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Union unterliegt dem BVB mit 0:2

Kein Glück in Dortmund

Mi, 21. April 2021
Union unterliegt dem BVB mit 0:2

Dortmund erweist sich als erwartet schwere Pflaster für Union. Denkbar unglücklich geraten die Eisernen in Rückstand. Einen mehr als schmeichelhaften Elfmeter pariert Andreas Luthe gegen Haaland. Im anschließenden Durcheinander im Strafraum drückt Reus den Ball über die Linie (26.). Dass Union zu diesem Zeitpunkt nicht führt verdanken die Gastgeber der Lattenunterkante ihres Tores, von der Marcus Ingvartsens Schuss in der ersten Spielminute zurück ins Feld prallt. BVB-Keeper Hitz und Pfosten verhindern in der 2. Halbzeit den Ausgleich. Auch der von Max Kruse wunderbar über die Mauer gezirkelte Freistoß prallt vom Aluminium zurück ins Feld. In der umkämpften Schlussphase schließt Guerriero einen Dortmunder Konter zum 2:0-Endstand ab (88.) und besiegelt die Niederlage der Eisernen.
 
Borussia Dortmund: Hitz – Pisczek, Akanji, Hummels, Guerreiro – Reyna (76. Brand), Can (59. Dahoud), Bellingham (90.+1. Reinier) – Hazard (59. Sancho), Haaland, Reus
 
1. FC Union Berlin: Luthe – Trimmel, Friedrich, Knoche (73. Schlotterbeck), Lenz – Ingvartsen, Prömel (80. Gentner), Andrich, Endo (58. Bülter) – Kruse (73. Teuchert), Musa (73. Pohjanpalo)
 
Schiedsrichter: Daniel Schlager, Sven Waschitzki, Thomas Stein, Philipp Hüwe (VAR: Benjamin Brand)
 
Tore: 1:0 Reus (27.), 2:0 Guerriero (88.)
 
Im Duell mit Borussia Dortmund veränderte Urs Fischer seine Startelf im Vergleich zum Heimsieg gegen den VfB Stuttgart auf zwei Positionen. Nico Schlotterbeck und Christian Gentner nahmen auf der Bank Platz, Marcus Ingvartsen und Keita Endo rückten dafür in die Anfangsformation.
 
Die in Gelb gekleideten Hausherren eröffneten die Partie mit dem Anstoß, nur 12 Sekunden später waren es jedoch die Köpenicker, die den ersten Abschluss des Spiels verzeichneten. Nach einem Ballverlust der Borussia am eigenen Strafraum probierte Marcus Ingvartsen sein Glück mit einem wuchtigen Schlenzer aus 16 Metern, die Kugel senkte sich zwar über Marvin Hitz hinweg, klatschte jedoch nur an die Querlatte (1.). Keita Endo zielte von der linken Seite über das Tor (2.), eine Hereingabe von Christopher Lenz parierte Hitz (4.). Erst im Anschluss wurde der BVB besser, tat sich offensiv gegen die gut gestaffelten Unioner jedoch schwer. Die erste Chance der Hausherren verzeichnete Kapitän Marco Reus in der 10. Spielminute, der Nationalspieler zielte jedoch frei vor Andreas Luthe am langen Pfosten vorbei. Torgan Hazard prüfte Luthe vier Minuten später mit einem Linksschuss (14.) von der Strafraumkante, ebenso wie gegen Reyna (16.) hielt Unions Schlussmann jedoch stark. Die Köpenicker setzten weiter gute Akzente, ließen die Kugel in den eigenen Reihen laufen und sorgten immer wieder für Gefahr über die Außen. In der 25. Spielminute tauchte Reus im Strafraum vor Luthe auf und ging im vermeintlichen Zweikampf mit dem Torhüter zu Boden. Schiedsrichter Daniel Schlager zeigte auf den Punkt und sprach den Hausherren den höchst schmeichelhaften Strafstoß zu. Torjäger Erling Haaland trat an und fand in Andreas Luthe seinen Meister, beim Nachsetzen drückte Reus das Leder allerdings doch noch zur Führung des BVB über die Linie (27.). Die Köpenicker leisteten sich nun häufiger einfache Fehler im Aufbauspiel, wussten die daraus resultierenden Angriffe der Borussia jedoch mit viel Leidenschaft zu verteidigen. Eine der wenigen Lücken nutzte Dortmund, um erneut Haaland in Szene zu setzen. Wieder rettete Andreas Luthe stark gegen den jungen Norweger (35.). Die letzten Minuten bis zur Pause schob Union das Spielgeschehen zunehmend in die Dortmunder Hälfte, eine klare Torgelegenheit sollte jedoch nicht dabei herausspringen. Nach einer Minute Nachspielzeit bat Schiedsrichter Daniel Schlager beide Teams in die Kabinen.
 
Ohne personelle Veränderungen starten beide Mannschaften in die zweite Hälfte. Die Köpenicker kamen mit Schwung aus der Kabine, Dortmund postierte sich etwas defensiver und schaltete schnell in den Angriff um. Reus schickte Reyna in die Tiefe, der Flügelspieler versuchte sein Glück mit einem Lupfer, die Kugel trudelte aus spitzem Winkel jedoch deutlich am langen Pfosten vorbei ins Aus (50.). Union ließ den Ball gut laufen, in der vordersten Linie fehlte den Köpenickern jedoch die nötige Genauigkeit. Mit Marius Bülter für Keita Endo schickte Urs Fischer nach 58. Minuten den ersten frischen Mann aufs Feld, Dortmund wechselte doppelt und brachte Mahmoud Dahoud und Jadan Sancho für Can und Hazard (59.). Kurz nachdem Christopher Lenz gegen Bellingham auf der Linie klären konnte (64.), sorgte Max Kruse für das nächste Ausrufezeichen auf dem Rasen (66.). Der Stürmer zirkelte einen Freistoß mit viel Effet um die Mauer, mit den Fingerspitzen und der Hilfe des Pfostens rette Hitz sein Team vor dem Ausgleich. Mit einem dreifachen Wechsel läutete Union die umkämpfte Schlussphase ein. Joel Pohjanpalo ersetzte Petar Musa im Sturm, Cedric Teuchert kam für Max Kruse in die Partie und Nico Schlotterbeck übernahm die Position des bereits verwarnten Robin Knoche. Dortmund blieb defensiv stabil und ließ Union kaum Räume, sich offensiv stärker zu entfalten, vor allem über den schnellen Haaland ging es immer und immer wieder schnell nach vorne, doch Union verteidigte geschickt und lauerte selber auf Kontergelegenheiten. In der 86. Spielminute war es wieder einmal Haaland, der frei vor Luthe auftauchte, der seinerseits jedoch großartig mit dem Fuß parierte. Im Gegenzug brachte Marcus Ingvartsen den Ball aus aussichtsreicher Situation nicht in den Strafraum, weil Dortmund gerade noch zur Ecke klären konnte. Das Spiel stand jetzt auf Messers Schneide. Zwei Minuten vor Ende der regulären Spielzeit unterlief Union dann ein verhängnisvoller Fehler im Aufbauspiel und dann ging es ganz schnell. In höchstem Tempo ging es für mehrere Borussen Richtung Union-Tor, am Ende war es Guerreiro, dessen Abschluss zum 2:0 ins Tor rauschte und die Niederlage endgültig besiegelte.
 
“Vor allem in der ersten Hälfte empfand ich das heute als offenes Spiel in dem beide Teams ihre Möglichkeiten hatten. Die Mannschaft hat das toll gemacht, nach der Pause hat man ein bisschen den Unterschied gemerkt. Aber auch da hatten wir gute Momente, weil Dortmund das zweite Tor nicht macht. Wenn da einer reingeht, können wir das Spiel vielleicht nochmal drehen. Meine Mannschaft hat es trotz des Ergebnisses wirklich gut gemacht”, so Union-Trainer Urs Fischer nach dem Spiel.
 
Im Stadion An der Alten Försterei trifft der 1. FC Union Berlin am Sonnabend, dem 24.04.2021 auf den SV Werder Bremen. Die Partie gegen die Hansestädter beginnt um 15:30 Uhr.

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