Wille, Technik und Präzision:
Eisernes 3:1 in Mainz
Mit mutigem spielerischem Ansatz, Kampfgeist und einer effizienten Schlussphase besiegt die Profimannschaft der Männer des 1. FC Union Berlin den 1. FSV Mainz 05 am vorletzten Spieltag der Saison. Die Führung von Andrej in Minute 38 kontert Sheraldo Becker kurz nach dem Seitenwechsel (48.). Kurz vor dem Spielende treffen Oliver Burke (88.) und Josip Juranović (90.+1) zum vielumjubelten Auswärtssieg.
1. FC Union Berlin: Klaus – Trimmel (81. Juranović), Leite, Doekhi, Rothe (60. Köhn) – Khedira, Kemlein – Burke (89. Skarke), Ansah (60. Schäfer), Burcu (60. Jeong) - Ilić
1. FSV Mainz 05: Zentner – Caci (70. Veratschnig), da Costa (16. Potulski), Posch, Kohr, Mwene – Nebel (70. Lee), Sano, Amiri – Tietz (81. Weiper), Becker (81. Sieb)
Personal: Für das letzte Auswärtsspiel der Saison stellte Unions Cheftrainerin Marie-Louise Eta ihre Mannschaft auf drei Positionen um und änderte zu dem die Anfangsformation. Statt im gewohnten 5-3-2- agierten die Eisernen in Mainz mit einer defensiven Viererkette mit Christopher Trimmel statt Josip Juranović auf der rechten Seite. Davor ersetzte Livan Burcu und Andrej Ilić András Schäfer und Stanley Nsoki.
Zuschauer: 32.600
Tore: 0:1 Ilić (38.), 1:1 Becker (48.), 1:2 Burke (88.), 1:3 Juranović (90.+1)
Eiserne Lufthoheit – Eckball und Ilić zur Führung
Die Abtastphase zu Spielbeginn war noch in vollem Gange, da hatten die 2800 mitgereisten Fans der Eisernen beinahe den ersten Torschrei auf den Lippen: Als Spielverderber zeigte sich aber Mainz-Torhüter Robin Zentner, der einen wuchtigen und mittig gesetzten Kopfball von Andrej Ilić nach einem Eckball von Christopher Trimmel stark parierte (8.). Auch in den folgenden Minuten waren die Berliner das bestimmende Team, konnten ihre zahlreichen Momente nach Flanken und weiteren Eckbällen jedoch nicht in Zählbares ummünzen.
Beendet wurde die Druckphase durch eine fünfminütige Spielunterbrechung, nachdem vermehrt Gegenstände auf dem Rasen gelandet waren. Erst nach rund einer halben Stunde Spielzeit kamen auch die Gastgeber besser in die Partie und suchten immer öfter den Weg nach vorne Richtung Union-Tor.
Kompromisslos zeigten sich in Minute 38 aber die Eisernen und wieder geschah es nach einer Standardsituation: Eine kurz ausgeführte Ecke landete über Livan Burcu und Trimmel bei Aljoscha Kemlein im Rückraum. Dessen zielgenaue Hereingabe brachte Ilić vor dem herausstürmenden Zentner dann im Tor unter. Mit der Führung im Rücken spulte das Team von Cheftrainerin Marie-Louise Eta seinen Plan weiter ab und ließ die Mainzer auch in der neunminütigen Nachspielzeit kaum noch zu gefährlichen Situationen kommen. Einzig Carl Klaus musste gegen Kaishu Sano seine Reflexe zeigen und partierte stark (45.+10), im Gegenzug hatte Burcu auf der anderen Seite das 2:0 auf dem Fuß, seinen Abschluss aufs kurze Eck parierte Zentner im Mainzer Tor.
Schneller FSV-Ausgleich – Union kontert sich zum Sieg
Ähnlich wie die erste Halbzeit, allerdings mit aus Unioner Sicht falschem Ausgang, begann der zweite Durchgang. Diesmal starteten die Mainzer mit viel Schwung und kamen nach einer weiten Flanke von Paul Nebel durch Sheraldo Becker am zweiten Pfosten zum Ausgleich (48.). Wenige Augenblicke später verhinderte der zuvor chancenlose Klaus den schnellen Rückstand, als er einen Kopfball des eingewechselten Kacper Potulski reaktionsschnell abwehrte (52.). Die Drangphase der Hausherren fand ihren vermeintlichen Höhepunkt nach 57 Minuten durch das 2:1 von Phillip Tietz, sein Treffer wurde allerdings aufgrund einer Abseitsposition zurückgenommen.
Nach dieser aufregenden Viertelstunde verflachte die Partie ein wenig und die 32.600 Zuschauer sahen ein durchweg ausgeglichenes Duell. Die Eisernen standen defensiv kompakt, ließen wenig zu und versuchten sich mehr und mehr im Konterspiel.
Mit einem fassungslosen Lachen quittierte Andrej Ilić in Minute 84 das Ergebnis nach seinem nächsten Abschluss. Nach einer weiteren Umschaltsituation setzte er seinen Schuss aus 20 Metern an den Querbalken und verpasste die erneute Führung. Besser machte es kurz vor dem regulären Spielende sein Sturmpartner Oliver Burke, der eine starke Vorarbeit von Derrick Köhn und Ilić technisch noch besser verarbeitete und den Ball aus 10 Metern unhaltbar im 05-Tor versenkte (88.).
Um keine Zweifel am Auswärtssieg aufkommen zu lassen, legte die Eta-Elf wenige Sekunden später den nächsten Treffer nach und zog auf 3:1 davon. Kemleins perfekt getimten Pass in die Tiefe erlief Tim Skarke, bevor er dann die Mainzer Defensive um Torhüter Zentner ausspielte und das Spielgerät mustergültig für den mitgelaufenen Josip Juranović querlegte. Dieser hatte vor dem leeren Tor wenig Mühe und besiegelte das Endergebnis.
Stimmen nach dem Spiel
“Das fühlt sich gut an. Wir haben in den letzten Wochen ordentlich gearbeitet und heute hat man auch das Selbstvertrauen gesehen. Heute hat es endlich geklappt, und das tut jedem im Verein richtig gut“, so Christopher Trimmel nach dem Abpfiff.
“Es ist immer gut zu gewinnen. Speziell wenn man nicht so oft als Sieger vom Platz geht. Letzte Woche haben wir den Klassenerhalt perfekt gemacht, daher waren wir heute vielleicht ein wenig entspannter. Es war ein gutes Spiel von uns und wie gesagt: Auswärtssiege sind immer besonders”, ergänzte Andrej Ilić im Anschluss.
“Wir sind sehr glücklich, dass wir in keinem einfachen Spiel eine gute Leistung gezeigt haben und die Jungs sich mit einem Sieg belohnen konnten. Wir wussten, dass Mainz seht stabil ist und gute Abläufe hat, aber wir haben uns vorgenommen mutig zu sein und das haben wir besonders in der ersten Halbzeit gut umgesetzt und hatten viel Spielkontrolle”, lautet die Einschätzung von Cheftrainerin Marie-Louise Eta nach dem Duell.
Ausblick auf die kommenden Tage
Die letzte Trainingswoche der laufenden Spielzeit startet für die Mannschaft mit einem öffentlichen Training am Dienstag, dem 12.05. um 11 Uhr. Am Sonnabend empfängt Union zum 34. Spieltag den FC Augsburg im Stadion An der Alten Försterei.