Hallo und Eisern!

Eiserne Ladies bezwingen Carl Zeiss Jena II mit 3:0

Sieg im nächsten Spitzenspiel:

So, 24. September 2023
Eiserne Ladies bezwingen Carl Zeiss Jena II mit 3:0

Die Frauen-Profimannschaft des 1. FC Union Berlin gewinnt das Auswärtsspiel beim bisher ungeschlagenen FC Carl Zeiss Jena II mit 3:0. Sarah Abu Sabbah bringt die Unionerinnen in Front (13.), die eingewechselte Maria Cristina Lange erhöht erst auf 2:0 (74.) und dann kurz vor Abpfiff auf 3:0 (88.).

FC Carl Zeiss Jena II: M. Wichmann - Berk, Kratzer (46. Walter), L. Wichmann, Hof (24. Sträßer), Frießleben – Leberecht (70. Krafczyk), Groß, Landmann – Börner (70. Breker), Reske (76. Collaku)

1. FC Union Berlin: Wagner – Metzker, K. Orschmann, Niesler, Reissner – Rurack (66. Lange), Frank (91. Bach), Heiseler – Youssef (46. Blaschka), Abu Sabbah (79. Görsdorf), D. Orschmann (79. Trojahn)

Personal: Im Vergleich zum vergangenen Ligaspiel gegen den FC Viktoria 1889 Berlin veränderte Union-Cheftrainerin Ailien Poese ihre Anfangsformation auf zwei Positionen. Charleen Niesler ersetzte in der Innenverteidigung Marie Becker und Zita Rurack rückte für Athanasia Moraitou in die Startelf, welche aktuell mit der griechischen Nationalmannschaft unterwegs ist.

Zuschauer: 123

Tore: 0:1 Abu Sabbah (13.), 0:2 Lange (74.), 0:3 Lange (88.)

Union dominiert – Abu Sabbah trifft

Die Union-Elf startete offensiv in die Partie und setzte den ungeschlagenen Tabellenzweiten der Regionalliga Nordost früh in der eigenen Hälfte unter Druck. In der zweiten Minute prüfte Kapitänin Lisa Heiseler zum ersten Mal Torhüterin Mailin Wichmann mit einem Freistoß aus halbrechter Position. Drei Minuten später folgte der nächste gute Angriff, welchen Sarah Abu Sabbah nach Vorlage von Zita Rurack am Ende zu ungenau abschloss. Die erste große Chance der Partie hatte dann Rurack selbst. Nach einer Flanke von Dina Orschmann auf der linken Seite köpfte Unions Nummer Neun aus sieben Metern knapp über das Tor (12). Nur eine Minute später machten es die Eisernen Ladies dann besser. Heiseler spielte aus dem Zentrum Dina Orschmann auf dem linken Flügel frei, die flach an den zweiten Pfosten flankte, wo Abu Sabbah ohne Probleme einschieben konnte.

Die Führung gab den Unionerinnen weiteres Selbstbewusstsein und so dominierten sie das Spiel mit viel Ballbesitz. In der 19. Spielminute suchte Abu Sabbah mit einer sehenswerten Außenristflanke Heiseler, welche frei im Strafraum den Ball aber nicht gut genug verarbeiten konnte. Aus der spielerischen Überlegenheit konnte Union in den folgenden Minuten zu wenig zwingende Aktionen kreieren.

Erst in der 31. Minute wurde es wieder gefährlich. Einen Freistoß aus dem Halbfeld spielte Katja Orschmann kurz auf Heiseler und die Kapitänin brachte den Ball hoch auf den Kopf von Rurack, welche aber aus guter Position knapp über das Tor köpfte. Diese Szene startete eine Drangphase der Unionerinnen. Eine Minute später schickte Abu Sabbah Dina Orschmann in den Lauf und die Flügelspielerin verzog mit einem Schuss auf das kurze Eck. Bei der nächsten Chance stand erneut Dina Orschmann im Mittelpunkt. Naika Reissner schickte die Vize-Kapitänin in die Tiefe und diese schlenzte frei vor dem Tor knapp vorbei (40.). Abu Sabbah versuchte es kurz vor der Halbzeit aus der Distanz dann erfolgte der Pausenpfiff.

Lange erhöht von der Bank

Zum Seitenwechsel tauschte Union einmal und brachte Anouk Blaschka ins Spiel. Das Spiel lief auch zu Beginn des zweiten Durchgangs ähnlich wie zuvor. Union bestimmte das Geschehen und erspielte sich immer wieder gefährliche Situationen. So auch zwei Minuten nach Wiederanpfiff, als Abu Sabbah eine Flanke von Pia Metzker nur mit den Fußspitzen erwischte und dadurch nicht auf das Tor brachte. Kurz darauf wurde ein Freistoß nur ungenügend geklärt und Dina Orschmann prüfte mit einem Kopfball aus acht Metern Torhüterin Wichmann, welche zur Ecke klärte. Den anschließenden Eckball brachte Heiseler in die Mitte und Abu Sabbah drückte den Ball mit der Brust knapp am Tor vorbei. Danach kamen auch die Gastgeber nach einem Standard zu ihrer ersten Torchance. Leonie Wichmann flankte einen Freistoß aus dem Halbfeld gefährlich in den Strafraum, wo er von Denise Landmann verlängert wurde und knapp am Union-Tor vorbei ging. Nach 64 Minuten versuchte es Lisa Heiseler mit einem Freistoß aus halbrechter Position, der etwa einen Meter vorbei ging.

Kurz danach wechselte Union erneut und Maria Cristina Lange kam ins Spiel. Acht Minuten nach ihrer Einwechslung spielte die großgewachsene Offensivspielerin einen Doppelpass mit Heiseler und schloss aus zehn Metern trocken in den Winkel ab (74.). Es war der erste Pflichtspieltreffer im Union-Dress für Lange, die im Sommer aus Potsdam kam. Unions Nummer 13 bekam Selbstvertrauen durch ihr erstes Tor und war auch an den folgenden gefährlichen Aktionen beteiligt. In der 82. Minute machte sie einen langen Ball fest und versuchte es mit einem Schuss aufs lange Eck. Der Ball ging aber knapp rechts vorbei. Drei Minuten später versuchte es Lange dieses Mal aus der Distanz, aber erneut verfehlte sie knapp. In der 88. Minute machte sie es dann im zweiten Anlauf besser. Reissner setzte die Einwechselspielerin in Szene und bediente Lange am Strafraum. Diese zog ab und der erste Versuch wurde zunächst von Mailin Wichmann gehalten. Doch der Abpraller landete erneut bei Lange und diese erzielte mit einem Schuss ins leere Tor ihren zweiten Treffer des Tages. Kurz danach ertönte der Schlusspfiff von Schiedsrichterin Luca Sophie Krech.

Stimmen nach dem Spiel

„Wir hatten das Spiel klar in der Hand, haben uns gut durchkombiniert und hinten auch keine wirkliche Torchance zugelassen. Wir sind mental stark in das Spiel reingegangen und waren uns bewusst, dass Jena bisher ungeschlagen war“, fasste Katja Orschmann das Spiel zusammen.

Doppeltorschützin Maria Cristina Lange freute sich über ihre beiden Tore: „Ich bin froh, dass ich mit meinen ersten beiden Pflichtspiel-Toren für Union zum Sieg meinen Beitrag leisten konnte.“

Ailien Poese zeigte sich zufrieden mit dem Spiel ihrer Mannschaft: „Jena hat gut verteidigt und wenig Lücken zugelassen. Das frühe 1:0 hat uns gutgetan. Wir müssen dann natürlich mit den vielen Großchancen nachlegen. Wir haben uns aber immer wieder weitere Gelegenheiten erspielt. Dass Nina Lange dann nach ihrer Einwechslung zwei Tore macht, ist natürlich auch sehr schön."

Ausblick auf die kommenden Tage

Für die Unionerinnen geht es nach der Rückreise aus Jena mit dem morgigen Spielersatztraining weiter. Das kommende Wochenende ist für die Mannschaft von Ailien Poese spielfrei. Das nächste Pflichtspiel für Union steht am Donnerstag, dem 05.10.2023, um 19:30 Uhr im Polytan-Pokal gegen den TSV Mariendorf 1897 an. In der Liga geht es für die Eisernen Ladies drei Tage später mit dem Heimspiel gegen den Aufsteiger SV Blau Weiss Berolina Mitte 49 weiter.