Feierabend? Eisern!

Union bezwingt Hoffenheim mit 3:1

Auswärtssieg:

Mo, 02. November 2020
Union bezwingt Hoffenheim mit 3:1

Der 1. FC Union Berlin siegt zum Abschluss des 6. Spieltages der Fußball-Bundesliga mit 3:1 bei der TSG 1899 Hoffenheim. In einer umkämpften Partie mit guten Tormöglichkeiten auf beiden Seiten bringt Max Kruse Union per Foulelfmeter in Führung. Die nach der Notbremse von Robert Skov dezimierten Hoffenheimer schlagen jedoch 10 Minuten vor Schluss durch Munas Dabbur zurück. Union findet trotzdem zurück ins Spiel und erzielt durch die eingewechselten Joel Pohjanpalo und Cedric Teuchert zwei weitere Treffer und nimmt die Punkte mit nach Köpenick.
 
TSG 1899 Hoffenheim: Baumann – Posch (34. Skov), Vogt, Akpogoma – Rudy, Grillitsch (82. Gacinovic), Geiger (62. Baumgartner), Samassekou, Sessegnon – Dabbur (81. Klauss), Belfodil (62. Adamyan)

1. FC Union Berlin: Luthe – Ryerson (87. Gießelmann), Friedrich, Knoche, Hübner, Lenz – Griesbeck (87. Bülter), Andrich, Gentner (83. Teuchert) – Awoniyi (76. Pohjanpalo), Kruse
 
Schiedsrichter: Robert Hartmann, Christian Leicher, Markus Schüller, Nicolas Winter

Tore: 0:1 Kruse (60.), 1:1 Dabbur (80.), 1:2 Pohjanpalo (85.), 1:3 Teuchert (90. +4.)
 
Am Montagabend ersetzte Julian Ryerson den angeschlagenen Kapitän Christopher Trimmel auf der Position des Rechtsverteidigers, in die Abwehr rückte zudem auch Florian Hübner. Anstelle von Sheraldo Becker rotierte Sebastian Griesbeck in die Startelf, in der Spitze setzte Urs Fischer neben Max Kruse auf Taiwo Awoniyi. TSG-Trainer Sebastian Hoeneß veränderte seine Startaufstellung im Gegensatz zum 4:1-Erfolg in der Europa League gegen KAA Gent auf zwei Positionen. Dennis Geiger ersetzte Robert Skov, für Ihlas Bebou durfte Munas Dabbur von Anfang an ran.
 
Wie erwartet starteten die Hausherren mit mehr Ballbesitz in die Partie, fanden gegen die gut gestaffelte Defensive der Unioner zunächst jedoch nicht viele Möglichkeiten sich offensiv zu entfalten. Union machte das Zentrum dicht, zeigte sich gut organisiert und lauerte mit schnellem Umschaltspiel auf Konter.Bereit in der fünften Spielminute kamen die Eisernen mit einem schnellen Gegenstoß über die linke Seite zum Abschluss, Julian Ryerson verpasste die scharfe Hereingabe von Christopher Lenz jedoch um wenige Zentimeter. Nur fünf Minuten später war es Taiwo Awoniyi, der sich mit einem geschickten Haken im Strafraum von seinem Gegenspieler befreite, der Abschluss des Nigerianers rauschte jedoch über die Querlatte (10.). Nach einer Viertelstunde zeigten sich auch die Hausherren erstmals brandgefährlich. Im Anschluss an einen Ballverlust der Unioner Hintermannschaft rettete Robin Knoche für den geschlagenen Andreas Luthe kurz vor der Torlinie, den Nachschuss setzte Munas Dabbur neben das Tor. Union agierte trotzdem weiter mutig und aggressiv und sorgte mit einem Eckball erneut für Gefahr (21.). Den Standard von Max Kruse verlängerte Christian Gentner per Kopf geschickt, Awoniyi kam zwar an den Ball, verpasste jedoch die gute Möglichkeit, den Ball im Tornetz unterzubringen. Während sich Union mit Erfolg als Kollektiv gegen die individuelle Klasse der TSG stellte mussten die Hausherren 10 Minuten vor der Pause verletzungsbedingt wechseln. Stefan Posch, der bei einem Foul an Max Kruse umgeknickt war, verließ den Platz, Robert Skov kam neu in die Partie (34.). Der dänische Nationalspieler leitete umgehend eine gute Möglichkeit der TSG ein, seine flache Flanke verpasste Dabbur jedoch haarscharf im Zentrum, der Abschluss von Belfodil landete nur am Außennetz (36.). Die nächste gute Chance der Partie verzeichneten erneut die Unioner. Kruse bediente Griesbeck mit einer Flanke an den Fünfmeterraum, Torwart Oliver Baumann rette im Stil eines Handballtorwarts mit einem starken Reflex zur Ecke (40.). In der Nachspielzeit der ersten Hälfte konnte sich Andreas Luthe noch bei einem Kopfballabschluss der Hausherren auszeichnen, anschließen bat der Unparteiische Robert Hartmann die Mannschaften zur Halbzeit.
 
Ohne verändertes Personal kamen beide Teams aus der Kabine, auf dem Rasen nahmen zunächst die Eisernen das Heft des Handelns in die Hand. Die Elf von Trainer Urs Fischer sicherte sich nun mehr Ballbesitz, ließ kaum noch Offensivaktionen der TSG zu. Immer wieder kombinierten sich die Köpenicker aus der eigenen Spielhälfte ins offensive Drittel, verpassten es dort jedoch, den entscheidenden Pass an den Mann zu bringen. In der 58. Minute gelang Union jedoch eine feine Kombination an deren Ende Taiwo Awoiyi Sebastian Griesbeck in den Strafraum schickte, kurz vor dem Abschluss des Mittelfeldspielers brachte der eingewechselte Skov als letzter Mann Griesbeck zu Fall. Schiedsrichter Hartmann zögerte keine Sekunde, entschied auf Strafstoß und schickte Skov vom Feld. Max Kruse schnappte sich die Kugel, ließ Baumann keine Abwehrchance und versenkte den Ball trocken zur 1:0-Führung in den Maschen (60.). TSG-Coach Sebastian Hoeneß reagierte und brachte mit Sargis Adamyan und Christoph Baumgartner für Belfodil und Geiger zwei neue Kräfte ins Spiel (62.). Trotz Unterzahl kam Hoffenheim nun wieder besser ins Spiel, drückte Union weit in die eigene Hälfte, ohne jedoch entscheidend gefährlich zu werden. Mit viel Leidenschaft überstand die Elf von Urs Fischer die Druckphase der Hausherren und versuchte selbst mit Kontern für Entlastung zu sorgen. Max Kruse prüfte Baumann mit einem Schuss aus spitzem Winkel, der Keeper parierte die Kugel jedoch zu Seite (75.). Zehn Minuten vor dem Ende zeigte Munas Dabbur seine ganze Klasse und brachte die TSG mit einem wuchtigen Treffer aus knapp 10 Metern zurück ins Spiel (80.). Union ließ sich davon nicht beeindrucken und schlug zurück. Auf Vorlage von Max Kruse besorgte der eingewechselte Joel Pohjanpalo die erneute Führung für den 1. FC Union Berlin und scheiterte wenig später am Innenpfosten. Nach 87 Minuten wechselte Urs Fischer noch einmal doppelt. Der ausgepowerte Sebastian Griesbeck und der nach einem Zweikampf angeschlagenen Julian Ryerson verließen den Platz. Marius Bülter und Niko Gießelmann übernahmen die Positionen. In einer nun hitzigen Schlussphase rette Andreas Luthe in der Nachspielzeit zunächst die knappe Führung, bevor der ebenfalls eingewechselte Cedric Teuchert von Max Kruse freigespielt zum 3:1-Endstand für Union traf.

„Natürlich bin ich froh über dieses Ergebnis. Wenn du mit 1:0 in Führung gehst und der Gegner eine rote Karte bekommt, ist es nicht einfach, da haben wir uns schwergetan. Aus meiner Sicht waren wir nach dem Tor etwas zu passiv und bekommen den Ausgleich. Die Reaktion der Mannschaft war dann aber top. Schon in der ersten Halbzeit war es ein Spiel, das auf beide Seiten hätte kippen können, deshalb war es für uns schon sehr wichtig in Führung zu gehen. Zum Schluss haben wir es dann sehr gut zu Ende gespielt“, so Urs Fischer nach der Partie.

Am kommenden Sonnabend, dem 07.11.2020 bestreitet der 1. FC Union Berlin sein nächstes Bundesligaspiel im Stadion An der Alten Försterei. Zu Gast ist der Aufsteiger DSC Arminia Bielefeld, der Anpfiff erfolgt um 15:30 Uhr.