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1. FC Union Berlin vs SV Sandhausen

2. Bundesliga, 20. Spieltag

1. FC Union vs Sandhausen

2. Bundesliga, 20. Spieltag

Fr., 01. Februar 2013, 18:00 Uhr
An der Alten Försterei
3 : 1
17.532
kalt und trocken
SR: Christian Bandurski
Assistenten: Martin Thomsen, Stefan Glasmacher
Vierter Offizieller: Sascha Thielert

Einstand nach Maß: Özbek trifft - Union gewinnt 3:1 gegen Sandhausen

Spielbericht

Die Stufen und Sitze der neuen Haupttribüne waren blitzblank, als die Tore des Stadions An der Alten Försterei am Freitagabend pünktlich um 16:30 Uhr öffneten. Die Vorfreude auf diesen für den 1. FC Union Berlin historischen Abend war riesig und auch in der Mannschaft zu spüren. Entsprechend unglücklich die Erkrankungen von Christopher Quiring, Daniel Göhlert und Christian Stuff, die das Spektakel so nur vom Bett aus verfolgen konnten. Wie schon im Test gegen Lausanne begann somit Youngster Björn Jopek im rechten Mittelfeld. Auf der zweiten Innenverteidiger-Position begann Fabian Schönheim. In Gänze las sich die Aufstellung im 4 – 4 – 2-Sytem mit Mittelfeldraute wie folgt:    

Haas – Kopplin, Puncec, Schönheim, Kohlmann – Menz – Jopek (66. Özbek), Parensen (89. Zejnullahu) - Mattuschka – Terodde (79. Skrzybski), Nemec

Die Gewöhnungsphase für die Zuschauer und Spieler dauerte lediglich einen gefühlten Wimpernschlag. Erstmals in dieser Saison von vier Stadionseiten angefeuert legten die Eisernen los wie die berühmte Feuerwehr. Die erste Ecke der Begegnung brachte sogleich die Führung der Hausherren. Michael Parensen versenkte den von seinem Kapitän Mattuschka getretenen Standard mit der Innenseite (6.). Die Gäste erstarrten in der Anfangsphase fast ehrfürchtig. Anders die Elf von Uwe Neuhaus, die weiter marschierte und nach Patrick Kohlmanns Flanke durch den Kopfball von Simon Terodde um ein Haar das 2:0 erzielte. Schlussmann Daniel Ischdonat hatte etwas gegen das zweite Gegentor und bereinigte die Situation mit den Fingerspitzen und im Nachfassen (10.). Hans-Jürgen Boysen suchte als Trainer auf Sandhausens Seite nach Lösungen für die drückende Überlegenheit des Gegners. Nach einer halben Stunde war der einzige Aufreger für den Union-Anhang die großzügige Auslegung der Vorteilsregelung durch Schiedsrichter Bandurski. Spielerisch ließen sich die Köpenicker von den Kurpfälzern die Butter nicht vom Brot nehmen. Es war einer dieser geradlinigen Angriffe, an dessen Ende der Abschluss von Simon Terodde am Arm von Marco Pischorn landete. Der Elfmeterpfiff von Christian Bandurski war alternativlos. Kapitän Torsten Mattuschka vollstreckte im Anschluss sicher (32.). Die Sandhäuser Abwehr bröckelte im Angesicht der eisernen Übermacht. Adam Nemec verschonte den mit etwa 100 Personen überschaubar gefüllten Gästeblock, als er in der letzten interessanten Szene der ersten Halbzeit aus zentraler Position per Kopf nur in die Arme von Ischdonat köpfte (39.).

Eine kurze Anlaufzeit nahm sich die Partie nach dem Seitenwechsel. Doch dann knüpfte Union an die Schlagzahl der ersten Hälfte an. Erst köpfte Torsten Mattuschka auf Michael Parensen, der aus spitzem Winkel leicht verzog (54.). Dann flankte der fleißige Linksaußen Parensen in das Zentrum, wo Simon Terodde von Seyi Olajengbesi hart bearbeitet den Fuß nicht rechtzeitig an den Ball bekam (56.). Auf der Gegenseite machte Ex-Herthaner Daniel Beichler mit einer Flanke auf sich aufmerksam, die für den sonst beschäftigungslosen Daniel Haas zur leichten Beute wurde (62.). Dann wurde es magisch im Stadion An der Alten Försterei. Der zwei Minuten zuvor für den ausgelaugten Björn Jopek eingewechselte Baris Özbek nutzte das Durcheinander nach einer Ecke im Fünfmeterraum und netzte nach seinen ersten 120 Sekunden für Union zum 3:0 ein (68.). Ein Traumeinstand! Union nahm in der Folge den Fuß vom Gas und spielte die klare Führung überlegt herunter. Zwei Minuten vor dem Ende kam zudem U19-Talent Eroll Zejnullahu zu seinem Zweitligadebüt, der auf dem Platz den Anschluss durch Julian Schauerte zum 3:1 erlebte, sich kurz darauf zusammen mit seinen Mannschaftskollegen aber dennoch über einen verdienten Sieg freuen durfte.

„Nach der sehr guten Vorbereitung haben uns die Erkrankungen der letzten Tage vor dem Spiel Sorgen gemacht. Deshalb war es wichtig, dass wir von Anfang an ein hohes Tempo gegangen sind und nicht versucht haben, mit den Kräften zu haushalten. Wir wollten das Ergebnis nicht verwalten und haben nachgelegt. Dass wir die Tribüneneröffnung sportlich veredeln konnten, freut uns alle sehr“, zeigte sich Uwe Neuhaus im Anschluss hoch zufrieden über das Ergebnis.

Als nächstes steht für die Mannschaft von Uwe Neuhaus das Derby gegen Hertha BSC an. Am Montag, den 11.02.2012 um 20:15 Uhr gastiert der 1. FC Union Berlin im Montagsspiel des 21. Spieltages im Berliner Olympiastadion.

„Mit einem Sieg die neue Tribüne schmücken“: Uwe Neuhaus will Revanche gegen Sandhausen

Vorbericht

„Da ist Sandhausen etwas historisches gelungen“, erinnert sich Uwe Neuhaus an das Hinspiel gegen die Mannschaft von Trainer Hans-Jürgen Boysen, die im August letzten Jahres noch von Gerd Dais gecoacht wurde. Der SVS schwamm jener Tage auf der Aufstiegs-Euphoriewelle und knöpfte den Eisernen mit seinem ersten Zweitligasieg im heimischen Hardtwaldstadion die Punkte ab.

Seitdem ist der Höhenflug der Kurpfälzer zum dramatischen Sturzflug geworden. Von Platz drei nach dem dritten Spieltag ging es hinunter bis auf den vorletzten Rang. Mit verantwortlich für die sportliche Talfahrt sind die ausbleibenden Auswärtspunkte. In dieser Wertung schauen die Gäste auf eine traurige Null, was allerdings nicht zu falschen Schlussfolgerungen führen sollte, findet Union-Trainer Uwe Neuhaus: „Ich warne nicht nur aus Respektgründen. Es wurde bis auf Seyi Olajenbesi kein Neuzugang verpflichtet. Das bedeutet, dass man Vertrauen in den Kader hat. Sie haben zuletzt gegen Aue und Ingolstadt gepunktet und aus den letzten fünf Spielen sechs Punkte geholt.“

Die Revanche für die 0:2-Niederlage der Hinserie ist von Seiten des Trainers nicht nur gewünscht, sondern auch geplant. Die Winter-Vorbereitung lief für die Profis so gut, wie selten zuvor. Sowohl die Testspiele im spanischen Trainingslager, als auch die Probeläufe in Braunschweig und gegen Lausanne im heimischen Stadion An der Alten Försterei blieben ohne Niederlage und sind daher ein durchaus positiver Fingerzeig.

Bis zum dritten Tag, bevor es gegen Sandhausen ernst wird, schien es eine Vorbereitung aus dem Lehrbuch zu werden, dann erwischte es doch noch einige Spieler. „Das ist schon bitter. Vier Wochen quälen sich die Spieler durch die Vorbereitung und dann schlägt die Grippewelle zu“, brachte Uwe Neuhaus sein Mitgefühl für die kurzfristig erkrankten Christian Stuff, Björn Jopek und Daniel Göhlert zum Ausdruck. Wie die Einsatzchancen des Trios zu bewerten sind, konnte Unions Chefcoach noch nicht sagen und betonte, dass er „kein Versteckspiel betreibe“. Die geschrumpfte Personalstärke resultierend aus den Verletzungen von Silvio und Felipe Gallegos, der Gelb-Sperre von Marc Pfertzel und den hinzukommenden Erkrankungen wird Uwe Neuhaus wohl mit Spielern aus dem erneut mit zwei Sternen zertifizierten Nachwuchsleistungszentrum kompensieren. So werden Spieler aus dem Kader der U23 und der U19 zumindest auf der Bank Platz nehmen. Die Euphorie sei verständlicherweise etwas eingetrübt, bemerkte Uwe Neuhaus, am Siegeswillen seiner Elf verändere sich dadurch nichts, im Gegenteil: „Wir werden versuchen, die neue Tribüne mit einem Sieg zu schmücken“, so der Fußballehrer. 

Karten für die seit dem Beginn der Bauarbeiten im Sommer erstmalig vor vier Zuschauer-Seiten stattfindende Partie, sind an den bekannten Vorverkaufsstellen, im Online-Shop und an den Tageskassen des Stadions erhältlich.

Das Stadion öffnet um 16:30 Uhr, der Anpfiff erfolgt pünktlich um 18:00 Uhr.

Michael Parensen

Michael Parensen

ist Spieler des Tages bei unserem Spiel gegen Sandhausen

Michael Parensen

ist Spieler des Tages gegen Sandhausen

SpielStatistiken

1. FC Union Berlin vs SV Sandhausen

1 Gelbe Karten 1
0 Gelb-Rote Karten 0
0 Rote Karten 0

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