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1. FC Union Berlin vs SV Darmstadt 98

2. Bundesliga - 8. Spieltag

1. FC Union vs Darmstadt

2. Bundesliga - 8. Spieltag

Sa., 27. September 2014, 13:00 Uhr
An der Alten Försterei
1 : 1
18.124
spätsommerlich, 19 Grad
SR: Harm Osmers (Hannover) | Assistenten: Markus Pflaum und Florian Badstübner, Vierter Offizieller: Robert Schröder

Unentschieden: Quirings Gedankenblitz rettet Punkt gegen Darmstadt

Spielbericht

Zum Abschluss der Englischen Woche empfing der 1. FC Union Berlin mit dem SC Darmstadt 98 den Tabellenführer im Stadion An der Alten Försterei. Für das Duell mit dem Spitzenreiter tauschte Union-Trainer Norbert Düwel auf zwei Positionen. Björn Kopplin und Björn Jopek standen in der Startelf und formten mit den Mannschaftskollegen folgende Formation im 3 – 2 – 3 – 2-Sytem:

Haas – Puncec, Leistner, Schönheim – Kreilach, Köhler (76. Nemec) – Trimmel, Jopek (86. Dausch), Kopplin – Polter, Brandy (60. Quiring)

Nach ausgeglichenen Anfangsminuten, kamen die Gäste zunächst etwas besser in die Partie. Der Kopfball von Marco Sailer knapp über das Quergestänge folgte auf die Flanke von Ex-Herthaner Fabian Holland, der seit diesem Sommer in Diensten des Aufsteigers steht (11.). Union befreite sich im Anschluss und hätte in Minute 22 einen Elfmeter zugesprochen bekommen müssen. Björn Jopek war im Strafraum von Romain Brégerie regelwidrig zu Fall gebracht worden. Schiedsrichter Harm Osmers bewertete die Situation anders und ließ das Spiel weiterlaufen. Dann ging der Kapitän voran. Damir Kreilach warf sich in die Flanke von Sören Brandy und köpfte den Ball aus zentraler Position einen halben Meter über das Gehäuse (32.). Die verbesserte Spielanlage der Platzherren war nun augenfällig, Chancen entsprangen den vermehrten Vorstößen dabei noch nicht. Pünktlich und torlos ging es für die Mannschaften in die Pause.

Das erste Highlight nach dem Seitenwechsel kam von Darmstadt. Tobias Kempe zog aus 16 Metern beherzt ab, doch Daniel Haas streckte sich und hob den Ball über die Latte (51.). Auch der zweite Anlauf des ehemaligen Dresdeners fand sein Ende bei Unions Nummer 1. Zuvor war Kempe vehement durch die Abwehrreihe der Eisernen marschiert. Die Partie wurde nun körperbetonter, sodass Schiedsrichter Harm Osmers einen arbeitsreichen Nachmittag erlebte. 8 ihrer 12 Saisontore hatten die „Lilien“ aus Standards heraus erzielt. Dass sie es auch anders können, bewies Marcel Heller. Zuvor trug Darmstadt einen schnellen Konter vor, an dessen Ende die Flanke von Tobias Kempe und die Direktabnahme von Heller aus spitzem Winkel standen (73.). Union bemühte sich und kam vier Minuten vor dem regulären Spielende zum Ausgleich. Fabian Schönheim brachte den Ball in die Mitte, wo Christopher Quiring ihn aus dem Rückraum mit dem schwächeren linken Fuß im langen Eck unterbrachte. Wenig später war Schluss im Stadion An der Alten Försterei.

„Das Unentschieden geht in Ordnung. In der ersten Halbzeit waren wir gut im Spiel, ohne tatsächlich brandgefährlich vor das Tor zu kommen. Die Elfmetersituation hätte das Spiel in unsere Richtung bringen können, doch der Schiedsrichter war da nicht auf unserer Seite. Das Ruder nach dem späten Rückstand noch rumzureißen und die letzten Kräfte zu mobilisieren, zeigt den guten Charakter der Mannschaft. Wir haben gegen einen starken Gegner das Unentschieden geholt, was unter dem Strich in Ordnung ist“, so die Einschätzung von Norbert Düwel nach dem Spiel.     

Die Englische Woche ist damit Geschichte. Die Mannschaft hat nun eine reguläre Trainingswoche vor sich, um die Vorbereitung auf den Auswärtsauftritt beim FC St. Pauli in Angriff zu nehmen. Anstoß im Hamburger Millerntor-Stadion ist am kommenden Samstag, dem 04.10.2014 um 13:00 Uhr.

„Wir müssen uns straffen!“ Union trifft auf Tabellenführer Darmstadt

Vorbericht

Die Enttäuschung über die Niederlage in Kaiserslautern war Norbert Düwel auch zwei Tage danach noch deutlich ins Gesicht geschrieben. Die Chance war groß, den positiven Trend aus dem gewonnenen Duell mit Leipzig auf dem Betzenberg auszubauen. Drei Punkte im Fritz-Walter-Stadion hätten nicht nur einen tabellarischen Sprung bedeutet, sondern auch bei der Konkurrenz für Eindruck sorgen können. „Wir hätten uns mit einem Sieg befreien können, jetzt sind wir wieder unter Druck“, so Unions nachdenklicher Cheftrainer vor der Begegnung mit dem SV Darmstadt.

Mit dem SV Darmstadt kommt nun der Überraschungs-Tabellenführer in das Stadion An der Alten Försterei. Die Liga staunt über die 14 Punkte der Hessen, die sich beim 4:0 nicht zuletzt durch gefährliche Standards an Spitze punkteten: „Egal aus welcher Situation und aus welcher Lage, sie treffen derzeit immer das Tor“, benennt Norbert Düwel die Darmstädter Qualitäten und fügt an: „Sie haben einen Lauf. Wir müssen uns nichts vormachen, das wird ein ganz schwerer Gang. Wir müssen uns straffen und vieles besser machen als bisher.“

Die speziellen Anforderungen einer Englischen Woche haben alle Union-Spieler unverletzt überstanden. Auch die Auswechslung von Sören Brandy war nicht verletzungsbedingt, so Norbert Düwel: „Nein, der Wechsel war bereits im Vorfeld angedacht. Sein Akku war leer, das hatte nichts mit einer Beeinträchtigung zu tun.“ Der Trainer kann also aus dem Vollen schöpfen, denn Christopher Quiring, der in Kaiserslautern aufgrund seiner noch nicht vollständig auskurierten Rückenverletzung fehlte, gehört ebenso wie Michael Parensen wieder zum Kreise der Kandidaten, die für eine mögliche Kadernominierung in Frage kommen.

Das Stadion öffnet um 11:30 Uhr, die Partie beginnt um 13:00 Uhr. Tickets sind weiterhin im Ticketoffice, im Onlineshop, an den bekannten Union-Vorverkaufsstellen sowie am Spieltag an den Stadionkassen erhältlich.

Daniel Haas

Daniel Haas

ist Spieler des Tages bei unserem Spiel gegen Darmstadt

Daniel Haas

ist Spieler des Tages gegen Darmstadt

SpielStatistiken

1. FC Union Berlin vs SV Darmstadt 98

1 Gelbe Karten 1
0 Gelb-Rote Karten 0
0 Rote Karten 0

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