren zu Beginn der Partie regelrecht Mangelware. Beide Mannschaften verstanden es, defensiv sicher und kompakt zu stehen. Erst ein Schuss von Union-Angreifer Steven Skrzybski an den Pfosten des Frankfurter Tores ließe ein Raunen durch das Volksbank Stadion gehen (21.). Die gefährliche Aktion des 22-Jährigen schien die Mannschaft von Sascha Lewandowski gebraucht zu haben. Zusehends übernahmen die Gäste aus Berlin das Kommando auf dem Spielfeld. Bobby Wood war es dann, der die Gäste in Führung schoss. Damir Kreilach legte eine Flanke mit viel Feingefühl für den US-Amerikaner auf. Mit zwei wendigen Finten entledigte er sich seiner Gegenspieler und drückte das Leder aus Nahdistanz über die Linie (39.). Mit der knappen 1:0-Führung im Rücken ging es in die Pause.

Im Vergleich zu den ersten 45 Minuten war der zweite Abschnitt ein Wechselbad der Gefühle. Der FSV Frankfurt kam wie zu erwarten druckvoll aus der Kabine und drehte die Partie in weniger als 180 Sekunden. Nach einem Foulspiel von Roberto Puncec im Strafraum zeigte Schiedsrichter Thorben Siewer auf den Punkt. Der eingewechselte Zlatko Dedic ließ sich die Chance nicht nehmen und überwand Union-Torhüter Daniel Haas zum 1:1-Ausgleich (52.). Nur einen Wimpernschlag später bediente Dani Schahin Shawn Barry, der im Strafraum postiert den Ball unhaltbar in den Winkel schoss (55.). Das Aufbäumen der Eisernen, die in den folgenden Minuten sichtlich geschockt agierten, ließ bis zur Schlussviertelstunde auf sich warten. Eine punktgenaue Flanke von Christopher Trimmel fand dann den völlig freien Kopf von Benjamin Kessel, der den Ball mit vollem Körpereinsatz im Tor unterbrachte (76.). Die Berliner waren nun wieder das spielbestimmende Team und drückten mit Vehemenz auf den Ausgleich. Beste Chancen durch Collin Quaner (78.) und Steven Skrzybski (84.), der wie schon in Hälfte eins am Aluminium scheiterte, verstrichen ohne Erfolg. Stattdessen nutzten die Hausherren die sich einzig bietende Kontermöglichkeit zum 3:2-Siegtreffer. Denis Epstein und Dani Schahin kombinierten sich durch die Berliner-Abwehrreihe. Letzterer beförderte das Leder unhaltbar an Daniel Haas vorbei ins Tor (90. +1).

„Wir sind nicht gut in die Partie gekommen. Es lief dann Mitte der ersten Hälfte besser. Dann waren wir aktiver und schneller. In der zweiten Hälfte bringt uns die Elfmetersituation aus der Spur. Wir haben dann aber ab der 70.Minute wieder ins Spiel gefunden und extrem viel Druck erzeugt. Wir hätten nach dem 2:2 nachlegen können und müssen. Dann würden wir hier sitzen und die Mannschaft loben. Stattdessen stehen wir wieder mit leeren Händen da. Da müssen wir momentan leider durch die Hölle gehen und damit umgehen. Am Samstag müssen wir aber wieder alles mobilisieren und den ersten Heimsieg einfahren“, so ein sichtlich enttäuschter Sascha Lewandowski nach dem Spiel.

Den Eisernen bleiben zwei Tage, um zu regenerieren. Bereits am Samstag, dem 26.09.2015 steht das nächste Pflichtspiel auf dem Programm. Gast im Stadion An der Alten Försterei ist der MSV Duisburg. Die Partie gegen die Nordrhein-Westfalen beginnt um 13:00 Uhr.

Englische Woche in Hessen: Union gastiert am Bornheimer Hang

Vorbericht

Die Pause zwischen der Niederlage gegen Fürth und dem Spiel in der Mainmetropole ist kurz. Zwei Tage hat Unions Cheftrainer Sascha Lewandowski Zeit, um seine Mannschaft mental wieder auf die Gleise zu stellen. „Vieles spielt sich im Kopf ab. Es wird darauf ankommen, wie wir nach der unglücklichen Niederlage agieren werden“, sagte der 43-Jährige vor dem Spiel in Frankfurt. Um das Körperliche macht sich der gebürtige Dortmunder dagegen weniger Gedanken: „Konditionell sollte eine Englische Woche nicht überbewertet werden. Es geht um andere ganz wichtige Punkte, da sich die Spieler überwinden und beißen müssen.“

Doch Trainer Lewandowski ist optimistisch, dass die Heimfahrt vom Auswärtsspiel im Westen der Republik erfolgreich angetreten werden kann. „Was wir am Sonntag in der ersten Halbzeit gesehen haben, war zu diesem frühen Zeitpunkt überraschend. Das Spiel hätte nicht kippen müssen, wir brauchen mehr Konstanz“, so die Analyse von Sascha Lewandowski, der hinzufügt: „Wir wollen von einem Team, dass reagiert, sich ohne Not zurückfallen lässt und dem Gegner den Ball überlässt zu einer Mannschaft werden, die agiert. Das ist ein Prozess, der dauert und bei dem dürfen wir nicht ungeduldig werden.“

Glaubt man der Papierform, kommt das Duell mit dem FSV Frankfurt daher zum genau richtigen Zeitpunkt. Denn gegen keine andere aktuelle Zweitligamannschaft gewannen die Köpenicker mehr Spiele (7) als gegen die Elf vom Bornheimer Hang. Andersherum verloren die Hessen gegen kein aktuelles Team häufiger. Doch lässt diese Statistik tatsächlich konkrete Rückschlüsse? Vermutlich nicht, denn der FSV befindet sich nach eigener Aussage in einem Übergangsjahr. Trainer Tomas Oral muss 16 Neuzugänge einbauen, was sich anfänglich ungünstig auf die Resultate auswirkte. Doch nach drei sieglosen Spielen, holten die Frankfurter aus vier Spielen drei Siege. Zuletzt gewann man in Duisburg mit 1:0. Union-Trainer Lewandowski ist gewarnt und betont: „Wir brauchen eine konzentrierte und motivierte Leistung.“

„Die Situation sieht positiv aus, es gab keine größeren Blessuren“, so Sascha Lewandowski zur personellen Lage. Davon ausgenommen bleiben Maximilian Thiel und Adrian Nikci (beide Aufbautraining), die weiterhin nicht zur Verfügung stehen. Besonders schlimm hat es Fabian Schönheim getroffen. Der Verteidiger wird aller Voraussicht nach bis zur Winterpause ausfallen. Coach Lewandowski: „Das Ziel ist Fabians Einstieg zur Wintervorbereitung. Alles andere wäre schön, aber sehr überraschend.“

Das Frankfurter Volksbank Stadion öffnet um 15:30 Uhr. Tickets sind an den Tageskassen erhältlich.

Michael Parensen

Michael Parensen

ist Spieler des Tages bei unserem Spiel gegen FSV

Michael Parensen

ist Spieler des Tages gegen FSV

SpielStatistiken

FSV Frankfurt 1899 vs 1. FC Union Berlin

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