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SG Dynamo Dresden vs 1. FC Union Berlin

2. Bundesliga - 3. Spieltag

Dresden vs 1. FC Union

2. Bundesliga - 3. Spieltag

Fr., 09. August 2013, 18:30 Uhr
glücksgas stadion
1 : 3
29.223
Regen
SR: Peter Sippel | Assistenten: Christian Leicher, Markus Schüller | Vierter Offizieller: Thomas Stein

Ein fast perfekter Abend: Union gewinnt in Dresden 3:1

Spielbericht

Unions Cheftrainer Uwe Neuhaus veränderte nach dem Sieg gegen Regensburg das Gesicht der Mannschaft nur auf einer Position. Für den verletzten Steven Skrzybski rückte Baris Özbek wieder in die erste Elf. Jedoch ließ es sich der Trainer nicht nehmen, Dresden mit einem veränderten System gegenüberzutreten. Die Aufstellung im 4-2-3-1-System sah wie folgt aus:

Haas – Pfertzel, Stuff, Schönheim, Parensen – Kreilach, Özbek (74. Kohlmann) – Brandy (80. Quiring), Köhler – Mattuschka (85. Terodde) – Nemec

Beflügelt von der großartigen Kulisse im ausverkauften Glücksgas Stadion übernahmen die Gäste aus Berlin von Beginn an die Spielkontrolle. Die Systemumstellung von Uwe Neuhaus machte sich umgehend bemerkbar. Die Köpenicker erarbeiteten sich das Gros an Spielanteilen und waren im Mittelfeld drückend überlegen. Erste Chancen ergaben sich durch eine Reihe von Standardsituationen. Eine dieser Möglichkeiten führte zur verdienten 1:0-Führung. Torsten Mattuschkas präzisen Eckstoß verwandelte Sören Brandy per Kopf (23.). Den Gastgebern blieb kaum Zeit zum Durchatmen. Nur zwei Minuten später bauten die Berliner ihre Führung aus. Diesmal war es Vorbereiter Torsten Mattuschka selbst, der für den Treffer sorgte. Baris Özbek legte nach toller Balleroberung für seinen Kapitän auf. Der zirkelte den Ball dann aus vollem Lauf von der Strafraumkante unhaltbar in den rechten Winkel des Tores (25.). Die Dresdener wollten sich ihrem Schicksal nicht ergeben und mühten sich um den schnellen Anschluss. Eine Reihe von hochkarätigen Möglichkeiten ließen die Gastgeber jedoch ungenutzt. Dreimal musste ein Berliner auf der Linie klären. Marc Pfertzel (27.) und Baris Özbek (28.), sowie Daniel Haas (27.) mit einem unglaublichen Reflex verhinderten den schnellen Anschlusstreffer. In die Drangphase der Sachsen hinein fiel der dritte Treffer der Köpenicker. Erneut transportierte Baris Özbek den Ball durch das Mittelfeld, sein Zuspiel auf Benjamin Köhler legte dieser für Damir Kreilach ab. Der defensive Mittelfeldspieler zögerte nicht lange und versenkte die Kugel aus gut 20 Metern. Mit dem klaren Drei-Tore-Vorsprung ging es in die Kabine.

Genauso schwungvoll wie die erste Hälfte endete, begann der zweite Spielabschnitt. Dresden-Verteidiger Cheikh Gueye stieg im Mittelfeld übermotiviert von hinten in die Beine von Baris Özbek. Schiedsrichter Peter Sippel zögerte keine Sekunde und verwies Gueye mit der Roten Karte des Feldes (47.). Mit der 3:0-Führung im Rücken und einem Mann mehr auf dem Feld ließen es die Gäste etwas ruhiger angehen. Die Dresdener verbuchten nun mehr Spielanteile, zwingende Chancen erspielten sich die Sachsen jedoch nicht. Erst in der 74. Minute kam Dresden entscheidend vor das Tor der Köpenicker. Die Berliner schafften es in dieser Situation nicht, den Ball aus der Gefahrenzone zu klären. Aus dem Getümmel fiel der Ball Adam Susac vor die Füße. Der Verteidiger hatte keine Probleme, den Ball aus sieben Metern unter die Latte ins Netz zu befördern. Unter den Dynamo-Anhängern keimte nochmals ein kleiner Hoffnungsschimmer, doch die Gäste ließen sich nicht mehr beirren und brachten den Vorsprung ungefährdet ins Ziel.

„Natürlich bin ich hochzufrieden. Wir haben eine hervorragende erste Hälfte gespielt. Sowohl läuferisch als auch spielerisch haben wir am Limit agiert. Unser Ziel war es, Dresden nicht zur Entfaltung kommen zu lassen. Ich denke, das ist uns sehr gut gelungen. Wir waren sicher im Aufbauspiel und haben uns dadurch viele Chancen erspielt. Dass wir bereits mit 3:0 zur Pause führen, hätte sicherlich keiner erwartet. Dass wir dann in der zweiten Hälfte nur noch verwaltet haben, kann ich akzeptieren, wenn wir das Gegentor nicht bekommen hätten. Das hat mich schon maßlos geärgert, ist aber vielleicht das Haar in der Suppe, das man als Trainer sowieso immer findet“, so ein insgesamt zufriedener Uwe Neuhaus nach dem Spiel.

Nach der intensiven Woche mit DFB-Pokal- und Punktspiel haben die Profis des 1. FC Union Berlin nun ein paar Tage mehr Zeit zum Verschnaufen. Das nächste Spiel findet erst am Montag, den 19.08.2013 statt. Das Spitzenspiel des 4. Spieltages gegen Fortuna Düsseldorf wird um 20:15 Uhr im Stadion An der Alten Försterei angepfiffen.

„Schwer zu schlagen“: Uwe Neuhaus erwartet anspruchsvolle Aufgabe in Dresden

Vorbericht

Mit dem Einzug in die zweite Pokalrunde im Gepäck, landeten die Union-Profis am Dienstag (07.08.) wieder in Berlin. Viel Zeit sich über den Erfolg zu freuen hatten die Spieler nebst Trainerteam jedoch nicht. Nach dem Auslaufen am Dienstag, blieben der Mannschaft effektiv nur zwei Trainingstage Zeit, um sich auf das Schlager-Spiel gegen die Sachsen vorzubereiten. Ein Problem dürfe die kurze Regenerationszeit jedoch für niemanden sein: „Wer bei Spielen von Montag auf Freitag einen zu hohen Substanzverlust erleidet, ist für Profisport nicht geeignet“, erklärte Uwe Neuhaus dazu. 

In Dresden musste man hingegen eine Pokalniederlage hinnehmen. Allerdings ging es dabei nicht um den DFB-Pokal. Da Dynamo im diesjährigen Pokalwettbewerb nicht startberechtigt ist, stellte der achtmalige DDR-Meister flugs eine eigene Pokalveranstaltung auf die Beine. Aber auch im FDGB-Pokal (Für Dynamo Gemeinsam Blechen) überstand Dresden die erste Runde gegen den englischen Erstligisten Hull City nicht und unterlag mit 0:1. Aber dennoch, mit einem 4:0-Sieg gegen den HSV, eine halbe Woche zuvor, zeigte Dynamo Dresden was in Ihnen steckt. Zudem steht mit Christoph Menz ein langjähriger Unioner (125 Spiele) in den Reihen des Gegners, für den diese Partie ein absolutes Saisonhighlight sein wird. Seine besondere Motivation wird Dynamos Sechser, der im Mittelfeld häufig auf seinen ehemaligen Mannschaftskameraden Torsten Mattuschka treffen wird, zu einem guten Stück auf sein Team übertragen: „Es ist kein normales Spiel, der Ehrgeiz, diese Partie zu gewinnen, ist umso größer. In den 90 Minuten sind Freundschaften vergessen“, so Christoph Menz.   

Auf Seiten der Gäste, hat der Trainer Erinnerungen gemischter Natur. Auf eine bittere 0:4-Pleite vor zwei Jahren folgte in der vergangenen Saison ein souveräner 2:0-Erfolg. Die für die Elf von Peter Pacult äußerst dramatische Endphase der letzten Saison sieht Uwe Neuhaus eher als Vorteil für die Gastgeber. „Ich glaube, Dresden ist gestärkt aus der Relegation hervorgegangen. Sie haben eine gute Ordnung und sind sehr schwer zu schlagen. Das mussten auch ihre ersten beiden Gegner erkennen, gegen die sie jeweils hinten lagen und am Ende doch einen Punkt erkämpften“, so Unions Chefcoach.

In der Tat sind mit dem 1. FC Köln (1:1) und dem VfL Bochum (1:1) zwei Schwergewichte der zweiten Liga mit der Absicht zu gewinnen an den Schwarz-Gelben gescheitert. „Ich hoffe, dass uns das Selbstvertrauen aus dem Pokalsieg auch in Dresden hilft. Es ist durch das Weiterkommen nicht vergessen, dass wir in der Meisterschaft erst einen Punkt geholt haben. Wir wollen in Dresden die Punkte 2, 3 und 4 holen“, sagte Uwe Neuhaus vor der Partie.   

Neben Mario Eggimann (Bänderverletzung Sprunggelenk), Björn Jopek (Kreuzband) und Ahmed Waseem Razeek (Kreuzband) wird auch Steven Skrzybski nicht mit von der Partie sein. Der Stürmer hatte sich in Regensburg einen Bänderriss in der linken Fußwurzel zugezogen und wird drei bis vier Wochen ausfallen. Wieder in den Kader rutscht damit Abwehrmann Björn Kopplin, der in Dresden ebenso mit dabei sein wird, wie die über 2.000 eisernen Schlachtenbummler, die sich in Rot und Weiß mit auf den Weg machen werden.  

Sören Brandy

Sören Brandy

ist Spieler des Tages bei unserem Spiel gegen Dresden

Sören Brandy

ist Spieler des Tages gegen Dresden

SpielStatistiken

SG Dynamo Dresden vs 1. FC Union Berlin

2 Gelbe Karten 2
0 Gelb-Rote Karten 0
1 Rote Karten 0

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Datum Heim Ergebnis Gast