Hallo und Eisern gesagt!

U19 unterliegt Hertha im Pokalfinale

Entscheidung im Elfmeterschießen:

Mi, 08. Mai 2024
U19 unterliegt Hertha im Pokalfinale

Die älteste Jugendmannschaft des 1. FC Union Berlin musste sich im Finale des Berliner-Juniorenpokals Hertha BSC nach Elfmeterschießen mit 4:5 geschlagen geben. In einer intensiven Partie kämpften sich die Eisernen nach dem Rückstand in letzter Sekunde zurück und unterlagen am Ende im Elfmeterschießen. Dennoch haben die Unioner sich aufgrund der Finalteilnahme für die kommende Ausgabe des DFB-Pokals der Junioren qualifiziert.

1. FC Union Berlin: Rodtnick – Scholz (78. Minute Kortebusch), Ackermann (85. Asanji), Engelbreth, Rösner (71. Ogbemudia), Kramer – Schleinitz, Aliji (71. Kalayci), Jahaj (61. Friedrich) – Kalayci (46. Alkan), Asanji (71. Gray)

Hertha BSC: Goller – Strasner, Matiebel (89. Ishionwu), Hoffmann, Weiland – Michelbrink, Telib, Ishionwu (65. Traore) – Pereira Mendes, Rölke, Bellomo (81. Sherwood)

Zuschauer: 1248

Tore: 0:1 Rölke (78. Minute), 1:1 Engelbreth (90.)

Spielbericht

Intensiver Pokalfight auf Augenhöhe

Im Poststadion führte Hertha BSC nach einer Gedenkminute für den kürzlich verstorbenen Verbands-Funktionär Otto Höhne den Anstoß aus. Beide Teams brauchten einen Moment, um in die Partie zu finden. Es war von Beginn an spürbar, dass alle Akteure das Stadtduell hochmotiviert angingen. Nach etwa fünf gespielten Minuten wurde es plötzlich brenzlig im Strafraum der Blau-Weißen: In Folge eines Fehlers der Defensive schnappte sich Unions Stürmer Asanji das Leder und kam aus spitzem Winkel zum Abschluss. Der Schlussmann parierte jedoch und schaffte es im letzten Moment im Nachfassen das Spielgerät zu sichern. Danach startete auch Hertha eigene Offensivbemühungen und es entwickelte sich ein Schlagabtausch mit Chancen auf beiden Seiten. Dabei wurde es vor allem nach schnellem Umschaltspiel gefährlich vor den Toren. Der erste Durchgang blieb über die gesamte Spielzeit geprägt von intensiven Duellen und Konterversuchen beider Teams. In den entscheidenden Momenten waren jedoch die Defensivreihen und besonders die Keeper zur Stelle und so ging es mit einem torlosen Remis in die Pause.

Union kämpft bis zum Abpfiff

Die Eisernen kamen schwungvoll in den zweiten Abschnitt und gleich zu einer Großchance: Nach einem zielgenauen Pass gab es erneut das Duell Asanji gegen Goller. Der Stürmer der Rot-Weißen lief allein auf den Schlussmann zu, dieser konnte den anschließenden Lupfer jedoch mit den Fingerspitzen ablenken. Doch auch die Charlottenburger drängten nach vorne und blieben besonders über Standards gefährlich. Es blieb das offene Spiel mit wechselnden Vorteilen. In der gerade angebrochenen Schlussviertelstunde ging Hertha in Führung. Nach einer hohen Hereingabe stieg der charlottenburger Stürmer am höchsten und köpfte aus kurzer Distanz zum 0:1 ein. Die Eisernen warfen mit neuen Kräften nochmal alles nach vorne und erspielten sich weitere Torraumszenen. Erst in der Nachspielzeit belohnten sich die Unioner dann für die wiederholten Bemühungen: Nach einer Hereingabe von der rechten Seite hinderte ein Verteidiger der Hertha Offensivakteur Alkan regelwidrig am Abschluss und es gab folgerichtig Strafstoß. Kapitän Engelbreth übernahm die Verantwortung und erzielte mit dem Schlusspfiff den Ausgleichstreffer.

Im Anschluss folgte direkt das Elfmeterschießen. In einem turbulenten Duell vom Punkt vergab Hertha gleich zu Beginn. Nach der Führung für Union glichen die Blau-Weißen aus und die Eisernen verpassten es, auch aufgrund zweier Aluminiumtreffer, in der Folge das Spiel zu entscheiden. Am Ende unterlagen die Köpenicker Hertha BSC trotz des späten Comebacks mit 4:5 im Elfmeterschießen.

Stimme zum Spiel

„Eine Niederlage im Elfmeterschießen ist immer bitter“, erklärt Interimstrainer André Vilk im Anschluss an das Pokalfinale. „Nach dem späten Treffer lag das Momentum bei uns und selbst im Elfmeterschießen hatten wir noch mehrfach die Chance, das Spiel für uns zu entscheiden. Ich hätte es den Jungs sehr gegönnt, denn sie spielen eine überragende Saison und haben auch heute niemals aufgegeben, weshalb es besonders schade ist“, so Vilk weiter.

Ausblick

Nach dem Pokalfinale steht für die A-Junioren des 1. FC Union Berlin zum Saisonabschluss noch eine Auswärtspartie an. Am kommenden Sonnabend, dem 11.05., geht es in der Junioren-Bundesliga gegen den FC Carl Zeiss Jena.