Heute vor 40 Jahren:
Union siegte im Internationalen Fußball-Cup-Wettbewerb
Gut zwanzig Jahre nach der Klubgründung im Januar 1966 sahen die Union-Anhänger zum ersten Mal im Stadion An der Alten Försterei wichtige Spiele in einem internationalen Wettbewerb.
Wie schon 1967, als die Heimbegegnungen im Hans-Zoschke-Stadion in Lichtenberg ausgetragen worden waren, nahm der 1. FC Union Berlin am Internationalen Fußball-Cup-Wettbewerb teil. Die 48 von ihren Verbänden gemeldeten Klubs aus 14 Ländern traten in zwölf Gruppen gegeneinander an. In Gruppe 2 waren der Royal Standard Club de Liège – Standard Lüttich –, der Lausanne-Sports Football Club und der Bundesligavertreter Bayer 05 Uerdingen die Konkurrenten um den ersten Platz. Endrunden und Finals gab es nicht. Für einen Sieg wurden zwei Punkte, für ein Unentschieden ein Punkt vergeben.
Zur Auftakt-Partie waren die Uerdinger am 21. Juni 1986 im Stadion An der Alten Försterei zu Gast. Union siegte vor offiziell 20.500 Zuschauern. Ralf Sträßer in der 16. und in der 76. sowie Heinko Lahn in der 28. Spielminute trafen für Union. Die Tore der Westdeutschen Gäste erzielten Michael Dämmgen in der 23. und Larus Gudmudsson in der 81. Minute der Begegnung.
Eine Woche später, am 28. Juni 1986 traten die Fußballer aus Lausanne in Berlin-Köpenick an. Der Treffer von Union-Verteidiger Ingo Weniger in der 58. Minute entschied das von 12.000 Zuschauern besuchte Spiel.
Am 5. Juli 1986 liefen die Unioner im Stadion in Daillens, einige Kilometer von Lausanne entfernt, zum Rückspiel bei den Schweizern auf. Pierre-Albert Tachet brachte sie vor 900 Stadionbesuchern nach 63 Minuten in Führung, die Union-Angreifer Ralf Sträßer zehn Minuten vor dem Abpfiff ausglich.
Bayer Uerdingen empfing die Unioner im Bayer-Stadion am Löschenhofweg, der Anlage der Amateur- und Jugendabteilung der 05er. Atli Edvaldsson traf in der 10. Minute zur Führung der Gastgeber, Marcel Witeczek in der 75. und in der 85. Spielminute zum 2:0-Zwischen- und zum 3:0-Endstand. Den deutsch-deutschen Vergleich am 12. Juli 1986 sahen 3.500 Zuschauer.
Standard Lüttich war am fünften der sechs Spieltage, am 19. Juli 1986 in Berlin der Gegner. Vor 15.000 Zuschauern im Stadion An der Alten Försterei brachte in Minute 29 Ralf Sträßer die Unioner in Führung, bevor Srebrenko Repcic fünf Minuten vor der Pause den Ausgleich für Standard erzielte. In der 53. Spielminute schossen Ralph Probst das 2:1, in der 86. Olaf Seier das 3:1 und schließlich erneut, in der Schlussminute, Ralph Probst das 4:1 für Union.
Die Sommerfußball-Konkurrenz abschließend traten die Unioner am 26. Juli 1986 im Lütticher Stadion Sclesin an. Die 5.000 Zuschauer sahen in der ersten Spielminute die 1:0-Führung der Gastgeber durch Guy Vandersmissen. In der 35. Minute glich Olaf Seier zum 1:1-Zwischenstand aus. In der 87. Spielminute erzielte Olaf Hirsch den Siegtreffer der Unioner.
So schloss die Mannschaft des 1. FC Union Berlin die 1986er-Intercup-Konkurrenz mit 9:3 Punkten auf dem ersten Gruppenplatz vor Bayer Uerdingen mit 8:4 Zählern ab. Lausanne Sports wurde Dritter mit 5:7, Standard Lüttich Vierter mit 2:10 Punkten.
In den Aufgeboten von Trainer Karl Schäffner und seinem Assistenten Karlheinz Burwieck standen die Torhüter Wolfgang Matthies, Jörn Dams, Ronny Teuber und Olaf Ladewig, die Verteidiger Ralph Probst, Olaf Reinhold, Ingo Weniger, Marco Roßdeutscher, Sven Förster, Holger Sattler, Horst Linde, Marcus Petsch und Dirk Koenen, die Mittelfeldspieler Olaf Seier, Lutz Hendel, Heiko Lahn, André Sirocks, Peter Hackbusch, Lothar Enzmann, Karsten Heine, René Adamczewski sowie die Angreifer René Unglaube, Olaf Hirsch, Ralf Sträßer, Uwe Borchardt, Lutz Hovest, Thoralf Arndt und Bernd Jopek.