Direktes Duell gewonnen:
U23 siegt auswärts beim FCH
Die U23-Juniorinnen des 1. FC Union Berlin setzten sich am achten Spieltag der Regionalliga mit 4:0 (1:0) gegen den F.C. Hansa Rostock durch. Beim Tabellennachbarn zeigten die Eisernen einen starken Auftritt und gingen nach einer Einzelaktion in Führung. Im zweiten Durchgang schalteten die Köpenickerinnen einen weiteren Gang hoch und gewannen so am Ende hochverdient an der Ostseeküste.
1. FC Union Berlin: Segert – Muysers, Goldmann, Stibal, Oeltze – Seifert (61. Golz), Laidler, Hartmann (46. Hähnel) – Wegner (43. Reichenbach), Clausen (61. Ardic), Okoro (61. Aseko)
F.C. Hansa Rostock: Thiele – Knappe, Schröter, Schröder, Kimmel – Wichmann, Bönsch, Köhler (52. Bergner) – Eliseev (71. Bossow), Lehmann (63. Heinschel), Brunsendorf (63. Hanto)
Tore: 0:1 Laidler (36. Minute), 0:2 Reichenbach (50.), 0:3 Aseko (68.), 0:4 Aseko (90.)
Zuschauer: 150
Pausenführung dank Distanz-Volltreffer
Die Eisernen eröffneten die Partie im Volksstadion, in Sichtweite des Ostseestadions, und es entwickelte sich früh eine intensive Partie. Unions Torfrau Segert zeichnete sich direkt mit einer sehenswerten Parade aus, nachdem die Gastgeberinnen per Kopf zum Abschluss kamen. Auch auf der Gegenseite verpassten es die Köpenickerinnen nur knapp, selbst die Führung zu erzielen: Nach einer schnellen Kombination über rechts kam die Hereingabe an den Elfmeterpunkt. Die eingelaufene Unionerin setzte den Ball jedoch knapp neben das lange Eck.
Nach der fulminanten Anfangsphase nahm die Chancendichte in der Folge etwas ab. Beide Mannschaften neutralisierten sich weitestgehend im Zentrum. Mitte des ersten Durchgangs lag der Ball nach einem hohen Ballgewinn der Rot-Weißen dann im Tor der Hanseatinnen, die Unparteiische entschied jedoch auf Abseits.
Knapp zehn Minuten vor dem Ende des ersten Durchgangs gingen die Köpenickerinnen dann aber doch in Führung: Kapitänin Laidler fasste sich aus zentraler Position ein Herz und traf sehenswert mit dem zweiten Kontakt aus 20 Metern flach ins rechte Eck zur 1:0-Führung. In der Schlussphase gab es dann vereinzelt auch Möglichkeiten für den FCH, die Unioner Defensive zeigte sich jedoch stabil und entschärfte alle Versuche konsequent. Vor dem Halbzeitpfiff gab es bis auf einen verletzungsbedingten Wechsel aufseiten der Unionerinnen keine weiteren nennenswerten Aktionen und so ging es mit dem 1:0 in die Pause.
Auswärtsdreier dank Überlegenheit ungefährdet ins Ziel gebracht
Kurz nach dem Seitenwechsel legten die Eisernen direkt nach: Eine flache Hereingabe von der rechten Seite wurde von den Spielerinnen im Zentrum verpasst. Nutznießerin am zweiten Pfosten war Reichenbach, die völlig unbedrängt zum 2:0 für Union einschieben konnte.
Auf der Gegenseite war im Anschluss auch Unions Keeperin wieder gefordert, entschärfte die Rostocker Versuche jedoch resolut. Union blieb das spielbestimmende Team, stand defensiv stabil und schaffte es immer wieder, gefährlich vor das Tor der Hanseatinnen zu kommen. Dabei erhöhten die Gäste den Druck immer weiter und drängten auf weitere Treffer.
Nach einem vertikalen Kombinationsspiel mit wenigen Stationen wurde die kurz zuvor eingewechselte Stürmerin Aseko per Steilpass auf die Reise geschickt. Die Stürmerin schüttelte ihre Gegenspielerin erfolgreich ab, umkurvte die Keeperin und schob zum 3:0 ein.
Trotz einiger Ballverluste im Aufbauspiel waren die Eisernen auch in den entscheidenden Duellen der Schlussphase immer zur Stelle und ließen wenig aussichtsreiche Möglichkeiten der Rostockerinnen zu. Auf der Gegenseite wurde Stürmerin Aseko nach einem hohen Ballgewinn auf links im Strafraum regelwidrig zu Fall gebracht. Die Gefoulte trat selbst an und versenkte den Elfmeter unten rechts zum 4:0, was zeitgleich der Endstand war, da das Spiel nicht erneut angepfiffen wurde. So fuhren die Eisernen am Ende einen durchgehend ungefährdeten und auch in der Höhe verdienten Auswärtssieg ein und springen in der Tabelle auf den fünften Platz.
Stimme zum Spiel
„In der ersten Halbzeit haben wir uns etwas schwergetan und waren in einigen Aktionen noch zu unsauber“, erklärt U23-Coach Anja Matthes nach dem Spiel. „Im zweiten Durchgang waren wir dann deutlich dominanter, haben viel häufiger die Tiefe attackiert und hatten mehr Aktionen im letzten Drittel. So nehmen wir ein gutes Gefühl und die Bestätigung unserer positiven Entwicklung mit, da wir dem Spiel erfolgreich unseren Stempel aufgedrückt haben. Obwohl gerade zu Beginn nicht alles funktioniert hat, haben wir die Partie konsequent zu Ende gespielt und wurden dafür mit einem klaren Auswärtssieg belohnt“, so Matthes weiter.
Ausblick
Für die U23-Juniorinnen steht ein spielfreies Wochenende in der Liga an, das die Eisernen für ein Testspiel bei der Zweitvertretung des FC Bayern München nutzen. In der Folgewoche geht es am Sonntag, dem 08.11., im Heimspiel gegen den SV Blau-Weiß Hohen Neuendorf um Punkte.