Mahlzeit!

U19 muss sich Viktoria geschlagen geben

Knappe Niederlage im Derby:

So, 28. August 2022
U19 muss sich Viktoria geschlagen geben

Die A-Junioren des 1. FC Union Berlin unterliegen am heutigen Sonntag, dem 28.08., in der Partie der Bundesliga Nord/ Nordost Viktoria Berlin mit 1:2.

1. FC Union Berlin: Stein – Bruns, Ackermann (46. Kamdem), Mattmüller – Kemlein, Schleinitz (61. Aliji), Scholz (46. Preu), Ibrahimi, Gögce (74. Hoffmann) – Jurschik (87. Kramer), Sanogo

FC Viktoria 1889 Berlin: Petzsch – Hinze, Köstekli, Dabak – Schmüser, Böge, Yildirim (57. Phong), Keskin, Drost (71. Thurau) – Halimi (81. Sommerfeld), Scacun (81. Kreibich)

Zuschauer: 150

Tore: 1:0 Scacun (30.), 1:1 Schleinitz (59.), 2:1 Keskin (83.)

1. Hälfte

Der Beginn der Partie ist durch viele intensive Zweikämpfe im Mittelfeld geprägt. Beide Mannschaften verstecken sich nicht und ziehen ein laufintensives Spiel mit viel Pressing und Gegenpressing auf. Nach 10 Minuten kommen die Eisernen zum ersten Mal gefährlich vor das gegnerische Tor. Im Anschluss an einen starken Lauf von Jurschik auf der rechten Angriffsseite setzte Sanogo den Ball nach der Hereingabe knapp über das Tor.  Nach einer guten Viertelstunde kommen dann auch die Himmelblauen Gastgeber zu einer guten Torchance. Der Standard von links segelt knapp am langen Eck vorbei, Torhüter Stein wäre jedoch vermutlich zur Stelle gewesen. Kurz darauf erobert Jurschik vorne den Ball und kann aus zentraler Position abschließen. Der Schuss aus 20 Metern verfehlt den Kasten jedoch. Mitte der ersten Hälfte kommt Ibrahimi nach einem Einwurf von links zu einem Kopfball aus kurzer Distanz. Es fehlt jedoch der Druck hinter dem Ball und so kann der Schlussmann der Gastgeber den Ball festhalten.

Nach einem kurzen Zupfer während eines Zweikampfs im Sechzehner bekommt Viktoria Berlin nach 30 gespielten Minuten einen Strafstoß zugesprochen. Diesen verwandelt Scacun im Anschluss links oben. Der Treffer fällt in einer Phase, wo eigentlich die Gäste aus Köpenick das Spiel bestimmen. Auch im Anschluss bleiben es die Eisernen, die das Spielgeschehen an sich reißen. Die Gastgeber aus Lichterfelde konzentrieren sich auf ihre Defensivarbeit und strahlen lediglich über Konter Gefahr aus. Kurz vor dem Pausenpfiff kommt abermals der 1. FC Union Berlin zu einer hochkarätigen Torchance. Der Schuss von Sanogo von der linken Strafraumkante kann jedoch pariert werden.

So geht ein intensiver erster Abschnitt zu Ende. Es ist erkennbar, dass sich beide Teams etwas vorgenommen haben und auf den ersten Sieg in der aktuellen Saison drängen. Nach einem umkämpfen Start sind es die Eisernen, die sich mehr und vielversprechendere Chancen erspielen. Wirklich zwingend wird es jedoch lediglich nach Fehlern in der Defensive des Gegners oder durch Standards. So fällt dann auch der vorerst einzige Treffer nach einem Strafstoß auf der Gegenseite. Auch nach dem Gegentreffer ergibt sich ein Chancenplus für die Gäste, jedoch können sie ihre Spielanteile nicht in Zählbares umwandeln.

2. Hälfte

In der zweiten Hälfte setzt sich das Bild des ersten Abschnitts fort. Die Köpenicker testen direkt nach dem Wiederanpfiff den Schlussmann der Hausherren mit einem Abschluss von Kemlein aus der zweiten Reihe und einem Fernschuss von Preu. Beide Bälle kann dieser jedoch sichern. Auch weitere Versuche der Rot-Weißen aus der Distanz bleiben ohne Erfolg. Nach einer Flanke von der rechten Seite kommt dann Sanogo im Duell zum Kopfball aus kurzer Entfernung zum Tor. Der Ball landet am linken Pfosten und der Abpraller kann im Anschluss von Schleinitz zum 1:1 Ausgleich verwertet werden. In Folge des Treffers entwickelt sich ein offener Schlagabtausch beider Teams, auch Viktoria Berlin macht wieder mehr für das Spiel und es kommt zu Chancen auf beiden Seiten. In dieser Phase des Spiels haben die Eisernen weiterhin mehr vom Spiel, sie werden jedoch nicht zwingend genug und sehen sich mit einer gut sortierten Defensive konfrontiert.

Auf der anderen Seite fällt kurz darauf das 2:1 für Viktoria Berlin. An dem Schuss von links ist Schlussmann Yannic Stein noch dran, kann den Ball jedoch nicht mehr am Tor vorbeilenken und ist zum zweiten Mal geschlagen. Die Köpenicker wechseln nach dem Gegentor ein weiteres Mal, doch auch für die neuen Kräfte gibt es kein Durchkommen gegen die Hintermannschaft der Gastgeber. Kurz vor dem Abpfiff liegt nach einem Kopfball von Bruns der Ball dann im Tor der Himmelblauen. Der Schiedsrichter entscheidet jedoch auf Abseits und annulliert den Treffer. Danach ist Schluss, Union bleibt bis zum Ende die spielbestimmende Mannschaft und verliert trotz vermeintlicher Überlegenheit auf dem Rasen mit 1:2. Die Hausherren von Viktoria Berlin zeigen sich hinten sicher, vorne effizient und bestrafen so die fehlende Konsequenz der Eisernen eiskalt.

Stimme zum Spiel:

Trainer Marco Grote kommentiert die Niederlage wie folgt: „Ich bin mit unserer heutigen Leistung nicht zufrieden. Wir wussten eigentlich, was auf uns zukommt, aber haben nicht genug getan, nicht genug investiert und zu viele Ballverluste gehabt. Auf der anderen Seite war Viktoria gallig, läuferisch stark und konnte sich so am Ende nicht unverdient durchsetzen. In der Phase vor dem Ausgleich waren wir gut im Spiel und machen dann auch das Tor, ansonsten aber haben wir die Situation nicht richtig angenommen und unseren Spielplan zu ungenügend umgesetzt, um so ein Spiel für uns zu entscheiden.“

Ausblick auf die kommende Woche:

Als nächste Aufgabe steht für die U19 der Eisernen am kommenden Wochenende das Spiel gegen Werder Bremen auf dem Programm. Die auf dem heimischen Rasen in Köpenick ausgetragene Partie beginnt um 11:00 Uhr.