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Quintett verlässt Union im Sommer

Abschied aus Köpenick:

Fr, 13. Mai 2022
Quintett verlässt Union im Sommer

Neben dem bereits bekannten Abgang von Grischa Prömel werden vier weitere Unioner den Verein zum Sommer verlassen. Die Verträge von Jakob Busk, Bastian Oczipka, Anthony Ujah und Suleiman Abdullahi laufen aus und werden nicht verlängert.

Den verdienten Applaus für ihre Leistungen im Union-Trikot erhalten die Jungs natürlich am Sonnabend auf dem heimischen Rasen. Circa fünf Minuten vor Anpfiff der Partie gegen Bochum werden sie offiziell verabschiedet.

Nach sechseinhalb Jahren: Busk verabschiedet sich von Union

Mit Torhüter Jakob Busk verliert Union einen der dienstältesten Spieler des aktuellen Kaders. Bereits im Januar 2016 wechselte der damals 22-Jährige vom dänischen Rekordmeister FC Kopenhagen an die Alte Försterei. Nur drei Wochen nach dem Transfer stand der Däne schon zwischen den Pfosten und war sofort die Nummer Eins im Tor der Eisernen.

So gehörte Busk auch zum Kader der Saison 2018/19 und damit zu den Aufstiegshelden der Eisernen. Mit einer starken Bilanz von 18 weißen Westen in 57 Pflichtspielen verlässt der 28-Jährige Köpenick in Richtung neuer Herausforderungen.

Publikumsliebling Prömel zieht es zu alter Wirkungsstätte

Mittelfeldmotor und Vize-Kapitän Grischa Prömel wechselte 2017 vom Karlsruher SC zu den Eisernen und absolvierte in den fünf Jahren bis zum jetzigen Zeitpunkt 140 Pflichtspiele für Union, erzielte 18 Treffer und bereitete zehn weitere vor. So gehörte der gebürtige Stuttgarter auch zu den historischen Aufstiegshelden der Saison 2018/19.

Im offensiven Spiel legte der 27-Jährige in seiner vorerst letzten Saison bei den Köpenickern einen Zahn zu: Mit sechs Treffern ist Prömel hinter Taiwo Awoniyi aktuell als zweitbester Torschütze maßgeblich an der erfolgreichen Bundesliga- und Pokalsaison beteiligt. Mit dem Wechsel zur TSG Hoffenheim kehrt er an seine alte Ausbildungsstätte zurück, wo er mit der damaligen U19 Deutscher Meister wurde.

Keine Vertragsverlängerung für Abdullahi

Das Pendeln zwischen Berlin und Braunschweig ist für Suleiman Abdullahi nun vorbei. Im Jahr 2018 machte „Manni“, wie ihn alle bei Union liebevoll nennen, den ersten Stopp in Köpenick. Für eine Saison liehen die Eisernen den bulligen Stürmer von Eintracht Braunschweig aus. Mit Erfolg: Im Relegations-Hinspiel erzielte Abdullahi eines der zwei so wichtigen Auswärtstore gegen den VfB Stuttgart, die am Ende den Aufstieg in die Bundesliga bedeuteten.

In den Spielzeiten danach kam Abdullahi bei Union weniger zum Zug. In der Saison 2020/21 wurde er dann wieder für ein Jahr nach Eintracht Braunschweig verliehen, um Spielpraxis zu sammeln. In der aktuellen Saison kam er jedoch noch auf keinen Einsatz, sodass er sich nun auf dem Transfermarkt nach neuen Optionen umschaut. „Mannis“ Tor in der Relegation gegen Stuttgart wird in Köpenick so schnell jedoch niemand vergessen.

Ujah verlässt die Hauptstadt

In Unions erster Bundesligasaison der Vereinsgeschichte wurde Anthony Ujah als Verstärkung für die Offensive vom 1. FSV Mainz 05 verpflichtet. Mit zehn Startelfeinsätzen und Toren wie der wichtige Führungstreffer beim 2:0-Erfolg über den damaligen Tabellenführer Borussia Mönchengladbach war der jetzt 31-Jährige maßgeblich am Klassenerhalt der Eisernen beteiligt.

In der folgenden sowie in dieser Spielzeit musste Ujah aufgrund von Knieproblemen und einer anschließenden OP fast komplett aussetzen. Im Februar 2022 gab er beim 0:3 gegen Borussia Dortmund nach 20 Monaten unter tosendem Applaus sein Comeback an der Alten Försterei. Insgesamt kam „Tony“ in drei Saisons bei den Eisernen auf 31 Einsätze, vier Tore und ebenfalls vier Assists.

Oczipka zieht nach erfolgreicher Saison weiter

Nach einer erfolgreichen Saison ist für Außenverteidiger Bastian Oczipka die Zeit bei den Eisernen schon wieder vorbei. Von Schalke gekommen, sollte Oczipka den Kader verbreitern und die linke defensive Außenbahn bearbeiten. In 17 wettbewerbsübergreifenden Pflichtspielen konnte er jeweils ein Tor in der Bundesliga und im DFB-Pokal mit seinen gefährlichen Flanken vorbereiten.

An der äußerst erfolgreichen Saison mit dem Europapokal-Einzug und dem Erreichen des DFB-Pokal-Halbfinals hatte der 33-Jährige damit also auch einen entscheidenden Anteil. Zudem konnte Oczipka ausgerechnet im Berliner Derby sein 300. Bundesligaspiel bejubeln und wurde dafür vor dem Heimspiel gegen seinen Ex-Verein Eintracht Frankfurt von den Unionern gefeiert.