Schon gefrühstückt?

Union bezwingt Dortmund mit 3:1

Überragender Abend:

Sa, 31. August 2019
Union bezwingt Dortmund mit 3:1

Der 1. FC Union Berlin fährt im Top-Spiel des 3. Spieltages der Fußball-Bundesliga den ersten Saisonsieg ein. Zwei Tore zum 3:1-Heimsieg steuert der zum „Man of the match“ gekürte Marius Bülter bei. Sebastian Andersson erzielte sein zweites Saisontor, für den BVB trifft Paco Alcacer zum zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich.

1. FC Union Berlin: Gikiewicz – Trimmel, Friedrich, Subotic, Lenz – Becker, Andrich, Schmiedebach (62. Gentner), Bülter (76. Mees) – Andersson, Ujah (80. Kroos)

Borussia Dortmund: Bürki – Piszczek, Akanji, Hummels, Hakimi – Weigl (76. Guerreiro), Delaney (46. Dahoud) – Sancho, Reus, Brandt (86. Bruun-Larsen) – Alcácer

Zuschauer: 22.012

Tore: 1:0 Bülter (22.), 1:1 Alcacér (25.), 2:1 Bülter (50.), 3:1 Andersson (75.)

Urs Fischer ließ seine Mannschaft im Gegensatz zu den bisherigen Bundesligapartien mit zwei Sturmspitzen auflaufen. Dem System entsprechend agierten die Eisernen von Beginn an mutig und suchten ein Spiel auf Augenhöhe. Den ersten Paukenschlag ließ aber der BVB vernehmen. Nach fünf Minuten tauchte Lucien Favres Team erstmals vor Unions Tor auf, an der flachen, scharfen Hereingabe von Julian Brandt rutschte Paco Alcácer jedoch vorbei. Im unmittelbar nächsten Spielzug suchte Union eine offensive Antwort und fand sie nach einer Flanke von Kapitän Christopher Trimmel: der Österreicher bediente am zweiten Pfosten Marius Bülter. Sein Kopfball brachte Roman Bürki im Tor des BVB aber nicht in Verlegenheit. Die Unioner fanden nun immer besser ins Spiel. Neven Subotic war nach einer Ecke nur Zentimeter davon entfernt, gegen seinen Ex-Verein zu treffen (09.). Es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, in dem Dortmund zwar den Ball, doch nur selten zwingend das Spielgeschehen kontrollierte. Ein Freistoß von Marco Reus landete am Außennetz (13.), ein flacher Schuss von Jadon Sancho rutschte am Pfosten vorbei. Stattdessen die Führung für Union: Nach einer Ecke kam Marius Bülter im Strafraum an den Ball und zögerte keine Sekunde mit dem Abschluss – sein flacher Ball flog in der rechten Torecke in die Maschen und brachte den Eisernen das erste Heimtor der Bundesliga ein (22.). Diesen Weckruf schien die Borussia gebraucht zu haben, denn kaum drei Minuten später war das Spiel bereits wieder ausgeglichen. Nach einer flachen Hereingabe von der Grundlinie schob Alcácer das Leder mit der Fußspitze zum Ausgleich über die Linie. Bis zum Ende der ersten Halbzeit gelang es beiden Mannschaften nicht, das zuvor gespielte Tempo durchzuhalten. Kurz vor dem Pausenpfiff zogen die Teams aber noch einmal an: Beide Seiten erarbeiteten sich Torchancen, konnten diese aber nicht verbuchen – so ging es mit einem 1:1 in die Pause.

In der zweiten Hälfte wechselte Lucien Favre im defensiven Mittelfeld, Dahoud kam für den angeschlagenen Delaney. Den besseren Start erwischten jedoch die unverändert aufgelaufenen Unioner: Sebastian Andersson schnappte sich einen Ball von Akanjis Fuß und zog damit in Richtung Strafraum. Kurz vor dem 16er ließ der Schwede Mats Hummels gekonnt aussteigen, scheiterte dann aber an Keeper Roman Bürki – der das Leder direkt vor die Beine Marius Bülters prallen ließ. Der Flügelspieler blieb konzentriert und versenkte den Abpraller schließlich im Dortmunder Tor (50.). Der erneute Gegentreffer nahm der Offensive des BVB sichtlich den Wind aus den Segeln. Der hochkarätige Angriff der Borussen stieß zwar immer wieder bis zum Strafraum der Eisernen vor, konnte sich dort aber selten so richtig gefährlich präsentieren. Dies lag auch an der guten defensiven Organisation von Union: Bei Ballbesitz ließ man sich in dieser Phase häufig sehr tief fallen, stellenweise verteidigten Anthony Ujah und Sebastian Andersson im letzten Drittel vor Gikiewicz‘ Tor. Eine Viertelstunde vor Schluss fiel schließlich der spielentscheidende Treffer für Union, als Sebastian Andersson ein flaches Zuspiel von Sheraldo Becker zum 3:1-Endstand über die Linie drückte (75.). Der BVB bäumte sich erneut auf, wirkte nun jedoch zunehmend resigniert – die Angriffe der Borussen wurden meist überhastet zu Ende geführt, Union verteidigte, frenetisch angepeitscht von 20.000 Fans, die jede erfolgreiche Defensivaktion mit tosendem Applaus quittierten, hochkonzentriert. Auch in den sieben Minuten Nachspielzeit gelang es den Schwarz-Gelben zwar Druck aufzubauen, nicht jedoch, diesen in Tore umzumünzen. Das Spiel endete 3:1.

Urs Fischer ist zufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft:
„Wir wussten, dass es sehr harte 90 Minuten werden, du über deine Grenzen gehen musst. Das hat man heute über 90 Minuten gesehen: wir sind bereit zu investieren, hier ist ein Team am Arbeiten. Wir sind heute so mutig aufgetreten, wie wir es uns vorgenommen hatten“, so der Schweizer auf der Pressekonferenz nach dem Spiel.

Für seine Mannschaft geht es nach der Länderspielpause am Samstag, dem 14.09.2019 um 15:30 Uhr mit der Bundesliga weiter. Dann empfangen die Eisernen den SV Werder Bremen im Stadion An der Alten Försterei.

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