Tach gesagt!

Frauen trennen sich 1:1 von RB Leipzig II

4. Spieltag:

So, 18. September 2022
Frauen trennen sich 1:1 von RB Leipzig II

Die Frauenmannschaft des 1. FC Union Berlin bleibt in der Regionalliga Nordost auch nach dem 4. Spieltag weiterhin ungeschlagen, konnte jedoch erstmals in dieser Saison keinen Sieg einfahren. Im Spitzenspiel des Tabellenführers aus Köpenick gegen den ersten Verfolger RB Leipzig II trennten sich die Mannschaften mit 1:1.

1. FC Union Berlin: Wagner (46. Duszat) – Wildner, Becker, Schindler, Bach – Görsdorf (79. Bucher), Wimmer, Heiseler – Youssef, Spolaczyk (46. Rurack) Reissner

RB Leipzig II: Böttcher – Herrmann, Güldenpfennig (72. Bühring), Kiunke, Misch (59. Schmelzle), Heckler, Fietz, Schubert, Werner, Grenz (46. Spitzner), Petters (59. Lulaj)

Tore: 0:1 Güldenpfennig (41.), 1:1 Rurack (75.)

Zuschauer: 80

Leipzig geht kurz vor dem Halbzeitpfiff in Führung

Im Vergleich zum 4:0-Sieg gegen den 1. FFV Erfurt am vergangenen Wochenende nahm Cheftrainerin Ailien Poese drei Veränderungen in der Startformation vor: Innenverteidigerin Pauline Gericke fiel krankheitsbedingt aus, sodass Marie Becker, die sich wiederum nach zwei Wochen Verletzungspause zurückmeldete, direkt in der Startelf begann. Zudem spielten Latoya Bach sowie Naika Reissner anstelle von Zita Rurack und Lena Bucher.

Nur wenige Sekunden nach dem Anpfiff mussten die Unionerinnen bereits erstmals tief durchatmen, als Torhüterin Melanie Wagner einen Schuss der Leipzigerinnen stark an den Pfosten lenkte. Die Gäste erwischten insgesamt den wesentlich besseren Start und kamen in der Anfangsviertelstunde mehrmals in Strafraumnähe, ohne sich jedoch weitere Großchancen herauszuspielen. Es dauerte rund 20 Minuten, bis die Unionerinnen aufwachten und allmählich besser in die Partie fanden. In der Folge hielten die Eisernen Ladies den Ball zwar zumindest vom eigenen Tor fern, spielten jedoch die eigenen Angriffsgelegenheiten zu unsauber aus.

Entsprechend neutralisierten sich beide Mannschaften über weite Strecken im Mittelfeld, sodass es bereits nach einem torlosen Remis zur Halbzeit aussah, als in der 41. Minute plötzlich der Ball im Netz der Unionerinnen lag. Nach einer Ecke köpfte Leipzigs Lena Güldenpfenning die Kugel über Wagner hinweg ins Tor und sorgte somit für die 1:0-Halbzeitführung der Sächsinnen.

Rurack erlöst Union

In der Pause musste Union zusätzlich noch verletzungsbedingt auf der Torhüterposition wechseln: Wagner verletzte sich bereits bei ihrer Parade in der ersten Spielminute am Rücken, sodass in den zweiten 45 Minuten Sarah Duszat zwischen den Pfosten stand.

In der zweiten Halbzeit zeigten die Unionerinnen ein ganz anderes Gesicht und waren die tonangebende Mannschaft. Bereits in der 47. Minute war Naika Reissner nach einem Pass der eingewechselten Zita Rurack allein auf dem Weg zum Tor, doch der Linienrichter entschied auf Abseits, sodass die aussichtsreiche Situation nicht zu Ende gespielt werden konnte. Die Eisernen Ladies blieben jedoch am Drücker und kamen zu einigen Torchancen. So flog ein Kopfball von Rurack in der 54. Minute knapp am Tor vorbei, ehe drei Minuten später auch erstmals in der Partie die Leipziger Torhüterin geprüft wurde. Nach einem Distanzschuss von Pauline Wimmer konnte die Schlussfrau die Kugel nur mit Mühe um den Pfosten ins Toraus lenken.

Es schien, als könnte Leipzig die Druckphase der offensivstarken Unionerinnen im zweiten Durchgang tatsächlich überstehen. In der 75. Minute sorgte jedoch Rurack für die große Erlösung: Nach einer Ecke stieg die 18-Jährige zum Kopfball und erzielte den hochverdienten Ausgleich. Union war jedoch längst nicht satt und wollte unbedingt die drei Punkte in der Dörpfeldstraße behalten. In der 78. Minute wäre es Reissner, die bereits gegen Viktoria Berlin den 2:1-Siegtreffer erzielte, auch fast gelungen, das Spiel zu drehen, doch ihr Schuss aus spitzem Winkel klatschte nur an den Außenpfosten.

Wenngleich der Siegtreffer am Ende nicht mehr gelingen sollte, zeigten die Eisernen Ladies in der 2. Halbzeit eine starke Leistung, die Mut für die kommenden Aufgaben macht. Mit zehn Punkten aus vier Spielen bleiben die Unionerinnen zudem erst mal Tabellenführer, wenngleich Konkurrent Türkiyemspor Berlin mit neun Punkten noch ein Nachholspiel hat.

Stimmen nach dem Spiel

„Obwohl sich dieses Unentschieden im Moment noch wie eine Niederlage anfühlt, können wir sehr stolz auf unsere Leistung, vor allem in der 2. Halbzeit, sein. Wir haben gegen eine Mannschaft, die spielerisch die Beste war, auf die wir in dieser Saison getroffen sind, sehr gut verteidigt und vor allem im zweiten Durchgang mutig offensiv gespielt, sodass wir uns zumindest mit dem Ausgleich belohnen konnten. Am Ende schmerzt das Resultat etwas, aber wir werden den Kopf nicht hängenlassen und den Fokus voll auf das nächste Spiel legen“, baute Ailien Poese die Mannschaft nach dem Schlusspfiff auf.

Ausblick

Bevor es am nächsten Sonntag mit der Auswärtspartie bei Hertha 03 Zehlendorf in der Regionalliga weitergeht, steht für die Unionerinnen am kommenden Donnerstag, dem 22.09.2022, noch die 1. Hauptrunde des Berlin-Pokals an. Der Verbandsligist Borussia Pankow empfängt die Köpenickerinnen um 19.30 Uhr in der Pichelswerderstraße 7 (13187 Berlin).