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Bittere Elfmeterentscheidung in letzter Minute: U23 verliert 1:2 gegen RB Leipzig

Mi, 03. April 2013
Bittere Elfmeterentscheidung in letzter Minute: U23 verliert 1:2 gegen RB Leipzig

Die U23 des 1. FC Union Berlin hat das Nachholspiel des 16. Spieltags gegen RasenBallsport Leipzig durch einen Elfmeterpfiff in der Nachspielzeit mit 1:2 (0:1) verloren.

Union-Trainer Engin Yanova konnte wie beim 0:0 in Neustrelitz am vergangenen Wochenende auch gegen die Leipziger auf die Unterstützung der drei A-Junioren Niklas Wiebach, Eroll Zejnullahu und Ahmed Waseem Razeek bauen. Zudem gehörte Steven Skrzybski aus dem Profikader zum Aufgebot der U23. Im 4-2-3-1-System ließ Yanova folgende Elf von Beginn an spielen:

Pruschke – Wiebach, Gill, Hollwitz, Demirkol – Fritsche, Giese – Razeek, Zejnullahu (83. Mrkaljevic), Ujazdowski – Skrzybski

Die ersten Minuten der Partie nutzten beide Mannschaften zum vorsichtigen Abtasten. Erst nach fünf Minuten sahen die Zuschauer auf dem mit 324 zahlenden Zuschauern gut gefüllten Kunstrasenplatz am Bruno-Bürgel-Weg die ersten Offensivaktionen. Eine schöne Kombination vor dem Strafraum der Leipziger schloss Ugur Demirkol ab. Sein satter Schuss verfehlte jedoch das Tor der Gäste. Nur knapp eine Minute später kamen die Leipziger durch Bastian Schulz das erste Mal gefährlich vor den Kasten der Köpenicker. Schulz setzte sich freistehend gegen Union-Keeper Kilian Pruschke durch, aber sein Torschussversuch wurde durch das beherzte Eingreifen von Unions Hintermannschaft zum Eckball geklärt. Diese Standartsituation nutzten die Leipziger anschließend zur frühen Führung. Union bekam den Ball nicht aus dem Strafraum und der Ex-Babelsberger Daniel Frahn stocherte den Ball über die Linie. Nach dem frühen Gegentor brauchten die Eisernen ein paar Minuten, um sich zu fangen, stellten sich aber in der Folgezeit gut auf das Leipziger Spiel ein. Einen missglückten Ausflug von Gäste-Keeper Fabio Coltorti nutzte Daniel Ujazdowski fast zum Ausgleich. Ihm fehlte aber der nötige Platz, um den Ball aus knapp 20 Metern direkt auf das Tor zu schießen (13.). In der 15. Minute bekamen die Sachsen erneut einen Eckball zugesprochen. Wieder kam Daniel Frahn zum Kopfball, diesmal stand jedoch ein Verteidiger der Eisernen auf der Linie und klärte den Ball. Die nächste aussichtsreiche Möglichkeit bot sich dann wieder der Heimmannschaft. Nach öffnendem Pass von Ugur Demirkol, entledigte sich Steven Skrzybski seiner Verfolger, scheiterte aber am herausstürmenden Keeper der Gäste (22.). Das Team von Engin Yanova verstand es immer wieder, gefährlich vor den Kasten der Leipziger zu kommen. Erneut stand Union-Angreifer Skrzybski im Mittelpunkt. Aber sein Lupfer von der Strafraumkante ahnte Fabio Coltorti und bekam noch die Hand an den Ball (30.). Kilian Pruschke hatte in der 32. Minute Glück, als sein Passversuch beim Gegner landete, die Leipziger aber am Union-Strafraum von diesem Missgeschick des Torhüters nicht profitieren konnten. Eine weitere knifflige Situation gab es kurz vor der Pause. Niklas Hoheneder ging im eigenen Strafraum grenzwertige gegen Steven Skrzybski in den Zweikampf. Die Pfeife von Schiedsrichter Felix-Benjamin Schwermer blieb indes stumm. Mit der knappen Leipziger Führung ging es in die Pause.

Gleich zu Beginn des zweiten Spielabschnitts hatten die Sachsen die große Möglichkeit, die Führung auszubauen. Der Heber von Daniel Frahn verfehlte das Tor jedoch knapp. Die Köpenicker standen kompakt und ließen den Leipzigern wenig Platz zum Kombinieren – gleichzeitig erspielte sich der eiserne Nachwuchs aber auch keine zwingenden Torraumszenen. Dann, in der 68. Minute, stand erneut der Schiedsrichter im Mittelpunkt. Steven Skrzybski war frei durch und hatte nur noch Keeper Coltorti vor sich. Durch das beherzte Einsteigen verwehrte der Gäste-Keeper dem Unioner den Abschluss, brachte bei der Aktion Skrzybski aber auch zu Fall. Die Köpenicker forderten vehement Elfmeter. Der Unparteiische bewertete die Situation allerdings anders und entschied auf Schwalbe und verwarnte den Angreifer. In der 82. Minute wurden die Eisernen für ihr gutes Spiel belohnt. Ugur Demirkol drang über links in den Strafraum ein und wurde von einem Leipziger Verteidiger gelegt. Diesmal hatte der Schiedsrichter keine andere Wahl, als auf den Punkt zu zeigen. Daniel Ujazdowski ließ sich die Chance nicht nehmen und netzte zum Ausgleich ein. In der letzten Spielminute war Fortuna dem Nachwuchs von Union nicht mehr hold. Daniel Frahn zog in den Strafraum, Niklas Wiebach versuchte ihn zu stoppen. Der Stürmer nahm den Kontakt gern an und kam zu Fall. Der Schiedsrichter zeigte zur Verwunderung aller erneut auf den Punkt und Frahn selbst ließ es sich nicht nehmen und versenkte zum 2:1 (90.). Die Eisernen wurden für ihr tolles Spiel nicht belohnt, denn nur Sekunden später beendete der Schiedsrichter die Partie.

„Wir haben gegen den Tabellenersten spielerisch gute Lösungen gefunden. Streckenweise hat man zwischen dem Vorletzten und dem Ersten keinen Unterschied ausmachen können. Aber in einigen Situationen hat man auch sehen können, dass uns in Sachen Schlitzohrigkeit und Kaltschnäuzigkeit noch einiges fehlt. Insgesamt wird uns diese Niederlage aufbauen, weil wir wirklich eine starke Leistung gezeigt haben“, zog U23-Trainer trotz der Niederlage ein positives Fazit.

Am kommenden Sonntag, den 07.04.2013 bestreitet die U23 des 1. FC Union Berlin ihr nächstes Heimspiel. Begrüßen dürfen die Köpenicker am 23. Spieltag der Regionalliga Nordost den 1. FC Lok Leipzig. Aufgrund der jetzt schon absehbaren Unbespielbarkeit des Platzes im Jahnsportpark, wird die Partie im Stadion An der Alten Försterei ausgetragen. Der Anpfiff erfolgt um 13:30 Uhr.