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Wie entfesselt: Union spielt Augsburg an die Wand, trifft aber das Tor nicht

Sa, 06. Februar 2010


Statistik:
24 Schüsse gesamt 3
4 Schüsse auf das Tor 2
14 Schüsse neben das Tor 1
6 Abgeblockte Schüsse 0
8 Ecken 4
34 Flanken 14
56% Ballbesitz in % 44%
57% Gewonnene Zweikämpfe am Ball in % 43%
68% Pässe gelungen in % 55%
61% Pässe gelungen in gegn. Hälfte in % 49%
17 Fouls 34
3 Abseits 1



Trainer Uwe Neuhaus überraschte zunächst einmal alle mit einer Aufstellung, die so wohl niemand auf dem Zettel hatte. Die Rückkehr zum 4 - 4 - 2-System brachte Kenan Sahin den zweiten Platz im Sturm neben John Jairo Moquera ein. Die zentrale Mittelfeldposition übernahm "Yusuf" Dogan, Mattuschka rückte nach rechts, Dominic Peitz rackerte auf der 6er-Position und den verletzten Paul Thomik ersetzte Christoph Menz in der Viererkette. Nach kurzem Abtasten übernahm Union alsbald das Kommando und erspielte sich bereits in der ersten Halbzeit derart klare Chancen, dass eine 3:0-Führung verdient gewesen wäre. Nach dem Wechsel ging es genau so weiter: konsequent und energisch in der Defensive, spritzig und hellwach im Angriff. Zum erlösenden Treffer fehlten jedoch immer wieder die entscheidenden Zentimeter. Weder Mosquera, der sieben Schüsse auf's Tor abfeuerte, noch dem unermüdlichen Kenan Sahin gelang es, den Ball über die Linie zu bringen. Weitere gefährliche Versuche nach Standards hatten Torsten Mattuschka und Michael Parensen zu bieten - ebenfalls ohne Erfolg.
Augsburgs Trainer Jos Luhukay versuchte mit der Einwechslung der etatmäßigen Flügelspieler Traore und N'Djeng die Kräfteverhältnisse zu drehen, aber auch diese Maßnahme lief ins Leere, zumal sein Team nach der gelb-roten Karte für Daniel Bayer in der Schlussphase in Unterzahl agieren musste. "Wir haben heute gegen eine unglaublich starke Mannschaft gespielt. Ich kann mit dem Punkt unter diesen Umständen gut leben und bin mir sicher, dass hier auch noch andere Mannschaften Punkte lassen werden", resümierte der Augsburger Coach nach dem Spiel. Sein Berliner Kollege Uwe Neuhaus musste sich damit abfinden, dass seine Mannschaft alles richtig gemacht hatte, am Ende aber für den gewaltigen Aufwand nicht belohnt wurde.
Die Zuschauer feierten die Mannschaft nach dem Schlusspfiff dennoch ausgiebig. Verdient hatten sich die Mannen um Kapitän Daniel Göhlert den Applaus allemal, auch wenn sie heute nur schwer zu trösten waren. "Es hilft alles nichts, das Spiel hätten wir gewinnen müssen", brachte Michael Parensen die Meinung der Spieler auf den Punkt. Aber der nächste Versuch lässt nicht lange auf sich warten. Bereits am kommenden Freitag steht das Auswärtsspiel beim SC Paderborn auf dem Programm.