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Feyenoord vs 1. FC Union Berlin

UEFA Conference League, 3. Gruppenspiel

Feyenoord vs 1. FC Union

UEFA Conference League, 3. Gruppenspiel

Do., 21. Oktober 2021, 18:45 Uhr
De Kuip
3 : 1
36.100
SR: Giorgi Kruashvili

Union verliert 1:3 in Rotterdam

Spielbericht

Im dritten Gruppenspiel der UEFA Europa Conference League unterlag der 1. FC Union Berlin am heutigen Donnerstagabend gegen Feyenoord Rotterdam mit 1: 3. Nach einer frühen 2:0-Führung der Gastgeber erzielte Taiwo Awoniyi den Anschlusstreffer für Union. Mit dem Treffer zum 3:1 in der 2. Halbzeit entschied Feyenoord die Partie schließlich für sich.

Überschattet wurde das Spiel von einer katastrophalen Einlasssituation am Gästebereich, aufgrund derer hunderte angereister Union-Fans weite Teile der Partie verpassten. Zudem mussten wegen eines überharten Vorgehens der Polizei mehrere Verletzte medizinisch versorgt werden.

Das Rückspiel findet bereits am 04.11.2021 im Berliner Olympiastadion statt.

Feyenoord Rotterdam: Bijlow – Pedersen, Trauner, Geertruida, Malacia – Toornstra, Orkun Kökcu (81. Aursnes), Til – Jahanbakhsh (81. Nelson), Linssen (81. Dessers), Sinisterra

1. FC Union Berlin: Luthe – Trimmel, Jaeckel, Knoche, Baumgartl (77.Gießelmann), Puchacz (77. Voglsammer) – Möhwald (77. Teuchert), Khedira, Prömel – Awoniyi (67. Behrens), Kruse (67. Becker)

Tore: 1:0 Jahanbakhsh (11.), 2:0 Linssen (29.), 2:1 Awoniyi (35.), 3:1 Sinisterra (76.)

Zuschauerzahl: 36.100
 
Personalien:

Nach dem Bundesligasieg gegen den VfL Wolfsburg am vergangenen Sonnabend rotierte Union-Trainer Urs Fischer auf vier Positionen. Für Julian Ryerson, Marvin Friedrich, Niko Gießelmann und Genki Haraguchi rückten Union-Kapitän Christopher Trimmel, Timo Baumgartl, Tymoteusz Puchacz und Kevin Möhwald in die Startelf.
 
Feyenoord mit der Führung aber Union hält dagegen
 
Bereits in der Anfangsviertelstunde übernahmen die Hausherren aus Rotterdam das Zepter und versuchten, sich immer wieder über die schnellen Außenspieler einen Weg in den Strafraum zu erspielen. In der 11. Minuten war es Sinisterra, der sich auf der linken Seite durchsetzen konnte und das runde Leder in den Strafraum brachte, wo der Ball über Linssen bei Jahanbakhsh landet, der aus kurzer Distanz nur noch einschieben musste. Auch im weiteren Verlauf der Partie erspielten sich die Niederländer immer wieder gute Gelegenheiten und fanden in der 29. Minute erneut einen Weg in den Strafraum der Eisernen. Dieses Mal war es Linssen, der die Kugel an Union-Schlussmann Andreas Luthe vorbeischieben konnte. Union gab sich nicht auf: Die Ecke von Christopher Trimmel fand erst nur den Kopf eines Feyenoord-Abwehrspielers, landete dann aber wieder beim Union-Kapitän und dessen saubere Hereingabe konnte Taiwo Awoniyi per Kopf zum Anschlusstreffer einnetzen (35.). Kurz vor der Halbzeit wurde es noch einmal gefährlich vor dem Kasten von Luthe: Nach einem schnellen Konter scheiterte erst Sinisterra, dann Toornstra an der kollektiven Abwehr der Eisernen ehe der heraneilende Linssen den Ball am langen Pfosten vorbeisetzte.
 
Gastgeber offensiv zielstrebiger 
 
Für beide Mannschaften ging es personell unverändert weiter in Halbzeit Zwei, in der die Köpenicker besser ins Spiel fanden. Während die Partie auf große Torchancen wartete, reagierte Union-Trainer Urs Fischer mit den ersten Wechseln: Für Torschütze Taiwo Awoniyi und Max Kruse übernahmen Kevin Behrens und Sheraldo Becker positionsgetreu. Gleich mit seiner ersten Aktion holte Becker eine Ecke raus, die Jaeckel knapp am Tor vorbei köpfte. Nach einem Ballverlust in der gegnerischen Hälfte zeigten die Hausherren mal wieder ihre Schnelligkeit über die Außenbahnen, der Torabschluss von Til flatterte knapp am Kasten von Luthe vorbei. In der 76. Spielminute jubelte das „De Kuip“ erneut, als Sinisterra zum 3:1 erhöhte (76.). Fischer reagierte sofort und stellte in der Abwehr auf Viererkette um: Für Timo Baumgartl, Tymoteusz Puchacz und Kevin Möhwald kamen Niko Gießelmann, Andreas Voglsammer und Cedric Teuchert in die Partie. Auch nach dem erneuten Rückschlag zeigten sich die Köpenicker engagiert und spielten immer wieder mutig nach vorn, während sich die Hausherren mit ebenfalls drei frischen Kräften auf Kontersituationen fokussierten. In der zweiten Minute der Nachspielzeit verhinderten zunächst der Pfosten nach Schuss von Dessers, dann Jaeckel auf der Linie und zur Klärung Luthe mit einer Parade den vierten Treffer der Rotterdamer. Das war gleichzeitig auch die letzte nennenswerte Aktion im Spiel. Über das gesamte Spiel erspielten sich die Rotterdamer ein klares Chancenplus und so verloren die Eisernen mit 1: 3 im De Kuip.
 
Stimmen nach dem Spiel:
 
„Wir müssen einfach weitermachen“, so Union-Kapitän Christopher Trimmel nach dem Spiel. „Die Absicherung in der ersten Halbzeit war nicht ideal aber wir sind zurückgekommen und haben sogar das 2:2 auf dem Fuß, dann ist vielleicht mehr möglich aber dann kriegst Du stattdessen das 3:1.“

Cheftrainer Urs Fischer äußerte sich in der Pressekonferenz nach dem Spiel deutlich: „Es war eine verdiente Niederlage. Wir hatten Phasen im Spiel, wo wir es gut gemacht haben, aber wir hatten zu viele Phasen, wo es nicht gestimmt hat. Da haben wir falsche Entscheidungen getroffen und die Organisation und die Kompaktheit haben gefehlt. Auch die Ruhe am Ball hat gefehlt und Feyenoord war heute Abend cleverer und aggressiver in den Zweikämpfen. Daraus musst du lernen.“

Auch Mittelfeldspieler Grischa Prömel sprach die fehlende Aggressivität an: „Wir sind normalerweise viel griffiger und führen die Zweikämpfe zu Ende. Heute haben wir oft zu früh gestoppt und konnten so den Aufbau von Rotterdam nicht unterbinden. Auf dem Niveau werden zudem auch individuelle Fehler sofort bestraft.“

Christian Arbeit, Geschäftsführer Kommunikation des 1. FC Union Berlin, äußerte sich in der Pressekonferenz nach dem Spiel auch zu den Vorfällen im Eingangsbereich zum Gästeblock: „Eine solche Situation ist nicht akzeptabel. Wir werden heute Abend noch gemeinsam mit Feyenoord und der UEFA die Situation auswerten und diese Vorkommnisse sehr klar ansprechen.“
 
Ausblick auf die restliche Woche:
 
Am morgigen Freitag reist die Mannschaft um Union-Trainer Urs Fischer weiter nach Stuttgart, wo die Eisernen am Sonntag, dem 24.10.2021 auf die Mannschaft vom VfB Stuttgart trifft. Der Anpfiff der Partie erfolgt um 17:30 Uhr in der Mercedes-Benz-Arena.

Union zu Gast im De Kuip

Vorbericht

Der 1. FC Union Berlin reist für die UEFA Conference League nach Rotterdam und wird dort gegen Feyenoord sein drittes Gruppenspiel bestreiten. Der Anstoß der Partie erfolgt um 18:45 Uhr im De Kuip Stadion, das besonders im UEFA-Kontext eine große Bedeutung hat. Mit neun Europapokal-Endspielen trug bisher kein Stadion mehr Finals aus.

Rückblick auf die letzten Spiele

Die Eisernen können mit Blick auf die vergangenen Spiele sehr zufrieden sein: In vier Partien gelangen vier Siege. In der UECL überzeugte das Team dabei mit einem deutlichen 3:0-Erfolg über Maccabi Haifa. Den jüngsten Bundesliga-Sieg gegen den VfL Wolfsburg hatte Union einer geschlossenen Mannschaftsleistung mit Toren von Taiwo Awoniyi und Sheraldo Becker zu verdanken. Den ausführlichen Bericht vom Spiel gegen die Wölfe gibt es hier.

Der Gastgeber aus Rotterdam fuhr nach einem starken Saisonstart zuletzt keine Siege in der Liga ein. Ihr letztes UECL-Spiel gegen Slavia Prag konnten die Rotterdamer zwar mit 2:1 für sich entscheiden, gegen Vitesse Arnheim unterlag Feyenoord jedoch mit 1:2. Die Woche darauf sprang auf heimischem Rasen gegen den RKC Waalwijk ein 2:2 heraus. Hier gibt es den dazu gehörigen Spielbericht zu lesen.

Die Ausgangslage

In der Gruppe E der UECL ist für alle Mannschaften weiterhin alles drin. Dabei hat Feyenoord Rotterdam mit vier Punkten leicht die Nase vorn. Dahinter kommen Union und Slavia Prag mit jeweils drei Punkten. Mit einem Auswärtssieg am Donnerstag würde Union an Feyenoord vorbeiziehen. Selbst Maccabi Haifa hat mit bislang einem Punkt noch alle Chancen auf den Einzug in die K.o.-Runde.

Gegnercheck

Feyenoord Rotterdam zählt in der Eredivisie zu den Schwergewichten, in der ewigen Tabelle belegen sie hinter Ajax Amsterdam und PSV Eindhoven den dritten Rang. Das manifestierten sie auch in der jüngsten Historie. Abgesehen von der vergangenen Spielzeit (sie wurden Fünfter) schlossen die Niederländer in den vergangenen zehn Jahren immer unter den besten Vier ab.

Als Leistungsträger fällt sofort Guus Til ins Auge. Die Leihgabe von Spartak Moskau traf in acht Spielen in der Liga bereits sieben Mal. Zuvor war der 23-Jährige an den SC Freiburg ausgeliehen. Auch der erfahrene Stürmer Bryan Linssen steuerte in der Eredivisie schon fünf Tore und zwei Vorlagen bei. In der UECL traf der 31-Jährige bisher ein Mal.

Taktisch gesehen kristallisierte sich bei Trainer Arne Slot schon früh in der Saison das 4-3-3 mit zwei Sechsern und einem Zehner als das System der Wahl heraus. Der junge Reiss Nelson, der zu Beginn der Saison als Leihgabe vom FC Arsenal zu Feyenoord kam, fand bisher noch keinen Platz in der Startelf.

Stimmen zum Spiel

Das Stadion wird im morgigen Spiel eine nicht unerhebliche Rolle spielen. Das weiß auch Urs Fischer. Für ihn ist das Publikum jedoch nicht Rotterdams einzige Stärke. „Feyenoord hat ein Stadion mit außergewöhnlicher Stimmung, aber wir genießen das. Rotterdam ist gut unterwegs, sie stehen ganz ordentlich in der Liga da und sind in der UECL-Gruppe auf dem ersten Platz. Sie spielen sehr kompakt und haben eine gute Mischung aus spielerischen Lösungen und auch mal einem langen Ball. Dazu verfügt Feyenoord über ein sehr gutes Umschaltspiel, immer wieder schießen sie Tore nach Ballgewinnen.“

Auch Unions Timo Baumgartl kennt das De Kuip noch aus Eindhover Zeiten. „Feyenoord ist Zuhause eine Macht. Das De Kuip hat ein frenetisches Publikum, von dem die Mannschaft auch getragen wird. Da müssen wir früh gegenhalten, um diese Stimmung einzudämmen.“

Der Feyenoord-Trainer Arne Slot hat sich ebenfalls ausführlich mit dem 1. FC Union Berlin beschäftigt. Ihm fiel besonders eines auf. "Die Gegner haben immer ihr schlechtestes Spiel, wenn sie gegen Union spielen. Sie machen es dem Gegner immer schwer, sich viele Chancen zu erarbeiten." Als Schlüsselspieler sieht Slot die Angreifer Max Kruse und Taiwo Awoniyi. "Aber", fügte der 42-Jährige hinzu, "nur in der Offensive. Im defensiven Bereich sind sie alle sehr gut." 

Personal

Aufgrund eines positiven Corona-Tests muss Union auf Innenverteidiger Marvin Friedrich verzichten. Ansonsten steht Trainer Urs Fischer vor dem dritten Spiel in der UECL-Gruppenphase der gesamte Conference League-Kader zur Verfügung.

Serviceinfos

Als zentraler Treffpunkt vor der Anreise zum Stadion wird "Oude Haven", also der Alte Hafen in Rotterdam empfohlen, der vom Hauptbahnhof fußläufig in 30 Minuten erreicht werden kann. Von dort erfolgt die Anreise zum Stadion ab 15:30 Uhr mit Shuttlebussen.

Im „Oude Haven“ wird es ab 12 Uhr zwei Corona-Teststationen geben, die für einen schnellen Stadionzutritt bei einem negativen Testergebnis entsprechende Kontrollbändchen ausgeben. Die ausführlichen Stadioninfos für das Spiel können hier nachgelesen werden.

Die Partie wird live auf der Streaming-Plattform TVNOW übertragen. Wie gewohnt informiert Union auch über den vereinseigenen Live-Ticker über das Spielgeschehen.

 

AFTV Videos

SpielStatistiken

Feyenoord vs 1. FC Union Berlin

54 % Ballbesitz 46 %
81 % Passquote 74 %
53 % Zweikampfquote 47 %
21 Torschüsse 7
11 Flanken 13
1 Abseitsstellungen 1
0 Gelbe Karten 2
0 Gelb-Rote Karten 0
0 Rote Karten 0

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