Deutliche 2. Halbzeit:
Effizientes Köln lässt Union keine Chance
Die Profimannschaft der Männer des 1. FC Union Berlin muss im DFB-Pokal eine deutliche Niederlage einstecken und die eigene Pokalreise 2026/27 nach dem 0:5 beim 1. FC Köln beenden. Auf Seiten der Kölner sticht besonders SaÏd El Mala mit zwei Toren (32./60.) und einer Vorlage heraus, darüber hinaus treffen Linton Maina (52.), Isak Johannesson (78.) und Sebastian Sebulonsen (88.).
1. FC Union Berlin: Raab – Haberer, Querfeld, Van den Bosch, Rothe (46. Köhn) – Schäfer (68. Kemlein), Khedira – Jeong (75. Ljubičić), Aebischer – Gray (57. Latte Lath), Skarke (57. Burcu)
1. FC Köln: Schwäbe – Castro-Montes (64. Sebulonsen), Schmied, Simpson-Pusey, Sosa (81. Mensah) – Okon-Engstler (72. Johannesson), Krauß – Maina (72. Thielmann), Moore – Bülter, S. El Mala (81. Heskey)
Personal: Im Vergleich zum zurückliegenden Bundesliga-Spieltag veränderte Cheftrainer Mauro Lustrinelli seine Startelf auf drei Positionen: Matheo Raab ersetzte Frederik Rönnow im Tor, davor rückte Leopold Querfeld für Felix Uduokhai in die Verteidigung. Offensiv wechselte Wooyeong Jeong auf den Flügel, ersetzte dabei Livan Burcu und machte in der Sturmspitze Platz für Startelf-Debütant Mekhi Gray.
Zuschauer: 49.000
Tore: 1:0 S. El Mala (32.), 2:0 Maina (52.), 3:0 S. El Mala (60.), 4:0 Johannesson (78.), 5:0 Sebulonson (88.)
Beide Teams mit hohem Einsatz – Köln mit erstem Treffer
Im historisch ersten DFB-Pokal-Duell beider Mannschaften gingen besonders die Eisernen anfangs mit hoher Intensität zu Werke, pressten die Gastgeber oft sehr hoch und provozierten so immer wieder den langen Pass oder im besten Fall den Ballgewinn. Auch erste Torannäherungen konnte man sich dadurch erarbeiten, blieb aber in Person von Tim Skarke (7.) und Janik Haberer (16.) zweimal erfolglos. Gleiches galt für Ex-Unioner Marius Bülter, der die erste FC-Möglichkeit nach 21 Minuten in die Arme von Rönnow-Vertreter Matheo Raab schickte. Auch vier Zeigerumdrehungen später waren es Raabs Arme, die den Rückstand verhinderten: Linton Mainas Versuch im 1-gegen-1-Duell lenkte er entscheidend an den Pfosten ab.
Im ständigen Hin und Her waren es dann kurz vor der Halbstunden-Marke wieder die Köpenicker, die durch Zeno Van den Bosch kurz von der Führung träumten, Kölns Marvin Schwäbe parierte den Kopfball des Belgiers aber mit einer starken Reaktion.
In einer bis dahin hochintensiven Begegnung sollte der nächste Torschuss dann aber sitzen, aus Union-Sicht jedoch leider im falschen Tor. Einen schnellen Gegenstoß versenkte SaÏd El Mala aus kurzer Distanz unhaltbar im langen Eck (32.). Mit starkem Timing und einem noch besseren Reflex sollte das nächste Duell zwischen dem Torschützen und Unions Raab dann an aber den Torhüter gehen (43.).
Kurz darauf endete die erste Halbzeit beim Stand von 0:1 aus Sicht des 1. FC Union Berlin.
Köln legt früh nach – Union bleibt ohne Treffer
Mit sichtbarem Willen, den Rückstand schnell auszugleichen, begann die Lustrinelli-Elf den zweiten Durchgang; Tim Skarkes Direktabnahme nach Gray-Vorlage landete aber im Außennetz (50.). Wenige Sekunden später lag der Ball hingegen im Tor auf der anderen Seite, nachdem Linton Maina einen Querpass von S. El Mala per Fußspitze über die Linie befördert hatte (52.). Seinen dritten Scorerpunkt an diesem Abend sammelte Kölns Nationalspieler acht Minuten später beim 3:0, als er – diesmal von der rechten Seite angreifend – den Ball unhaltbar ins lange Eck schlenzte.
Nach einer ruhigeren Phase ohne viel Strafraumszenen mussten die Eisernen in Minute 79 auch den vierten Gegentreffer hinnehmen. Isak Johannesson, kurz zuvor eingewechselt, veredelte einen Bülter-Querpass im Fünfmeterraum zur Entscheidung. Ein weiterer FC-Joker, Sebastian Sebulonsen, setzte wenige Augenblicke vor dem Abpfiff mit seinem 5:0 den Schlusspunkt.
Stimmen nach dem Spiel
“Wir sind eigentlich gut reingekommen, aber nach der Halbzeit haben wir komplett den Faden verloren. Wir können uns dafür nur bei unseren Fans entschuldigen. Die Einstellung ist da, aber es war einfach eine schlechte Leistung. Jetzt müssen wir uns aufrichten und es am Sonntag deutlich besser machen”, lautet die Einschätzung von Rani Khedira.
“Die erste halbe Stunde war wirklich gut. Nach der Halbzeit hatten wir dann viele Ballverluste, haben den Fokus verloren und bei Köln war jeder Schuss drin. Für die Zukunft müssen wir Lösungen finden, und zum Glück haben wir in wenigen Tagen ein Spiel gegen den gleichen Gegner”, bewertet Mauro Lustrinelli die Partie.
Ausblick auf die kommende Woche
Bevor am Sonntag im Stadion An der Alten Försterei ab 15:30 Uhr das zweite Duell der Woche gegen den 1. FC Köln ansteht, laden die Profis der Männer des 1. FC Union Berlin ihre Fans und Zuschauer am Freitag ab 11 Uhr zu einer öffentlichen Trainingseinheit ein.