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Eiserne Ladies schlagen Türkiyemspor mit 11:2

Sieg im Top-Spiel:

So, 12. November 2023
Eiserne Ladies schlagen Türkiyemspor mit 11:2

Die Profimannschaft der Frauen des 1. FC Union Berlin setzt sich am 10. Spieltag der Regionalliga Nordost mit 11:2 gegen Türkiyemspor Berlin durch. Im letzten Liga-Heimspiel des Jahres bringen Lisa Heiseler und Dina Orschmann die Unionerinnen vor 300 Zuschauern früh in Führung (8./13.). Nach einer halben Stunde spielen sich die Eisernen Ladies in einen Rausch und machen mit vier Treffern in acht Minuten bereits das halbe Dutzend voll (27./29./33./35.). Für den 7:0-Halbzeitstand sorgt Anouk Blaschka in der 40. Minute. In der 2. Halbzeit sind es zunächst erneut Abu Sabbah und Dina Orschmann, die das Ergebnis auf 9:0 schrauben (48./61.). Türkiyemspor gelingt in der 65. Minute der 9:1-Ehrentreffer, wovon sich die Unionerinnen jedoch nicht beirren lassen und durch Pia Metzker sowie Nour Youssef nachlegen (72./81.). Den letzten Treffer des Tages erzielt Türkiyemspor zum 11:2-Endstand in der 84. Minute.

1. FC Union Berlin: Wagner – Metzker, K. Orschmann, Niesler (46. Becker), D. Orschmann (64. Reissner) – Görsdorf, Heiseler, Moraitou (46. Frank) – Blaschka (46. Youssef), Abu Sabbah (79. Rurack), Trojahn

Türkiyemspor Berlin: Scheunemann – Schick (69. Kullick), Szuh, Laue, Wolter Cosme – Beyaztepe (46. Loredo Ahoki), Almasalme, Lübcke – Vom-Dahl (69. Mohamad), Wippig (80. Toth), Pflanz (80. Schwedler)

Personal: Union-Cheftrainerin Ailien Poese veränderte die Startelf im Vergleich zum 8:0-Sieg gegen den 1. FFC Turbine Potsdam II vor zwei Wochen auf einer Position. Athanasia Moraitou kehrte für Celine Frank in die Anfangsformation zurück.

Tore: 1:0 Heiseler (8.), 2:0 D. Orschmann (13.), 3:0 Trojahn (27.), 4:0 Abu Sabbah (29.), 5:0 Abu Sabbah (33.), 6:0 Moraitou (35., Foulelfmeter), 7:0 Blaschka (40.), 8:0 Abu Sabbah (48.), 9:0 D. Orschmann (61.), 9:1 Pflanz (65.), 10:1 Metzker (72.), 11:1 Youssef (81.), 11:2 Schwedler (84.)

Zuschauer: 288

Torfestival in Adlershof: Union führt zur Halbzeit mit 7:0

Die Unionerinnen rissen das Spielgeschehen in der Dörpfeldstraße direkt an sich und ließen von Beginn an Ball und Gegner laufen. Der Lohn für die engagierte Anfangsphase sollte in der 8. Minute prompt folgen. Ein Eckball von Anouk Blaschka erreichte Lisa Heiseler, die am Fünf-Meter-Raum völlig ungedeckt war und das Leder mit links per Direktabnahme ins Netz drückte. Nur eine Minute später kam die Kapitänin, die bereits beim letzten Aufeinandertreffen mit einem Hattrick glänzte, erneut in eine gefährliche Abschlussposition, doch diesen Abschluss konnte Laetitia Scheunemann im Türkiyemspor-Tor parieren. Der zweite Treffer der sollte dennoch nicht lange auf sich warten lassen. In der 13. Minute zeigten die Eisernen Ladies ihr überragendes Umschaltspiel, als Anouk Blaschka den Ball an der Mittellinie gewann und Heiseler auf die Reise schickte, welche allein vor Scheunemann auftauchte und uneigennützig für die mitgelaufene Dina Orschmann querlegte, die das Spielgerät nur noch ins leere Tor schieben musste.

Auch in der Folge blieb der Druck groß und so kombinierte sich Union im Minutentakt in den gegnerischen Strafraum. Ab der 27. Minute brachen schließlich alle Dämme und die Rot-Weißen lieferten ein wahres Torspektakel ab. Den Anfang machte Sophie Trojahn, die nach einem Steilpass frei vor dem Tor stand und die Kugel überlegt ins Netz schob. Zwei Minuten später folgte bereits das 4:0, welches nach einem ähnlichen Muster fiel: Blaschka spielte den Ball in die Tiefe auf Abu Sabbah, die zu schnell für ihre Gegenspielerin war und den Ball ins lange Eck schlenzte. Der schönste Treffer des Tages folgte in der 33. Minute: Athanasia Moraitou flankte den Ball von links in den Strafraum, wo Abu Sabbah die Kugel per Seitfallzieher direkt nahm und unter die Querlatte knallte. Den Zuschauern blieb jedoch keinerlei Zeit zum Durchatmen, denn nur eine Minute später ging es mit dem Toreschießen weiter. Nach einem Foul im Strafraum entschied die Unparteiische auf Strafstoß. Moraitou nahm sich der Sache an und schoss den Ball souverän ins linke Eck (34.).

Anschließend schalteten die Unionerinnen, die in jenen acht Minuten mit vier Toren regelrecht über den Gegner hinwegfegten, zumindest einen Gang herunter. Weiterhin kontrollierte Union jedoch das Spiel und legte zumindest noch einen Treffer bis zum Halbzeitpfiff nach. Ein Freistoß von Blaschka rutschte in der 40. Minute durch die Hände von Scheunemann und sorgte somit für den 7:0-Halbzeitstand.

Acht verschiedene Torschützinnen bei Union – Türkiyemspor mit Ehrentreffern

Auch nach dem Seitenwechsel knüpften die Unionerinnen direkt an die Leistung des ersten Durchgangs an. Sarah Abu Sabbah legte in der 48. Minute mit einem Schuss vom Strafraumrand das 8:0 nach. In der Folge blieben die Rot-Weißen drückend überlegen, agierten jedoch nicht ganz so effizient wie in der ersten Halbzeit. So scheiterte Lisa Heiseler in der 56. Minute an der gegnerischen Schlussfrau und auch Abu Sabbah konnte die Torhüterin zwei Minuten später aus kurzer Distanz nicht überwinden. Ein Eckball in der 61. Minute verhalf schließlich aber wieder zum Erfolg. Heiseler schlug das Leder in den Strafraum, wo Dina Orschmann mit Wucht an den Ball kam und per Kopf ihren Doppelpack perfekt machte.

Die Eisernen Ladies wollten nun das Ergebnis zweistellig machen, doch zunächst gelang den Gästen aus Kreuzberg der Ehrentreffer. Ein Freistoß aus dem Halbfeld rutschte Melanie Wagner durch die Hände, sodass Lena Pflanz den Ball nur noch ins leere Tor schieben musste (65.). Es war der erste Gegentreffer für die Unionerinnen nach 872 Minuten. Der letzte fiel nach drei Minuten am 1. Spieltag.

Die Köpenickerinnen ließen sich nicht beirren und konnten schließlich durch Pia Metzker den zehnten Treffer erzielen. Abu Sabbah wurde hinter die Kette geschickt und legte in den Lauf von Metzker, die den Ball im Fallen über die Linie drückte. Es folgte in der 81. Minute der 11:1-Treffer durch Nour Youssef mit einem Flachschuss ins lange Eck. Die 18-Jährige war gleichzeitig die achte unterschiedliche Torschützin für Union an diesem Nachmittag, was die überzeugende Mannschaftsleistung der Eisernen Ladies nochmals unterstreicht. Den letzten Treffer des Tages erzielte jedoch Türkiyemspor nach einem Konter durch die eingewechselte Sally Schwedler und unter Beihilfe des Innenpfostens (84.)

Die Eisernen Ladies bleiben somit auch nach dem 10. Spieltag weiterhin ohne Punktverlust in der Regionalliga Nordost und führen die Tabellen nun mit neun Punkten Vorsprung auf Verfolger Viktoria Berlin an, der allerdings ein Spiel weniger absolviert hat.

Stimmen zum Spiel

„In der 1. Halbzeit waren wir absolut souverän und haben Türkiyemspor kaum an den Ball kommen lassen. Wir haben es da überragend durch das Zentrum mit vielen kurzen Aktionen gespielt. In der 2. Halbzeit sind die Gegentore natürlich ärgerlich, aber nichtsdestotrotz war es heute das Spiel zwischen dem Ersten und Drittplatzierten mit einem klaren Ergebnis“, fasste Cheftrainerin Ailien Poese das Spielgeschehen zusammen.

„Ich fand unsere Leistung im Ganzen sehr gut. In der ersten Halbzeit haben wir gut gepresst und sind gut in die Tiefe gekommen. In der 2. Halbzeit hatten wir ein bisschen mehr Schwierigkeiten damit, aber am Ende hat heute trotzdem fast alles geklappt“, erklärte Verteidigerin Naika Reissner

Auch Nour Youssef war mit dem Auftritt rundum zufrieden: „Die Atmosphäre war schon vor dem Spiel überragend, und die Mädels sind super ins Spiel gekommen. Wir haben früh losgelegt, was uns entsprechend Sicherheit gegeben hat und wodurch wir am Ende 11:2 gewinnen konnten.“

Ausblick

Bereits in vier Tagen, am Donnerstag, dem 16.11.2023, stehen sich beide Teams erneut gegenüber. Im Achtelfinale des Polytan-Pokals kämpfen die Mannschaften um den Einzug in die nächste Runde. Jene Partie wird im Käthe-Tucholla-Stadion im Bruno-Bürgel-Weg stattfinden. Der Anpfiff erfolgt um 19:30 Uhr. Der Eintritt ist frei.

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