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1. FC Union Berlin vs BW Hohen Neuendorf

Frauen-Regionalliga Nordost, 25. Spieltag

vs BW Hohen Neuendorf

Frauen-Regionalliga Nordost, 25. Spieltag

So., 21. Mai 2023, 13:00 Uhr
Fritz-Lesch-Sportplatz
6 : 1
250

Souveräner Heimsieg der Eisernen Ladies

Spielbericht

Die Frauenmannschaft des 1. FC Union Berlin hat sich im letzten Heimspiel der Saison mit einem deutlichen 6:1-Erfolg gegen Blau-Weiss Hohen Neuendorf von den eigenen Fans verabschiedet. Vor allem Dina Orschmann brillierte mit gleich vier Treffern sorgten mit ihren Treffern am vorletzten Spieltag der Regionalliga Nordost.

1. FC Union Berlin: Wagner – Bach (68. Westphal), Gericke, K. Orschmann, Reissner – Frank, Görsdorf (82. Kratz), Heiseler (82. Krauss) – D. Orschmann, Rurack (68. Reichenbach), Trojahn (68. Bucher)

Blau-Weiss Hohen Neuendorf: Isanto – Scheffler (61. Scholau), Buchwalder, Schlom, Pistorius (63. Varamann), Duchowny, Kollek, Bettin (77. Labidi), Lüdecke, Rugala, Wichmann

Tore: 1:0 D. Orschmann (28.), 2:0 D. Orschmann (36.), 2:1 Scheffler (39.), 3:1 Görsdorf (56.), 4:1 D. Orschmann (60.), 5:1 Heiseler (66.), 6:1 D. Orschmann (90.)          

Zuschauer: 250

Dina Orschmann bringt Union in Führung

Bereits vor dem Anpfiff wurde es laut auf dem Fritz-Lesch-Sportplatz: Von den 250 Zuschauern wurden Luise Wildner, Pauline Gericke, Lena Bucher, Anouk Westphal sowie Sportpsychologin Mona Utler, die allesamt nach der Saison den Verein verlassen, gebührend verabschiedet. Auch Sarah Duszat, Anabel Lüdecke und Yara Scheffler, die den Verein bereits im Winter verlassen haben und jetzt in Hohen Neuendorf spielen, erhielten ihren Applaus.

Mit Blick auf die Partie gab es im Vergleich zum 6:0-Sieg gegen Bischofswerda am vergangenen Wochenende zwei Veränderungen in der Startformation der Eisernen Ladies. Anstelle von Luise Wildner sowie Hannah Kratz spielten Latoya Bach und Celine Frank von Beginn an.

Die Unionerinnen brauchten zunächst etwas, um in die Partie zu kommen. Zwar hatten die Eisernen Ladies wesentlich mehr Ballbesitz und konnten das Spiel auch über weite Stecken in die gegnerische Hälfte verlagern, taten sich jedoch gegen die kompakte Hintermannschaft Hohen Neuendorfs schwer. Nach einer Viertelstunde gab es jedoch erste Annäherungsversuche in Richtung Tor seitens der Unionerinnen. So verpasste Zita Rurack den Ball nach einer Hereingabe von der linken Seite nur um Haaresbreite (21.). In der 28. Minute gelang dann schließlich durch einen Standard die verdiente Führung. Einen Freistoß in der Nähe der Eckfahne zirkelte Katja Orschmann an den langen Pfosten, wo Rurack hochstieg und die Kugel per Kopf noch mal ins Zentrum legte, wo wiederum Dina Orschmann zur Führung einköpfte.

Wenige Minuten später war die Flügelspielerin erneut erfolgreich. Nach einer Hereingabe von der linken Seite nahm Dina Orschmann die Kugel an und schweißte das Leder daraufhin kompromisslos vom Strafraumrand ins Netz (36.). Der Zwei-Tore-Vorsprung währte jedoch nicht lange, weil Ex-Unionerin Yara Scheffler nach einer Ecke in der 39. Minute an den Ball kam und die Kugel ins lange Eck schoss.

In der Folge waren die Köpenickerinnen noch mal bemüht, den alten Abstand vor dem Pausenpfiff wiederherzustellen. Ein Kopfball von Rurack nach einer Ecke wurde jedoch auf der Linie geklärt und Lisa Görsdorf verfehlte aus kurzer Distanz das Tor (42./45+2.).

Deutliche Angelegenheit im zweiten Durchgang

Nach dem Seitenwechsel spielten die Eisernen Ladies mit deutlich mehr Zug nach vorne. Entsprechend dauerte es auch nicht sonderlich lange, bis die Kugel im Netz zappelte. Lisa Görsdorf nahm sich vom Strafraumrand ein Herz und hievte das Leder traumhaft ins lange Eck (56.). Die endgültige Vorentscheidung fiel schließlich vier Minuten später: Nach einer Flanke von Lisa Heiseler erzielte Dina Orschmann mit ihrem dritten Treffer das 4:1 (60.).

Die Rot-Weißen waren im zweiten Durchgang deutlich stärker und konnten diese Überlegenheit nun auch in Tore ummünzen. In der 66. Minute erzielte Heiseler nach einem Zuspiel von der rechten Seite den fünften Treffer für die Unionerinnen. Auch danach gab es Gelegenheiten, das Ergebnis noch weiter in die Höhe zu schrauben. Nach einem traumhaften Zuspiel von Megan Reichenbach lief Heiseler allein aufs Tor zu, scheiterte jedoch an der Keeperin (78.). Den Schlusspunkt setzte schließlich erneut Dina Orschmann, die nach einer Flanke von Reichenbach ihren Viererpack schnürte und für den 6:1-Endstand sorgte (90.).

In der Tabelle belegen die Unionerinnen vor dem letzten Spieltag mit 62 Punkten weiterhin den 2. Platz. Spitzenreiter Viktoria Berlin hat sich derweil heute mit einem 3:0-Auswärtserfolg in Jena den Staffelsieg in der Regionalliga Nordost gesichert und wird somit im Juni die Relegationsspiele um den Aufstieg in die 2. Bundesliga gegen den Hamburger SV bestreiten. Weiterhin zwei Punkte hinter den Eisernen Ladies befindet sich Türkiyemspor Berlin auf Rang 3.

Stimmen zum Spiel

„Zunächst möchte ich mich noch mal ausdrücklich bei all den Leuten, die heute da waren, bedanken. Das war fantastisch, auch im Zuge der Verabschiedungen noch mal so eine Unterstützung zu haben. Spielerisch haben wir die Partie sehr souverän bestritten, auch wenn es uns Hohen Neuendorf vor allem zu Beginn schwer gemacht hat. Am Ende war es dann aber ein deutlicher Erfolg“, erklärte Cheftrainerin Ailien Poese.

Vierfachtorschützin Dina Orschmann lobte vor allem die Leistungssteigerung nach der Halbzeit: „Wir haben den Fans heute noch mal ein schönes Abschlussspiel geliefert. Am Anfang haben wir uns ein bisschen schwergetan, sind nicht ganz so gut ins Spiel gekommen. In der Halbzeit haben wir uns aber noch mal gesammelt und einige taktische Inhalte besprochen, sodass wir dann im Endeffekt doch ein gutes Resultat abgeliefert haben.“

Auch Latoya Bach zeigte sich zufrieden: „Der Derbysieg freut uns natürlich. Auch, dass es wieder ein hohes Ergebnis war und wir erneut viele Tore schießen konnten. Das Gegentor war natürlich ein kleiner Wermutstropfen, aber ich denke, dass wir in der zweiten Halbzeit dann die entsprechende Reaktion gezeigt haben.“

Ausblick

Am kommenden Sonntag, dem 28. Mai 2023, findet schließlich das letzte Spiel der Saison 2022/23 für die Unionerinnen statt. Zu Gast sind die Eisernen Ladies beim Tabellenletzten Rostocker FC. Anpfiff der Partie ist um 14 Uhr im RFC-Stadion Damerower Weg.

Eiserne Ladies empfangen Hohen Neuendorf

Vorbericht

Die Frauenmannschaft des 1. FC Union Berlin empfängt am kommenden Sonntag zum letzten Heimspiel der Saison Blau-Weiss Hohen Neuendorf. Die Eisernen Ladies wollen sich auf dem Fritz-Lesch-Sportplatz erfolgreich von den eigenen Fans verabschieden und den 10. Heimsieg in dieser Saison einfahren. Anpfiff der Partie ist bereits um 13 Uhr. Der Eintritt ist, wie gewohnt, frei.

Gegnercheck: Hohen Neuendorf mit starker Rückrunde

Nach der Hinrunde stand Blau-Weiss Hohen Neuendorf mit lediglich sechs Punkten auf dem vorletzten Tabellenplatz. Es schien, als sei der Abstieg des langjährigen Zweitligisten, der in den letzten 20 Jahren nie viertklassig spielte, bereits besiegelt. In der Winterpause bliesen die Brandenburgerinnen allerdings noch mal zur Aufholjagd und verstärkten ihren Kader infolgedessen vor allem mit Spielerinnen des 1. FC Union Berlin. Unter der Leitung von Cheftrainer Christian Liedtke, der in der vergangenen Saison auch noch bei den Eisernen Ladies an der Seitenlinie stand, wurden gleich sechs Spielerinnen aus Köpenick geholt. So wechselten die Torhüterinnen Chayenne Krebs und Sarah Duszat sowie Außenverteidigerin Yara Scheffler von der ersten Frauenmannschaft der Unionerinnen nach Hohen Neuendorf. Zudem schlossen sich Anabel Lüdecke, Amelia Rugala und Miya Hähnel aus der 2. Frauenmannschaft Unions den Blau-Weißen an.

Die Transfer-Offensive im Winter scheint sich gelohnt zu haben, denn Blau-Weiss Hohen Neuendorf spielt tatsächlich eine überzeugende Rückrunde. So steht der Verein in der Rückrundentabelle aktuell auf dem 7. Platz und konnte beispielsweise vor zwei Wochen einen überraschend deutlichen 5:0-Erfolg gegen den Bischofswerdaer FV einfahren.   

Der Klassenerhalt scheint für den Berliner Pokalsieger von 2015 dennoch nicht mehr erreichbar. Da die Staffel in der kommenden Saison wieder von 14 auf 12 Teams reduziert wird, steigen in dieser Saison mindestens vier Mannschaften ab. Womöglich müssen jedoch sogar fünf Vereine den Gang in die Viertklassigkeit antreten. Sollte letzterer Fall eintreten, wäre Hohen Neuendorf bereits abgestiegen. Trifft es hingegen nur vier Mannschaften, hätte Blau-Weiss mit zwei Siegen in den letzten beiden Spielen theoretisch noch Chancen auf den Klassenerhalt.  

Bilanz: Ausgeglichen in der Vergangenheit

Die Bilanz zwischen beiden Vereinen, die vor einigen Jahren noch große Konkurrenten im Kampf um den Aufstieg in der Regionalliga Nordost waren, ist ausgeglichen. In 23 Duellen gewannen elfmal die Unionerinnen, neunmal gingen jedoch auch die Spielerinnen von Hohen Neuendorf als Siegerinnen vom Platz. Drei Partien endeten unentschieden.

In den letzten Jahren waren es dann allerdings doch meistens klare Angelegenheiten für die Eisernen Ladies. Seit dem Zweitliga-Abstieg Hohen Neuendorfs 2018 gab es sieben Aufeinandertreffen, von denen sechs an Union gingen. So endete auch das Hinspiel in Hohen Neuendorf mit einem deutlichen 6:0-Auswärtserfolg. Vor allem Elisa Spolaczyk überzeugte mit vier Toren.

Stimmen zum Spiel

„Hohen Neuendorf hat den Kader im Winter deutlich verändert, sodass wir von einem kampfbetonten Spiel ausgehen und entsprechend alles geben werden, um im letzten Heimspiel ebenfalls die drei Punkte in Köpenick zu behalten“, blickt Ailien Poese auf die anstehende Partie.

Abschließend wünscht sich die Cheftrainerin auch noch mal die tatkräftige Unterstützung von den Zuschauerrängen: „Liebe Fans, kommt alle, um die Mannschaft noch mal tatkräftig zu unterstützen und aus dem Spiel ein Fest an der Dörpfeldstraße zu machen!“

Personell werden Elisa Schindler, Luca Scheel, Pauline Wimmer sowie Nour Youssef weiterhin nicht mitwirken können. Fraglich sind zudem noch die Einsätze von Celine Frank und Marie Becker.

Serviceinfo

Wie eingangs erwähnt, findet der Anpfiff der Partie bereits um 13 Uhr statt und somit eine Stunde früher als gewöhnlich. Darüber hinaus lohnt sich ein frühzeitiges Erscheinen, da im Vorfeld der Partie die Spielerinnen verabschiedet werden, die ab der kommenden Saison nicht mehr für den 1. FC Union Berlin auflaufen werden.

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