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Karlsruher SC vs 1. FC Union Berlin

2. Bundesliga, 6. Spieltag

KSC vs 1. FC Union

2. Bundesliga, 6. Spieltag

Sa., 12. September 2015, 13:00 Uhr
Wildparkstadion
0 : 3
14.497
SR: Thomsen (Kleve) | Assistenten: Reichel, Münch | Vierter Offizieller: Schlager

Befreiungsschlag beim KSC: Union gewinnt mit 3:0

Spielbericht

Beim Spiel gegen den Karlsruher SC stand Sascha Lewandowski erstmalig als Union-Cheftrainer an der Seitenlinie. Für die erste Aufgabe in dieser Funktion wählte der gebürtige Dortmunder eine 4 – 2 – 3 – 1-Grundformation mit folgender Besetzung:

Haas – Trimmel, Leistner, Puncec, Parensen – Fürstner, Zejnullahu – Korte (61. Quiring), Kreilach, Skrzybski (80. Redondo) – Wood (72. Quaner)

Bei strahlendem Sonnenschein begegneten sich die Mannschaften spielerisch auf Augenhöhe. Vorerst neutralisierten sich die Kontrahenten im Spielfeld zwischen den Strafräumen. Auch wenn Sascha Lewandowski seine Elf nach Ballgewinn immer wieder zum schnellen Umschaltspiel aufforderte, blieben aussichtsreiche Abschlüsse anfangs Mangelware. Gefährlich wurde es für KSC-Keeper Dirk Orlishausen dann aber nach 13 Spielminuten. Damir Kreilach legte sich den Ball nach einem Foul von Enrico Valentini an Steven Skrzybski in 22 Metern Torentfernung zurecht. Der Kroate nahm Anlauf und streichelte den Ball gefühlvoll aber auch mit der nötigen Schärfe in Richtung des linken Dreiangels über die Mauer. Von der Unterseite der Querstange landete das Leder letztlich kunstvoll zum 1:0 hinter der Torlinie (13.). Karlsruhe suchte nach Antworten, fand diese allerdings nicht wirklich. Am gefährlichsten war noch der Schussversuch von Ex-Unioner Dominic Peitz nach einer Ecke (22.). Doch der Schlaks ließ jedwede Präzision vermissen und feuerte das Spielgerät weit am Gehäuse vorbei. Fünf Minuten vor der Pause hätte Raffael Korte das Zwischenergebnis auf 2:0 stellen können, doch Dirk Orlishausen behielt im Eins-gegen-Eins die Nerven. Pünktlich ertönte der Pausenpfiff.   

Gerade aus der Kabine zurück, tauchte Karlsruhe mit zwei einschussbreiten Spielern vor Daniel Haas auf. Aber sowohl Hiroki Yamada als auch Manuel Torres rutschten an der straffen Hereingabe vorbei (48.). Im direkten Gegenzug schnappte sich Bobby Wood den Ball und drang unwiderstehlich in den gegnerischen Strafraum ein. Dort kam der US-Nationalspieler ins Stolpern, rappelte sich wieder auf und schob zum 2:0 ein (49.). Karlsruhe, nun mit einem weiteren Stürmer auf dem Rasen, drückte auf den Anschlusstreffer. So klärte Michael Parensen auf der Torlinie im letzten Moment gegen Erwin Hoffer (59.). Auf der Gegenseite hätte Eroll Zejnullahu den Zwischenstand ausbauen können, doch war sein Schuss mit dem schwächeren linken Fuß nicht präzise genug (60.). Dann hatte der KSC mit dem Lattenkracher durch Dimitrij Nazarov eine letzte Gelegenheit sich gegen die drohende Niederlage zu stemmen (69.). Da Union sich insgesamt reifer zeigte als der Gastgeber, wurde der Umgang mit diesen wenigen Chancen durch Collin Quaner postwendend bestraft. Der lange Stürmer netzte aus 25 Metern gekonnt gegen einen viel zu weit vor seinem Tor postierten Dirk Orlishausen zum verdienten 3:0-Endstand ein.  

„Die Jungs haben sich selbst belohnt. Man sieht, welche Last von ihnen abgefallen ist. Ich habe mich gefreut, dass wir einige Sachen gesehen haben, die wir vorher besprochen haben. Dass das alles noch nicht gefestigt sein kann, ist normal. Es war ein Spielverlauf, der auch anders hätte laufen können. Aber wir freuen uns über die ersten guten Ansätze und ganz besonders über das tolle Ergebnis“, sagte Sascha Lewandowski nach dem Abpfiff zum ersten Saisonsieg.

Am kommenden Sonntag, dem 20.09.2015 um 13:30 feiert Sascha Lewandowski sein Heimdebüt als Cheftrainer des 1. FC Union Berlin. Zu Gast im Stadion An der Alten Försterei ist dann die SpVgg Greuther Fürth.

Auswärts gegen Karlsruhe: „Vielleicht gelingt die Überraschung“

Vorbericht

Sechs intensive Trainingstage hatte die Mannschaft unter der Verantwortung von Sascha Lewandowski hinter sich gebracht, als dieser sich am Donnerstag zu den ersten Eindrücken äußerte. In der Spieltags-Pressekonferenz zeigte sich der neue Cheftrainer unter anderem über das intakte Mannschaftsgefüge erfreut. Darüber hinaus hat der Trainer offenbar komplikationslos in die tägliche Trainingsarbeit gefunden: „Der Einstig fiel mir sehr leicht. Es gibt im Trainer- und Funktionsteam gute Typen mit viel Erfahrung, die sehr engagiert sind. Mir wurde hier vieles leicht gemacht“, so der 43-Jährige.   

Das gute Gefühl des gebürtigen Dortmunders nach dem Trainingslager in Kienbaum mündete in einem Mittwoch mit individuellem Training für die Spieler. Dieser sei wichtig gewesen, um körperlich und mental etwas herunterzufahren und die vielen neuen Dinge zu verarbeiten, erklärte Sascha Lewandowski. Ab sofort werde der Fokus der Trainingsarbeit gezielt auf das bevorstehende Spiel gerichtet, versicherte der Fußballehrer am Donnerstag.

„Die Situation dort muss nicht die schlechteste sein für uns“, blickt Trainer Lewandowski verhalten optimistisch auf die Partie beim KSC. Verhalten deswegen, weil mit Sören Brandy und Benjamin Kessel (beide gesperrt), Fabian Schönheim, Maximilian Thiel, Dennis Daube und Adrian Nikci (alle verletzt) voraussichtlich gleich sechs Spieler ausfallen werden. Und das gegen einen nicht zu unterschätzenden Gegner: „Sie standen vor der Sommerpause mit eineinhalb Beinen in der 1. Liga. Nach ein paar Abgängen haben sie personell nochmal zugelegt. Dagegen arbeiten meine Mannschaft und ich erst seit ein paar Tagen zusammen. Das und der Fakt, dass uns eine halbe Startelf fehlt führt dazu, dass wir als klarer Außenseiter an den Start gehen“, weiß Coach Lewandowski den Druck beim Gegner.

Mehrfach betonte der ehemalige Leverkusener Nachwuchschef, dass zu diesem frühen Zeitpunkt seiner Amtszeit keine Wunderdinge zu erwarten seien. „Vielleicht gelingt uns die Überraschung am Samstag trotzdem“, so Chefcoach Lewandowski, der die dafür notwendigen Grundeigenschaften bereits bei seiner Mannschaft beobachten konnte. „Die Jungs wollen, das merkt man. Sie rennen und kämpfen. Bisher war das Wie nicht so gut ausgeprägt. An dieser Stelle werden wir ansetzen“, benennt Lewandowski einen der wichtigsten Arbeitsschwerpunkte der kommenden Wochen.

Man wolle schnell Fortschritte machen, was möglichst schon in Karlsruhe dokumentiert werden soll. „Wir müssen alles reinlegen. Es wäre schön, wenn wir neben Kampf und Einsatzwillen auch spielerische Lösungen suchen und griffig auftreten. Wenn wir mutiger, klarer und stabiler werden, wären wir einen kleinen Schritt weiter“, sagte Sascha Lewandowski abschließend.

Das Wildparkstadion öffnet um 11:00 Uhr. Tickets für den Gästebereich, in den Blöcken E1 für 12,- € (ermäßigt 9,- €) und E2 für 15,- €, sind an den Tageskassen verfügbar.

Toni Leistner

Toni Leistner

ist Spieler des Tages bei unserem Spiel gegen KSC

Toni Leistner

ist Spieler des Tages gegen KSC

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Karlsruher SC vs 1. FC Union Berlin

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