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1. FC Union Berlin erweitert Hausordnung um Antidiskriminierungspassus

Fr, 23. Februar 2007
Auf Vorschlag der Fan- und MItgliederabteilung und nach Bestätigung durch das Bezirksamt Treptow-Köpenick als Betreiber der Sportanlage wurde ein Antidiskriminierungspassus in die Stadionordnung aufgenommen. Während sich andere Vereine gegen Rassismus und rechtsradikale Gesinnungen aussprechen, geht der 1. FC Union Berlin damit noch einen Schritt weiter und schafft sich mit der Umsetzung der dahingehend veränderten Stadionordnung die Möglichkeit, bei Zuwiderhandlung entsprechend konsequent einschreiten zu können. "Wir wollen keineswegs ein Stadion schaffen, in dem Rituale und Gesänge zwischen Fußball-Fans unterschiedlicher Coleur unterbunden werden. Sollten diese jedoch herabwürdigend, menschenverachtend oder die Rechte Dritter verletzen, wird der eingefügte Nichtdiskriminierungspassus die Grundlage des Einschreitens dagegen darstellen", erklärt Sven Schlensog, Sicherheitsbeauftragter des 1. FC Union Berlin. Anbei die neuen Passagen im Einzelnen:



- Das Recht aller Personen auf Nichtdiskriminierung, unabhängig der Rasse, der ethnischen Herkunft, der Religion, der Weltanschauung, des Alters, einer Behinderung oder der sexuellen Ausrichtung, wird durch die Besucher des Stadions "An der Alten Försterei" anerkannt. Die Möglichkeit, diesen Grundsatz bei Vorliegen rechtfertigender Umstände oder erhöhter Sicherheitsrelevanz im Einzelfall durch den Gesetzgeber oder den Verein einzuschränken, bleibt dadurch unberührt.



- rassistische, fremdenfeindliche oder radikale Propagandamaterialen und Parolen zu verbreiten, insbesondere durch rechtsradikale Materialen, rechtsradikale Parolen oder durch Gesten eine rechtsradikale Haltung kundzugeben.