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Union-Frauen überwintern nach Sieg in Leipzig auf dem 2. Platz

Mo, 03. Dezember 2018
Union-Frauen überwintern nach Sieg in Leipzig auf dem 2. Platz

Die Eisernen Ladies verabschieden sich mit einem Auswärtssieg gegen Rasenball Leipzig in die Winterpause. Greta Budde und Charleen Niesler brachten die Rot-Weißen bereits in der ersten Halbzeit auf Kurs, am 2:0 änderte sich in der zweiten Hälfte nichts mehr.

Nachdem in den letzten Wochen mit dem Magdeburger FFC und Blau-Weiß Hohen Neuendorf bereits zwei Verfolger auf Distanz gebracht wurden, wollten die 1. Frauen des 1. FC Union Berlin auch zwischen sich und die Leipzigerinnen drei weitere Punkte bringen.
Für Union spielten:

Monique Eichhorn – Lisa Görsdorf, Marta Schrey (85. Elisa Schindler), Nathalie Götz, Lätizia Radloff – Josephine Ahlswede (67. Maria Pia Zander-Zeidam), Josephine Bonsu, Greta Budde, Marie Weidt – Charleen Niesler, Marta Stodulska (80. Lisa Gierth)

Die Hinrundenpartie gegen RB Leipzig fand erst im August statt, dementsprechend waren die Erinnerungen an den 2:1-Heimsieg der Eisernen noch frisch. Die Anspannung vor der Partie war groß – die Unionerinnen brauchten die drei Punkte, um am Spitzenreiter Viktoria dran zubleiben, die Leipzigerinnen wollten den Abstand zu Union nicht auf 10 Punkte anwachsen lassen und damit den Anschluss an die Spitzengruppe verlieren.

Es ging mit hohem Tempo los, Leipzig lief früh an, Union versuchte das Pressing zügig zu überspielen und die Räume im Rücken der Abwehr zu nutzen. Dies gelang den Rot-Weißen in der 13. Minute über Marta Stodulska, ihre Aktion über die rechte Seite wurde zum Eckball geklärt. Dieser landete, geschlagen von der Kapitänin Marie Weidt, am zweiten Pfosten, wo Greta Budde einlief und den Ball per Kopf zum 0:1 in die Maschen drücken konnte. Die größte Chance der Leipzigerinnen ergab sich direkt im Anschluss, nachdem einer der zahlreichen langen Bälle nicht konsequent abgefangen werden konnte, versuchte sich die RB-Stürmerin mit einem Lupfer über Monique Eichhorn, der allerdings neben dem Tor landete (14.). Ansonsten blieben die Unionerinnen am Drücker und wurden dafür belohnt: ein Freistoß Marie Weidts landete bei Charleen Niesler am 11-Meter-Punkt, sie nahm den Ball zum Tor mit und spitzelte ihn zum 2:0 flach an der Torhüterin vorbei (30.). Vor der Pause hätten sowohl Greta Budde (35.) als auch Marta Stodulska (39.) noch frei vor der Torhüterin erhöhen können, beide brachten die Kugel jedoch nicht im Netz unter.

In der zweiten Hälfte blieben deutliche Chancen Mangelware, dafür wurden die Zweikämpfe zunehmends ruppiger und auch die Atmosphäre auf und neben dem Platz schaukelte sich peu à peu hoch. RB kam zwar äußerst aggressiv aus der Kabine, fand aber keine Mittel gegen die engmaschige Unioner Defensive. Die Weitschüsse und Halbfeldflanken wurden durch die rot-weiße Verteidigung geklärt oder von der sehr souveränen Monique Eichhorn entschärft. Die Konter der Unionerinnen brachten Marta Stodulska (64.), Josephine Bonsu (75.) und Maria Pia Zander-Zeidam (78.) in aussichtsreiche Positionen, die allerdings ungenutzt blieben. Brisant wurde es in der Schlussphase des Spiels. Die Schiedsrichterin zeigte Josephine Bonsu zwei gelbe Karten innerhalb einer Minute, dementsprechend mussten die Unionerinnen die letzten zehn Minuten in Unterzahl bestreiten. Viel anbrennen ließ man jedoch nicht mehr, ein Schuss der Leipzigerinnen aus 18 Metern verfehlte das Tor noch knapp (87.), die zehn verbliebenen Spielerinnen brachten das 0:2 nach Hause.

Trainer Falko Grothe: „Die Spielerinnen sind mit viel Leidenschaft aufgetreten und haben das Spiel verdient gewonnen. Insbesondere im Defensivverhalten waren wir sehr stabil, das ganze Team ist viele Wege gegangen und blieb bis zum Ende konzentriert. Es macht einfach Spaß zu sehen, wie sich die Spielerinnen gegenseitig supporten und füreinander da sind. Das ist vor allem in einem so wichtigen und hitzig geführtem Spiel enorm wichtig. Durch die Siege gegen die drei Verfolger haben wir uns eine gute Basis geschaffen und können in der Rückrunde den Blick nach oben richten. “  

Kapitänin Marie Weidt: „Auch im letzten Spiel in diesem Jahr wollten wir auf jeden Fall die Punkte mit nach Hause nehmen. Wir wussten, dass wir das nur als Team schaffen mit ganz viel Einsatz und Leidenschaft. Schon von der ersten Minute wurde von uns all das abverlangt. Wir haben das sehr gut gemeistert und uns mit den zwei Toren belohnt. In der zweiten Halbzeit hieß es dann, bloß nicht das Spiel aus der Hand geben und die Führung verspielen. Es wurde noch sehr hitzig, aber wir haben uns nicht aus der Ruhe bringen lassen und können das Jahr mit einem Sieg abschließen. Nun heißt es in der Winterpause Kräfte tanken, um in das neue Jahr genauso erfolgreich zu starten, wie wir das alte Jahr beendet haben.“

Josephine Ahlswede: "Im heutigen Spiel gegen RB Leipzig konnten wir an unsere guten Leistungen der letzten Spiele anknüpfen. Wir haben dem Angriffspressing von Leipzig gut standhalten können, konnten uns durch unsere beiden Tore etwas Luft verschaffen und eine gute Grundlage für die 2. Halbzeit erspielen. Durch eine starke geschlossene Teamleistung und enormen Willen zu siegen, ließen wir auch in der 2. Halbzeit wenig nach hinten zu. Schlussendlich nehmen wir die 3 Punkte verdient mit nach Berlin und haben diese Saison beide Spiele gegen Leipzig gewinnen können."

Die Eisernen Ladies überwintern auf dem zweiten Tabellenplatz, fünf Punkte hinter den Spitzenreiterinnen von Viktoria Berlin und mit komfortablem Abstand auf den Magdeburger FFC (7 Punkte), RB Leipzig (7 Punkte) und Blau-Weiß Hohen Neuendorf (9 Punkte). Die Spielerinnen werden sich in den kommenden Wochen von der Hinrunde erholen können, für die Vorbereitung im Januar und Februar sind bereits zahlreiche Hallenturniere und Testspiele geplant – eine detaillierte Übersicht hierzu werden wir demnächst veröffentlichen. Zum Rückrundenauftakt am 03.03.2019 wird Erzgebirge Aue in Berlin gastieren.