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RB Leipzig vs 1. FC Union Berlin

Bundesliga, 20. Spieltag

RB Leipzig vs 1. FC Union

Bundesliga, 20. Spieltag

Sa., 11. Februar 2023, 18:30 Uhr
Red Bull Arena
1 : 2
47.069
SR: Daniel Schlager

Union schlägt Leipzig mit 2:1

Spielbericht

Der 1. FC Union Berlin schlägt RB Leipzig im Top-Spiel des 20. Bundesliga-Spieltags mit 2:1. Die Führung der Gastgeber durch Benjamin Henrichs’ Fernschuss aus 25 Metern (24.) kontert Janik Haberer nach der Pause per Volley nach einem Eckball (61.). Den Siegtreffer erzielt Robin Knoche per Elfmeter in Minute 72. Der vermeintliche Ausgleichstreffer der Sachsen wird nach VAR-Eingriff aufgrund einer Abseitsstellung annulliert und so bleiben die Eisernen mit nun 42 Punkten auf Tabellenplatz zwei.

RasenBallsport Leipzig: Blaswich – Klostermann, Simakan (74. Poulsen), Gvardiol – Henrichs, Laimer (62. Haidara), Schlager, Halstenberg (88. Raum) – Szoboszlai, Silva (74. Forsberg), Werner

1. FC Union Berlin: Rönnow- Juranovic, Doekhi, Knoche, Leite, Gießelmann (80. Roussillon) – Laidouni (86. Thorsby), Khedira, Haberer (80. Seguin) – Becker (62. Michel), Behrens (62. Siebatcheu)

Personal: Verglichen mit der Partie gegen den 1. FSV Mainz 05 vor Wochenfrist änderte Unions Chef-Trainer Urs Fischer seine Startelf auf drei Positionen. Auf den defensiven Außen begannen Josip Juranovic und Niko Gießelmann für Kapitän Christopher Trimmel und Jérôme Roussillon. Im Mittelfeld gab zudem Aïssa Laïdouni sein Debüt in der Anfangsformation, Paul Seguin rutschte für ihn auf die Bank.

Zuschauer: 47.069

Tore: 1:0 Henrichs (24.), 1:1 Haberer (61.), 1:2 Knoche (72.)

Henrichs Volltreffer – Union noch ohne Möglichkeiten

Beide Teams begannen eher abwartend und suchten geduldig nach Schwachstellen des Gegners. Nach zehn gespielten Minuten konnte noch kein Torabschluss verzeichnet werden. Dominik Szoboszlais zwei Versuche aus Distanz blockte die Eiserne Defensive durch ihre Kompaktheit. Mit zunehmender Spieldauer aber übernahmen die Gastgeber die Kontrolle über das Geschehen und schnürten die Unioner an deren Strafraum ein. Ein weit verbreitetes Mittel in der ersten Phase des Spiels war der lange, hohe Ball. Insbesondere Union-Schlussmann Frederik Rönnow wurde durch hohes Anlaufen der Leipziger häufiger zu diesem Mittel gezwungen. Bei eigenem Ballbesitz wählten die Sachsen den langen Schlag oft als letztes Mittel, da sich am Boden gegen die Union-Abwehr keine Lücken ergaben. In Minute 24 fand der erste Torschuss der Partie direkt sein Ziel und brachte die Gastgeber in Führung. Benjamin Henrichs nutzte den sich bietenden Platz links vor dem Strafraum der Eisernen und visierte aus 25 Metern das Tor an. Mit viel Wucht und Präzision schlug der Ball oben links im Knick ein und ließ Rönnow keine Abwehrchance. Eine knappe Viertelstunde später, genauer gesagt in Spielminute 38, verbuchte die Elf von Urs Fischer ihre erste Chance: Startelf-Debütant Aïssa Laïdouni eroberte zentral im Mittelfeld den Ball und steckte durch auf den links gestarteten Sheraldo Becker hinter die Leipziger Abwehrkette. Dessen direkter Versuch strich knapp am langen Pfosten vorbei und ging ins Toraus. Eine, abgesehen vom Treffer in Minute 24, ereignisarme Halbzeit endete wenig später nach zweiminütiger Nachspielzeit beim Stand von 0:1 aus Union-Sicht.

Haberers Traumtor – Knoche eiskalt vom Punkt

Nach dem Seitenwechsel kamen die Eisernen mit Schwung und Vorwärtsdrang in die zweiten 45 Minuten. Keine 120 Sekunden nach Wiederanpfiff trieb Kevin Behrens den Ball aus dem Mittelfeld bis an die gegnerische Strafraumkante und probierte es von dort mit einem Flachschuss, noch abgefälscht landete der Versuch am Ende in den Armen von Leipzigs Torwart Jonas Blaswich. Das nächste Mal eingreifen musste Blaswich bei einem Freistoß der Unioner. Josip Juranovic zog einen ruhenden Ball von der rechten Strafraumseite direkt auf den Kasten, sodass der Leipziger nur zum Eckball abwehren konnte. Jener Eckball rutschte wenige Sekunden später bis zu Janik Haberer durch, der völlig freistehend am Sechzehner-Rand Maß nahm und die Kugel volley unhaltbar links oben im Netz versenkte. Ein Traumtor zum Ausgleich. Zehn Minuten später entschied Schiedsrichter Daniel Schlager auf Elfmeter für Union: Beim Klärungsversuch, hatte Leipzigs Simakan den Ball mit dem Oberarm berührt. Robin Knoche nahm sich der Sache an und verwandelte entschlossen in die Mitte (72.). In der Folge erhöhten die Sachsen deutlich den Druck und kamen in Minute 79 zum vermeintlichen Ausgleich. Eine Henrichs-Flanke hatte Halstenberg von der Grundlinie zurück in die Mitte geköpft, der eingewechselte Poulsen war zur Stelle und spitzelte den Ball über die Linie. Eine Überprüfung nach VAR-Eingriff ergab aber eine vorangegangene Abseitsstellung Timo Werners und einen unkontrollierten Klärungsversuch von Laïdouni. Somit blieb es beim 2:1 für Union. Weiterhin in Rückstand versuchten die Leipziger alles, um in den Strafraum der Eisernen zu gelangen - ohne Erfolg. Die Abwehrreihe um Robin Knoche blockte sämtliche Versuche ab und brachte das Ergebnis auch über angezeigten sechs Nachspielminuten. Somit endete die Partie mit 2:1 für die Eisernen.

Stimmen nach dem Spiel

Torschütze Janik Haberer nach dem Spiel: „Wir haben heute ein Tor mehr geschossen, deshalb gehen wir als Sieger vom Platz. Die Moral der Mannschaft hat einfach wieder gestimmt. Wir lassen nicht nach und wollten uns in der zweiten Halbzeit belohnen. Am Ende denke ich, dass der Sieg nicht unverdient ist.“

„Wir haben unser Spiel nie verlassen und immer daran geglaubt, dass wir unsere Chancen bekommen werden. Natürlich hatten wir im zweiten Durchgang auch ein wenig Glück, aber das gehört dazu und dann dreht man auch so ein Spiel“, so Robin Knoche, Schütze zum 2:1 im Anschluss.

Auch Urs Fischer zeigte sich beeindruckt von seinem Team: „Was die Mannschaft heute wieder für eine Moral und Mentalität gezeigt hat, verdient großen Respekt. Leipzig geht mit der ersten Chance in Führung, aber wir hatten unseren klaren Plan für Hälfte Zwei. Dass die Mannschaft das Spiel am Ende noch drehen konnte, spricht für die Solidarität und das Unermüdliche.“

Ausblick auf die kommenden Tage

Nach dem Spiel geht es für die Mannschaft des 1. FC Union Berlin direkt zurück nach Berlin, wo nur wenige Tage Zeit bleiben, um sich auf die Partie gegen Ajax Amsterdam vorzubereiten. Das Hinspiel der Play-offs zur K.o.-Runde der Europa League findet am Donnerstag, dem 16.02.2023, in der Johan Cruijff Arena zu Amsterdam statt.

Union zum Spitzenspiel in Leipzig

Vorbericht

Am Sonnabend, dem 11.02.2023, reist die Mannschaft des 1. FC Union Berlin im Rahmen des Bundesliga-Topspiels zu RasenBallsport Leipzig. Angestoßen wird die Partie im ehemaligen Zentralstadion um 18:30 Uhr.

Die Ausgangslage

Wenn die Partie am Sonnabend angepfiffen wird, ist es nicht nur aufgrund der Anstoßzeit ein Topspiel. Als Tabellenzweiter reist der 1. FC Union Berlin zum Liga-Vierten nach Leipzig und kann – je nach Spielverlauf – bereits am 20. Spieltag der laufenden Saison das Saisonziel von 40 Punkten erreichen. Auch wenn man die Spielpläne beider Teams betrachtet, erwartet die Zuschauer in der Leipziger Arena ein Treffen zweier Mannschaften in Topform. Während die Eisernen in 2023 nach wie vor verlustpunktfrei in der Bundesliga unterwegs sind, bestreiten die Sachsen aktuell eine noch längere Serie an ungeschlagenen Spielen: Die letzte Niederlage in einem Pflichtspiel gab es am siebten Spieltag bei Borussia Mönchengladbach (0:3). Seit Marco Rose als Verantwortlicher an der Seitenlinie steht, erspielte man sich in 14 Begegnungen im Deutschen Fußball-Oberhaus 31 Punkte und kletterte bis auf den aktuellen Tabellenplatz Vier. Die Köpenicker ihrerseits sind die Mannschaft, die als letzte im Rahmen der Bundesliga in Leipzig gewinnen konnte: 2:1 hieß es am 23.04.2022 nach 90 Minuten. 2:1 ist in den letzten direkten Duellen auch eine Art „Standard-Ergebnis“, in den jüngsten fünf Duellen ging der jeweilige Sieger mit diesem Resultat vom Feld.

Der Gegnercheck

Auf Platz Vier im Tableau der Bundesliga gehört das Team aus der Messestadt im Moment zum Spitzen-Sextett, welches auch nur sechs Punkte auseinanderliegt und sich mit fünf Zählern Vorsprung schon ein kleines Polster auf die nicht-europäischen Plätze erarbeitet hat. In einer Tabelle hingegen sind die Leipziger sogar führend: Ebenso wie die Eisernen sind sie nach neun Heimpartien noch ungeschlagen und liegen nur aufgrund der besseren Tordifferenz vor den punktgleichen Unionern (23 Zähler) in diesem Ranking vorn.

Nach wie vor verzichten muss Cheftrainer Marco Rose auf seinen zahlenmäßig besten Akteur. Christopher Nkunku – mit zwölf Treffern Zweiter in der Torjägerliste – ist nach überstandenem Außenbandriss im Knie noch nicht wieder einsatzfähig.

Das Wiedersehen

Vor dem Anpfiff der Begegnung wird Unions Vize-Kapitän Rani Khedira auf alte Wegefährten treffen, nachdem er von 2014 bis 2017 bei RasenBallsport aktiv war und insgesamt 54 Spiele absolvierte.

Das Personal

Einzig András Schäfer steht für das Spiel nicht zur Verfügung, ansonsten sind alle Spieler im Kader von Urs Fischer einsatzbereit.

Die Stimmen vor dem Spiel

Urs Fischer im Vorfeld der Partie: „Marco Rose hat einen tollen Job gemacht und seine Mannschaft wieder in die Spur gebracht. Sie sind sehr flexibel in den Systemen und auch im Spiel sehr variabel. Gegen ihre starken Unterschiedsspieler, ihre hohe Geschwindigkeit und ihr gutes Pressing brauchen wir einen außerordentlich guten Tag. Es ist auch unglaublich schwierig, sich aus ihrem Druck zu befreien. Wenn Leipzig am Ende vielleicht nicht den allerbesten Tag hat, hilft uns das auch.“

Marco Rose: “Union stellt uns vor viele Aufgaben, sie haben einen guten Mix aus einfachen, langen und tiefen Bällen. Insgesamt spielen sie einen guten Fußball, aber wir haben unseren Plan. Auf dem Platz sind sie top organisiert und daher ist es sehr schwer sich überhaupt Torchancen zu erspielen. Dazu hat Union große Stärken bei Standards und Umschaltsituationen. Wir müssen in allen Belangen gut sein.” 

Serviceinfos

Tickets für das Spiel sind nicht mehr verfügbar, sowohl der Heim- als auch der Gästebereich sind ausverkauft. Weitere wichtige Informationen zur Anreise und der Fanbrief der Bundespolizei sind hier zu finden.

Das Spiel wird live auf Sky übertragen und wie gewohnt informiert Union auch im vereinseigenen Live-Ticker über die Partie.

AFTV Videos

Janik Haberer

Janik Haberer

ist Spieler des Tages bei unserem Spiel gegen RB Leipzig

Janik Haberer

ist Spieler des Tages gegen RB Leipzig

SpielStatistiken

RB Leipzig vs 1. FC Union Berlin

64 % Ballbesitz 36 %
85 % Passquote 68 %
51 % Zweikampfquote 49 %
10 Torschüsse 6
7 Flanken 12
4 Abseitsstellungen 2
4 Gelbe Karten 4
0 Gelb-Rote Karten 0
0 Rote Karten 0

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Datum Heim Ergebnis Gast