Schon gefrühstückt?

Union verurteilt antisemitischen Angriff auf Maccabi-Fans

Nicht tolerierbar:

Fr, 01. Oktober 2021
Union verurteilt antisemitischen Angriff auf Maccabi-Fans

Beim UEFA Europa Conference League-Spiel des 1. FC Union Berlin gegen Maccabi Haifa am gestrigen Abend kam es im Block 14 im Oberring des Olympiastadions zu einem antisemitischen Angriff auf eine Gruppe deutscher Fans von Maccabi Haifa.

Die betroffenen Mitglieder des Jungen Forums der Deutsch-Israelischen Gesellschaft e.V., zu denen der 1. FC Union Berlin heute Kontakt aufgenommen hat, berichten von antisemitischen Beleidigungen, Handgreiflichkeiten und dem Versuch eine Israel-Fahne anzuzünden durch eine kleine Gruppe von Union-Anhängern. Andere Union-Fans im Block haben sich mit den Opfern der Angriffe solidarisiert, die schließlich in Absprache mit dem Ordnungsdienst und der Polizei in den Gästeblock im Unterring gewechselt sind.

„Dieses Verhalten ist beschämend und nicht tolerierbar. Wir bitten die Betroffenen um Entschuldigung. Antisemitismus ist leider in unserer Gesellschaft nach wie vor vorhanden, deshalb zeigt er sich auch im Stadion. Diskriminierung werden wir in unseren Reihen jedoch nie dulden. Es gilt wachsam zu bleiben und unermüdlich dagegen anzugehen. Wir unterstützen die Ermittlungen der Polizei mit allen uns zur Verfügung stehenden Informationsquellen“, erklärt Union-Präsident Dirk Zingler.

„Fußballspiele sind unsere Möglichkeit, durch Begegnung und Kontakt miteinander Vorurteile abzubauen. Das gestrige Spiel ist dafür ein gutes Beispiel: Mehr als 23.000 Menschen waren im Stadion und sind in einer herzlichen Atmosphäre zusammengekommen. Viele von uns hatten gestern und im Vorfeld des Spiels gute Begegnungen und Gespräche mit unseren Gästen aus Haifa und Vertretern jüdischer Organisationen und Vereine in Berlin. Diesen Weg werden wir fortsetzen, denn je mehr Menschen wir erreichen, desto wirksamer können Antisemitismus und Diskriminierung in der Gesellschaft bekämpft werden.“

Auch das Junge Forum der Deutsch-Israelischen Gesellschaft meldete sich heute noch einmal zu Wort: „Vielen Dank für die Welle der Solidarität online und an die Union-Fans, die sich im Stadion mit uns solidarisiert haben! Der Großteil der Unioner hat Maccabi freundschaftlich empfangen und mit ihnen den Fußball gefeiert. Wir erwarten aber auch, dass gegen Antisemitismus im Stadion konsequent vorgegangen wird, damit dies auch weiterhin möglich ist. Für diskriminierungsfreien Fußball!“