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A-Junioren besiegen Hertha

Intensive Derbypartie:

So, 13. November 2022
A-Junioren besiegen Hertha

Die U19 des 1. FC Union Berlin kann sich im Duell gegen Hertha BSC mit 2:1 durchsetzen. Die Auswärtspartie konnte durch Tore von Gögce und Kramer gedreht werden.

1. FC Union Berlin: Stein – Bruns, Ackermann, Grunwald (64. Kamdem), Ibrahimi – Jurschik, Schleinitz, Aliji (78. Engelbreth) – Jahaj (46. Gögce), Preu (64. Kramer), Sanogo (90. Hoffmann)

Hertha BSC: Goller – Hoffmann, Klemens, Weiland, Schickerinsky –Stange, Michelbrink, Strasner, Gündüz – Popp, Maza

Tore: 1:0 Gündüz (36. Minute), 1:1 Gögce (50.), 1:2 Kramer (83.)

Zuschauer: 500

Spielbericht

1.   Hälfte

Zu Beginn der Partie waren beide Teams darauf bedacht, besonders kompakt zu stehen und so selten wie möglich aus ihrer Grundformation auszubrechen. Einzelne Chancen ergaben sich auf beiden Seiten vor allem über Konterangriffe nach Ballverlusten der Gegenseite. Auch Standards sorgten für Gefahr vor den Toren. Die blau-weißen Gastgeber bekamen einige Eckbälle zugesprochen, die Eisernen versuchten es über direkte Freistöße. Mitte der ersten Hälfte wurden die Köpenicker dann stärker und hatten mehr Spielanteile. Nachdem Aliji im zentralen Mittelfeld den Ball stark erobert hatte, steckte er den Ball auf Sanogo durch. Dieser zögerte nicht lange und schoss den Ball auf Höhe der Sechzehnmeterraum-Linie direkt Richtung Tor. Der herauseilende Schlussmann der Hertha war bereits geschlagen, jedoch ging das Spielgerät knapp über den Kasten.

Infolge eines Eckballs kamen die Unioner dann zu einer Dreifach-Chance. Aus kurzer Distanz flog der Ball gleich mehrfach auf das Tor, jedoch war immer ein Körperteil eines Herthaners im Wege und so wurden die Bälle auf der Linie geklärt. Union war in dieser Spielphase am Drücker und die Gastgeber konnten kaum noch für Entlastung sorgen. Dann stand es plötzlich 1:0 für Hertha. Ein eigentlich bereits entschärfter Ball landete bei der Hintermannschaft der Rot-Weißen. Schlussmann Stein stand weit vor seinem Tor und spielte einen langen Ball. Dieser landete jedoch bei einem Gegenspieler, der aus dem Mittelkreis direkt abschloss und das Leder im leeren Tor versenken konnte. Der Treffer fiel in die bis dato stärkste Phase der Eisernen und sie brauchten im Anschluss einen Moment, um wieder in ihr Spiel zu finden.

Kurz darauf erfolgte der überpünktliche Halbzeitpfiff. Ein intensiv geführter erster Spielabschnitt ging zu Ende. Beide Teams hatten Phasen mit eigener Überlegenheit, die rot-weißen Gäste waren über lange Zeit griffiger und besser im Spiel, jedoch wurden sie dann eiskalt erwischt. So ging es mit einer 1:0 Führung für Hertha BSC in die Kabinen.

2.   Hälfte

Union kam motiviert in den zweiten Spielabschnitt und durch einen Schuss aus der zweiten Reihe auch gleich zu einer Torchance. Der Ball ging jedoch über das lange Eck und landete im Toraus. Kurz darauf kam der eingewechselte Batuhan Gögce an der rechten Strafraumkante zu einer Schusschance und versenkte den Ball flach in der langen Ecke zum verdienten 1:1-Ausgleich. Wie auch in der ersten Hälfte wechselten sich die Teams mit starken Phasen ab. Nach dem Treffer versuchte die Alte Dame wieder stärker Offensivaktionen zu finden und schaffte dies auch immer wieder. Der Keeper der Eisernen wurde mehrfach geprüft, war jedoch stets zur Stelle. Zunächst entschärfte Schlussmann Stein einen Schuss von links mit einer starken Parade auf Kosten eines Eckballs, den er daraufhin ebenfalls parieren konnte. Im Anschluss konnten die Unioner wieder mehr Zugriff auf das Spiel finden und standen auch in der Defensive wieder kompakter. Mehrere Verletzungsunterbrechungen sorgten zwischenzeitlich für ein zerfahrenes Spiel, ehe es in eine intensiv umkämpfte Schlussphase ging. Hertha blieb vor allem über Standardsituationen gefährlich, die rot-weißen Gäste über schnelles Umschaltspiel und Konter. Nach einem langen Ball auf Kramer legte dieser auf Sanogo ab und die beiden kombinierten sich im Zwei-gegen-Zwei durch die Defensive der Herthaner. Nach dem Doppelpass kam wieder Kramer an den Ball und zog aus sechzehn Metern ab. Der platzierte Flachschuss landete zielgenau im langen Eck und bescherte den Eisernen die Führung.

In der Folge beackerten sich beide Mannschaften weiterhin intensiv. Union war bissiger in den Zweikämpfen, Hertha konnte vereinzelt durch individuelle Klasse gefährlich vor das Tor der Eisernen kommen. Dieses Bild änderte sich trotz langer Nachspielzeit auch bis zum Schlusspfiff des Unparteiischen nicht mehr. Die Unioner belohnen sich für einen von Beginn an starken Auftritt mit drei Punkten im Stadtduell. Auch Hertha konnte phasenweise überzeugen und hätte nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich erneut in Führung gehen können. Letztendlich ist der Sieg für die Eisernen jedoch verdient, da diese bis zum Schluss griffiger in den Zweikämpfen waren und man ihnen das gesamte Spiel über den Siegeswillen anmerken konnte. Hertha BSC hingegen muss als zuvor ungeschlagener Tabellenführer die erste Niederlage der Saison hinnehmen.

Stimme zum Spiel

Trainer Marco Grote zeigte sich nach dem Sieg erfreut über den Auftritt seiner Mannschaft: „Wir waren heute von Beginn an gut drin in der Partie und von dem, was wir uns vorgenommen haben, hat vieles funktioniert. Dann bekommen wir in einer Phase, wo wir eigentlich in Führung hätten gehen müssen das Gegentor und mit solch einer Situation musst du dann erstmal umgehen können. Das war für mich heute eigentlich das Schönste an der ganzen Sache, weil die Jungs damit klasse umgegangen sind und sich eben überhaupt nicht haben entmutigen lassen. Dann sind wir auch nochmal mit dem entsprechenden Willen und Rückenwind aus der Halbzeit gekommen und konnten früh den Ausgleich erzielen. In der Folge hatten wir dann das Glück des Tüchtigen, als Hertha die hochkarätige Chance zur erneuten Führung vergeben hat. Aber am Ende sind wir über das gesamte Spiel gesehen der verdiente Sieger der Partie.“

Ausblick

Für die A-Junioren des 1. FC Union Berlin geht es gleich am kommenden Dienstag, dem 15.11., im Berliner Junioren-Pokal weiter. Gegner und Gastgeber der Partie ist Viktoria Berlin, gespielt wird im Friedrich-Ebert-Stadion ab 18:30 Uhr.