Weiß-Traumtor nicht genug:
Unionerinnen kassieren späten Ausgleich in Freiburg
Die Profimannschaft der Frauen des 1. FC Union Berlin trennt sich am 18. Spieltag der Google Pixel Frauen-Bundesliga mit 1:1 vom SC Freiburg. Durch einen sehenswerten Treffer von Anna Weiß in der 15. Spielminute liegen die Eisernen 70 Minuten in Führung, doch kurz vor dem Schluss gelingt den Gastgeberinnen der Ausgleich (85.).
1. FC Union Berlin: Bösl – Weiß, Tysiak, Steuerwald, Steinert (59. Heikkinen) – Pawollek, Kamber – D. Orschmann (88. Halverkamps), Heiseler (69. Weidauer), Reissner (46. Eurlings) – Campbell
SC Freiburg: Adamczyk – Szenk (82. Nachtigall), Sigurðardóttir (54. Stegemann), Stierli, Karl – Schneider (61. Ojukwu), Felde – Kolb, Vobian (61. Fölmli), Blumenberg (61. Egli) – Birkholz
Personal: Im Vergleich zur 1:2-Heimniederlage gegen den FC Carl Zeiss Jena veränderte das Trainerteam die Startaufstellung auf zwei Positionen: Judith Steinert und Naika Reissner ersetzten auf der linken Seite Ida Heikkinen und Hannah Eurlings.
Zuschauer: 1.426
Tore: 0:1 Weiß (15.), 1:1 Fölmli (85.)
Weiß-Hammer zur Führung – Orschmann hat zweiten Treffer auf dem Fuß
Nachdem sich beide Mannschaften in der Anfangsviertelstunde zunächst vorsichtig abtasteten, setzte Anna Weiß in der 15. Minute ein gewaltiges erstes Ausrufezeichen: Infolge einer zunächst geblockten Ecke fiel der Ball der Außenverteidigerin im Rückraum vor die Füße, von wo sie aus rund 18 Metern direkt abzog und das Leder unhaltbar in den Torwinkel jagte.
Freiburg war nach dem Gegentreffer um eine Antwort bemüht und hatte in der 27. Minute eine aussichtsreiche Gelegenheit, als sich Luca Birkholz und Lisa Kolb durch die Unioner Hintermannschaft kombinierten, doch das Zuspiel von Letzterer an den zweiten Pfosten konnte Cara Bösl im Tor unterbinden. Wenig später hatte Union die größte Chance auf den zweiten Treffer im ersten Durchgang: Nach einem Konter setzte Eileen Campbell ihre Angriffskollegin Dina Orschmann in Szene, die frei vor SC-Keeperin Rebecca Adamczyk auftauchte, doch die Schlussfrau verhinderte den Beinschuss aus acht Metern mit einer starken Parade (31.).
In den Schlussminuten der ersten Halbzeit erhöhten die Gastgeber die Schlagzahl, doch der Unioner Abwehrriegel hielt dem Druck stand. Kurz vor dem Pausenpfiff war auch nochmals Bösl bei einem Schuss von Kolb zur Stelle, als sie den Versuch aus spitzem Winkel entschärfte (45.).
Kaum Torchancen nach dem Seitenwechsel – Fölmli trifft spät zum Ausgleich
Der zweite Durchgang war von großem Abnutzungskampf geprägt, in dem nennenswerte Torgelegenheiten nicht nur Mangelwaren waren, sondern nahezu gänzlich ausblieben. Union konzentrierte sich vorrangig auf das Verteidigen und agierte defensiv äußerst wachsam, worauf Freiburg lange keine Antwort fand. Zugleich waren die Eisernen in der Offensive durchaus um Nadelstiche bemüht, doch die einzige Gelegenheit hatte Dina Orschmann, deren Abschluss allerdings zu zentral war, um Rebecca Adamczyk zu überwinden (65.).
Auch in den letzten Minuten der Partie verteidigten die Eisernen mit großer Aggressivität in den Zweikämpfen und ließen somit keine Schlussoffensive der Gastgeberinnen aufkommen. Umso überraschender war es, als die eingewechselte Svenja Fölmli den Ball in der 85. Minute aus 16 Metern zum Ausgleich ins Netz schoss. Union stemmte sich im Anschluss noch mal gegen das Unentschieden, doch zwingend wurde es in den verbleibenden zehn Minuten inklusive Nachspielzeit nicht mehr. So blieb es am Ende beim Remis im Breisgau.
Stimmen nach dem Spiel
„Wir wollten den Fans heute etwas für die Niederlage am vergangenen Wochenende zurückgeben. Ich glaube, wir haben heute auch sehr viele Dinge gut gemacht. Deswegen ist der späte Ausgleich natürlich umso bitterer, aber am Ende ist jeder Punkt in der Liga wichtig, und auswärts in Freiburg nehmen wir den einen Zähler jetzt so mit“, erklärte Torschützin Anna Weiß im Nachgang der Partie.
Samantha Steuerwald ergänzte: „Am Ende ist es heute ein bisschen ärgerlich, weil mehr drin gewesen wäre. Insgesamt war es ein sehr hitziges und kampfgeprägtes Spiel. Ich finde, wir haben aber aus den letzten Wochen gelernt und konnten einiges umsetzen, was wir uns vorgenommen haben. Mit ein bisschen mehr Glück hätten wir die drei Punkte mitgenommen.“
„Es war ein sehr kampfbetontes Spiel, in dem sich beide Mannschaften nichts geschenkt haben. Die Punkteteilung geht daher letztendlich in Ordnung, wenngleich wir die Führung natürlich gerne über die Zeit gebracht hätten“, lautete das Fazit von Cheftrainerin Ailien Poese.
Ausblick
Für die Eisernen steht nach der Rückkehr in die Hauptstadt ab Montag eine kurze Trainingswoche an, da am Freitag, dem 20.02.2026, der 19. Bundesliga-Spieltag eröffnet wird. Im Stadion An der Alten Försterei empfängt Union um 18:30 Uhr den 1. FC Köln. Karten für das Spiel sind im freien Verkauf in allen Union-Zeughäusern sowie online erhältlich.