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VfB Stuttgart vs 1. FC Union Berlin

Bundesliga, 9. Spieltag

Stuttgart vs 1. FC Union

Bundesliga, 9. Spieltag

So., 09. Oktober 2022, 19:30 Uhr
Mercedes-Benz Arena
0 : 1
43.250
SR: Bastian Dankert

Union siegt in Stuttgart mit 1:0

Spielbericht

Am 9. Spieltag der laufenden Bundesliga-Saison gewinnt der 1. FC Union Berlin mit 1:0 beim VfB Stuttgart. Das entscheidende Tor des Tages erzielt Paul Jaeckel nach einem Eckball in der 76. Spielminute. In einer ausgeglichenen ersten Halbzeit hat der VfB die besseren Chancen, scheitert aber mehrfach an Fredrik Rönnow. Nach dem Seitenwechsel werden die Unioner spielbestimmender und erzielen durch Abwehrspieler Jaeckel den Siegtreffer. Mit dem Sieg bleibt der 1. FC Union Berlin an der Tabellenspitze.

VfB Stuttgart: Müller – Mavropanos, Zagadou (67. Sosa), Anton, Ito (71. Stenzel) – Karazor (81. Pfeiffer) – Silas (67. Führich), Endo, Ahamada, Tomas - Guirassy

1. FC Union Berlin: Rönnow – Ryerson, Jaeckel, Knoche, Doekhi, Gießelmann – Haraguchi (83. Pantovic), Khedira (83. Seguin), Schäfer (65. Thorsby) – Siebatcheu (65. Behrens), Becker (73. Leweling)

Personal: Gegenüber dem Spiel in der Europa League gegen Malmö FF am vergangenen Donnerstag wechselte Urs Fischer auf drei Positionen. Gegen den VfB nahm der Cheftrainer Kapitän Christopher Trimmel aus der Startelf, für ihn rückte Julian Ryerson auf die rechte Außenbahn. Seinen Platz auf der linken Seite besetzte Niko Gießelmann. In der Abwehrzentrale rotierte Diogo Leite aus der Anfangsformation, für ihn begann Paul Jaeckel. Weiter vorn, in der Mittelfeldzentrale, bekam Janik Haberer eine Pause und machte Platz für Genki Haraguchi.

Zuschauer: 43.250

Tore: 0:1 Jaeckel (76.)

VfB mit besseren Möglichkeiten – Rönnow rettet vor Rückstand

Die ersten Minuten in der Mercedes-Benz-Arena boten zwar keine hochkarätigen Torchancen, waren aber trotzdem nicht weniger intensiv. Beide Mannschaften suchten bei Ballbesitz schnell den Weg nach vorne, insbesondere auf Seiten der Stuttgarter war Silas auf der rechten Außenbahn ein permanenter Unruheherd. Die Defensivreihen beider Teams standen aber kompakt und gut geordnet, sodass alle Angriffsbemühungen spätestens im eigenen Strafraum geklärt wurden. In Minute 14 musste dann Frederik Rönnow zum ersten Mal eingreifen. Hiroki Ito hatte einen Freistoß weit auf den langen Pfosten geschlagen, wo sich Dan-Axel Zagadou gegen Danilho Doekhi durchsetzen konnte und seinen Abschluss per Schulter aus kürzester Distanz auf das Tor der Berliner brachte. Mit einem starken Reflex auf der Torlinie parierte Unions Nummer Eins aber und verhinderte so den Rückstand. Auch an der nächsten torgefährlichen Szene in Spielminute 25 waren Ito und Rönnow beteiligt. Der Japaner wählte bei einem Freistoß aus 30 Metern zentral vor dem Tor den direkten Abschluss und schoss flach aufs linke untere Eck, Rönnow war auch diesmal aufmerksam und parierte sicher. Die Mannschaft der Eisernen versuchte in der Folge über Ballbesitz und längere Passfolgen mehr Ruhe in das Spiel zu bekommen, eigene Abschlüsse gab es auch nach rund 30 Minuten noch keine, zu ungenau waren insbesondere die langen Pässe in die Sturmspitze. Sehr genau war hingegen Tiago Tomas nach 34 Minuten, als seine Flanke von der rechten Seite punktgenau die Stirn von Serhou Guirassy erreichte, dessen Kopfball aber knapp links am Kasten Rönnows vorbei flog. Kurz vor dem Halbzeitpfiff verzeichneten die Unioner ihre ersten beiden Chancen. Zuerst prüfte Paul Jaeckel VfB-Schlussmann Florian Müller nach einem Gießelmann-Freistoß per Kopf, was dieser aber parieren konnte. Der anschließende Eckball landete dann über Umwege bei Niko Gießelmann, welcher die Kugel aus knapp acht Metern artistisch per Fallrückzieher direkt nahm. Am Ende traf er aber nur die hintere Torstange, sodass es kurz darauf mit einem 0:0-Unentschieden in die Kabinen ging.

Union übernimmt Spielkontrolle – Jaeckels Torpremiere bringt die Führung

Abschnitt Zwei begann ähnlich intensiv, wie der Erste aufgehört hatte. Sechs Minuten nach dem Seitenwechsel waren es wieder die Unioner mit einem Abschluss, diesmal nach einer Ecke, als der zweite Ball bei Julian Ryerson zentral vor dem Sechzehner landete, dieser ihn dann aber volley knapp über das Tor der Stuttgarter schoss. Kaum drei Minuten später flog das Leder dann wieder auf den Kasten der Eisernen. Wataru Endo köpfte eine Flanke von Naouirou Ahamada aber zu zentral genau in die Arme von Rönnow, der damit keine Probleme hatte. Die Spieler des VfB versuchten nun ihrerseits den Druck hochzuhalten und verschärften das Tempo, zahlreiche Flanken von den Außenbahnen waren die Folge. Rund um die ersten Auswechslungen beider Teams ab Minute 65 übernahmen dann die Unioner die Kontrolle über das Spiel, der VfB agierte nun sehr abwartend und von hier an auch mit einer Vierer-Kette in der Defensive. Die gesteigerten eigenen Bemühungen belohnten die Gäste kurz darauf in Spielminute 76 mit der Führung. Einen Eckball von Gießelmann köpfte Paul Jaeckel aus sechs Metern kraftvoll ins lange Eck, Torwart Müller war chancenlos. Beinahe hätte die Führung aber nicht lange gehalten, die Stuttgarter nutzten ihre bis dahin beste Möglichkeit aber nicht und letztlich ging der Abschluss von Konstantinos Mavropanos nur an den rechten Pfosten (79.). Zuvor konnte die Union-Abwehr die Situation nach einem Freistoß nicht ausreichend klären, der eingewechselte Kevin Behrens beseitigte schließlich die Gefahr nach dem Pfostentreffer. Wiederum wenige Minuten später mussten die Schwaben den nächsten Rückschlag hinnehmen, nachdem Schiedsrichter Bastian Dankert Guirassy per Gelb-Roter Karte des Feldes verwies (83.). Bereits verwarnt hatte er Morten Thorsby regelwiedrig zu Fall gebracht. Mit Führung und Überzahl im Rücken beschränkten sich die Unioner in der Folge im Wesentlichen auf ihre Abwehrarbeit, einzig Milos Pantovic prüfte VfB-Keeper Müller noch einmal (90.). Paul Seguin bediente ihn im Strafraum, sein direkter Abschluss wurde jedoch von Müller pariert. Das gleiche Schicksal ereilte wenige Sekunden später auch Jamie Leweling, der nach schnellem Umschalten Müller ebenfalls aus der Distanz prüfte. Auch diesen Ball parierte dieser aber sicher. Wenig später endete das Spiel mit 1:0 für den 1. FC Union Berlin.

Stimmen nach dem Spiel

Torschütze Paul Jaeckel nach dem Spiel: “Stuttgart war gut im Spiel, aber hat dann zu wenig daraus gemacht. Am Ende wäre ein Unentschieden vielleicht nicht unverdient gewesen. Letztlich ist es aber egal, wir haben die drei Punkte und fahren damit nach Hause.”

“Die Chance, die wir heute hatten, haben wir genutzt. Unterm Strich stehen da also drei Punkte, damit können wir sehr zufrieden sein. Der Gegner hat uns das Spiel auch sehr schwer gemacht, es war sehr intensiv, aber wir waren darauf gut eingestellt. Am Ende hätten wir auch mit einem 0:0 gut leben können”, so Robin Knoche im Anschluss.

“Unser Spiel gegen Ball hat mir heute sehr gut gefallen, die Mannschaft war präsent, griffig und hat alles reingehauen. In der Abwehr hat sie alles verteidigt und bei den Chancen braucht man vielleicht auch ein wenig Match-Glück, das hatten wir heute. Im Spiel nach vorne waren wir am Anfang etwas unsauber, aber mit der Zeit sind wir immer besser reingekommen. Insgesamt haben die Jungs heute einen tollen Job gemacht”, freute sich Trainer Urs Fischer über den Erfolg.

Ausblick auf die kommenden Tage

Nach zuletzt drei Auswärtsspielen in neun Tagen richtet sich der Blick des 1. FC Union Berlin nun auf eine Phase mit drei Heimspielen in drei unterschiedlichen Wettbewerben. Den Anfang macht der 4. Spieltag in der Europa League-Gruppenphase am Donnerstag, dem 13.10.2022, an dem Malmö FF im Stadion An der Alten Försterei zu Gast ist. Der Anpfiff der Partie erfolgt um 21 Uhr. Bis dahin bleiben der Mannschaft von Trainer Urs Fischer also drei Tage um zu regenerieren und sich vorzubereiten.

Union reist zum VfB

Vorbericht

Nach dem ersten Sieg in der Europa League gegen Malmö FF (1:0) am Donnerstagabend geht es für den 1. FC Union Berlin fast nahtlos weiter. Am Sonntag, dem 09.10.2022 treffen die Eisernen auf den VfB Stuttgart. Die Partie wird um 19:30 Uhr in der Mercedes-Benz-Arena angestoßen.

Unmittelbar nach dem Spiel in Malmö ging es für die Mannschaft des 1. FC Union Berlin zurück nach Berlin. Nur zwei Einheiten standen dem Trainerteam um Chefcoach Urs Fischer zur Verfügung, um Regeneration und Vorbereitung auf das Auswärtsspiel zu gewährleisten. Bereits am heutigen Sonnabend geht es auf die Reise nach Stuttgart.

Der Gegnercheck

Der Motor des Vereins aus der Schwabenmetropole stottert in der Bundesliga noch. Einen Sieg konnte das Team von Cheftrainer Pellegrino Matarazzo noch nicht einfahren. Dafür ist der VfB in Sachen Remis bisher Ligaspitze: Mit fünf Unentschieden fuhr Stuttgart die meisten Punkteteilungen ein und steht so trotz der Sieglos-Serie mit fünf Punkten auf dem Relegationsplatz.

Zur neuen Saison festigte sich der VfB vor allem im Abwehrverbund. Neben Konstantinos Mavropanos und Hiroki Ito – beide wurden nach einem Jahr Leihe fest verpflichtet – holten die Stuttgarter den 21-jährigen Josha Vagnoman vom Hamburger SV und den ablösefreien Dan-Axel Zagadou. Offensiv mussten sie den Last-Minute-Abgang von Sasa Kalajdzic kompensieren. Mit Blick auf Kalajdzics 36 Scorerpunkte in 60 Partien für Stuttgart eine Mammutaufgabe für die neuen Angreifer Luca Pfeiffer, Serhou Guirassy und Juan José Perea. Bisher konnte nur Guirassy zwei Treffer markieren.

Manche nennen es eindimensional, andere nennen es stringent. Abgesehen von einer Partie präsentierte Pellegrino Matarazzo sein Team immer in einem 3-5-2. Borna Sosa und der neue Josha Vagnoman fungieren dabei als Schienenspieler zwischen Dreierkette und Mittelfeld. Zuletzt versuchte sich Matarazzo in einem 4-3-3, in dem Neuzugang Guirassy als einziger Spitze. Auch die Schienenspieler verschwanden, allein weil Sosa und Vagnoman zuletzt ausfielen.

Der direkte Vergleich

Erst achtmal trafen beide Vereine in Pflichtspielen aufeinander, zweimal davon in der berühmten Relegation, die Union den historischen Aufstieg in die Bundesliga brachte. Dort – wie auch in vier weiteren Duellen trennten sich die Teams mit einem Remis. Zu Zweitligazeiten gewann Stuttgart einmal, im Oberhaus war Union im Rückspiel der ersten Bundesligasaison der Gewinner. Mit RB Leipzig sind die Eisernen in der Bundesliga damit das einzige Team, gegen das der VfB noch nicht gewinnen konnte.

Das Personal

Für die Begegnung in Stuttgart stehen alle Spieler zur Verfügung, auch Timo Baumgartl und Tim Maciejewski sind nach ihren mittlerweile negativen Corona-Tests wieder einsetzbar. Kevin Möhwald stieß ebenfalls wieder zum Mannschaftstraining.

Die Stimmen zum Spiel

“Wir haben einen Plan für das Spiel und den wollen wir natürlich umsetzen. Wir müssen immer aktiv und aufmerksam sein. Sicherlich wissen wir auch um die sportliche Situation des Gegners, aber das heißt nicht, dass wir die 90 Minuten auf die leichte Schulter nehmen”, so Unions Trainer Urs Fischer im Vorfeld der Begegnung.

VfB-Trainer Pellegrino Matarazzo vor dem Spiel: „Union ist eine besondere Mannschaft, mit einer fast einzigartigen Spielweise. Sie laufen extrem viel und haben ein sehr gutes Defensivverhalten. Wichtig wird es sein, sich in den vielen Infights durchzusetzen. Wenn man gegen Union nicht bereit ist, zu leiden, hat man keine Chance. Wir dürfen nicht in ihre Stärken reinspielen, selbst gut umschalten und kluge Entscheidungen treffen.“

Serviceinfos

Aufgrund der späten Anstoßzeit am Sonntag erwartet Union knapp 1.000 Mitgereiste auf den Rängen, für die es hier alle relevanten Informationen gibt. Das Spiel wird live auf DAZN übertragen. Wie gewohnt informiert Union auch im vereinseigenen Liveticker über die Partie.

AFTV Videos

Frederik Rønnow

Frederik Rønnow

ist Spieler des Tages bei unserem Spiel gegen Stuttgart

Frederik Rønnow

ist Spieler des Tages gegen Stuttgart

SpielStatistiken

VfB Stuttgart vs 1. FC Union Berlin

52 % Ballbesitz 48 %
80 % Passquote 78 %
53 % Zweikampfquote 47 %
9 Torschüsse 7
21 Flanken 12
2 Gelbe Karten 3
1 Gelb-Rote Karten 0
0 Rote Karten 0

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