Torreiche Generalprobe:
Unionerinnen unterliegen den HSV-Frauen mit 3:4
Die Profimannschaft der Frauen des 1. FC Union Berlin unterliegt im letzten Testspiel der Wintervorbereitung über dreimal 40 Minuten dem Hamburger SV mit 3:4. Unter Ausschluss der Öffentlichkeit kontern die Gäste (20./37./62.) drei Union-Führungen (15./24./58.) und treffen in der 88. Minute durch Melanie Brunnthaler zum Endstand.
1. FC Union Berlin: Böhi (81. Kassen) – Weiß (64. Sakar), Georgieva (64. Tysiak), Steuerwald (81. Skaara Helgesen), Heikkinen (64. Reissner) – Weidauer (81. Köster), Hipp (64. Pawollek), Kamber (64. Eurlings (98. Heikkinen)) – Halverkamps (81. Bauereisen), Heiseler (81. Aagaard), D. Orschmann (81. Moraitou)
Tore: 0:1 Weidauer (15.), 1:1 Wrede (20.), 1:2 D. Orschmann (24.), 2:2 Wrede (37.), 2:3 D. Orschmann (58.), 3:3 Bartz (62.), 4:3 Brunnthaler (88.)
Intensiver Schlagabtausch – Weidauer und D. Orschmann mit den Treffern für Union
Nachdem sich beide Aufsteiger in der ersten Viertelstunde keinen Meter Rasen geschenkt hatten, erzielte Sophie Weidauer in der 15. Minute nach einer Flanke von Antonia Halverkamps per flachem Linksschuss von der Strafraumkante die Führung für die Berlinerinnen.
Kurz darauf kamen die HSV-Spielerinnen das erste Mal gefährlich vor das Union-Tor: Lotta Wrede glich in der 20. Minute nach einem individuellen Fehler in der Union-Defensive per Volleyschuss ins linke Kreuzeck aus.
Nur vier Zeigerumdrehungen später, nach einem Freistoß im HSV-Halbfeld, legte Ida Heikkinen den nicht geklärten Ball auf Dina Orschmann ab, die das runde Leder im Fünfmeterraum nur noch zum 2:1 über die Linie drücken musste (24.).
Nachdem sich das Spielgeschehen danach zunächst im Mittelfeld abspielte, war es wieder Wrede, die infolge eines Eckballs eiskalt von der rechten Strafraumkante sehenswert ins rechte lange Kreuzeck traf und zum 2:2 ausglich (37.). Kurz darauf beendete die Unparteiische den ersten Durchgang.
Union dominanter – HSV schafft erneut den Anschlusstreffer
Im zweiten Drittel stand Union zunächst hoch, hatte mehr Ballbesitz und setzte die Hamburgerinnen unter Druck, während sich der HSV in die eigene Hälfte zurückzog.
Mit der ersten Chance beider Teams im zweiten Durchgang erzielten die Eisernen über die rechte Seite den erneuten Führungstreffer: Lia Kamber, die bereits einige gute Aktionen in der Partie gezeigt hatte, bediente auf dem Flügel Halverkamps, die mit einer präzisen Flanke vor das Tor zunächst Lisa Heiseler um Haaresbreite verpasste; am zweiten Pfosten traf jedoch Dina Orschmann mit einem präzisen Schuss ins kurze Eck zum Doppelpack (58.).
Das Spielgeschehen verlagerte sich kurz darauf in die andere Hälfte des Rasens. Nachdem ein HSV-Distanzschuss von Svea Stoldt vom rechten Pfosten zurück ins Spiel prallte, stand Paulina Bartz richtig und staubte erneut zum Ausgleich ab (62.).
Mit dem gefangenen Gegentor vor Augen spielte Union Ende des zweiten Drittels wieder stärker nach vorne: In der 72. Minute scheiterte Dina Orschmann mit einem Schuss aus gut 20 Metern an HSV-Keeperin Inga Schuldt, die mit einer Hechtparade glänzte. Zwei Zeigerumdrehungen später prüfte die eingewechselte Hannah Eurlings erneut Schuldt, die das Duell abermals für sich entscheiden konnte. In der letzten Minute des zweiten Drittels versuchte Tanja Pawollek mit einem Fernschuss, ihr Team in Führung zu bringen; der Abschluss verfehlte das Tor jedoch um einige Meter.
Viele Wechsel – Hamburgerinnen erzielen den Siegtreffer
In der 88. Minute gingen die Hamburgerinnen zum ersten Mal in Führung: Ein Fehlpass im Aufbauspiel von Union ließ Melanie Brunnthaler frei vor dem Tor an das Spielgerät kommen. Die Österreicherin nutzte die Gelegenheit und drückte den Ball zum 4:3 über die Linie.
Auf der Gegenseite drang Hannah Eurlings erneut über die linke Seite durch und legte flach auf die mitgelaufene Athanasia Moraitou ab, deren Abschluss jedoch über den HSV-Kasten segelte (92.). Die Unionerinnen ließen jedoch nicht locker: Alma Aagard fasste sich in der 104. Minute ein Herz und zog aus 22 Metern selbst ab. Die Nummer 1 des HSV war zur Stelle und entschärfte den Schuss.
Die Schlussphase war geprägt von robusten Zweikämpfen. Durch einen Konter erspielte sich die Poese-Elf noch einmal eine Chance vor dem HSV-Kasten, die jedoch von der HSV-Defensive geklärt wurde (117.). Somit blieb es nach 120 intensiven Minuten bei der knappen 3:4-Niederlage im letzten Testspiel der Winterpause.
Stimmen nach dem Spiel
Ida Heikkinen erklärte nach der Partie: „Wir sind mit viel Druck und zahlreichen Chancen sehr gut ins Spiel gekommen. Anschließend haben wir uns durch individuelle Fehler selbst das Leben schwer gemacht. Offensiv haben wir dennoch viele gute Ansätze gezeigt, die wir für die kommende Woche mitnehmen.“
Cheftrainerin Ailien Poese resümierte die Partie wie folgt: „Das Endergebnis ist zunächst ärgerlich. Zwar erzielen wir drei Tore, was sehr erfreulich ist, bekommen jedoch auch vier Gegentreffer. Insgesamt war das Testspiel für uns sehr wertvoll, da es viele Aspekte aufgezeigt hat, an denen wir in der kommenden Woche noch arbeiten wollen. Die Vorfreude auf das Pflichtspiel zu Hause gegen Leverkusen ist bereits jetzt sehr groß.“
Ausblick auf die kommende Woche
Ab morgen bereitet sich die Mannschaft auf das erste Pflichtspiel im neuen Kalenderjahr vor. Am Freitag, dem 23.01.2026, treffen die FCU-Frauen im Flutlichtspiel auf Bayer 04 Leverkusen. Die Partie wird um 18:30 Uhr im Stadion An der Alten Försterei angepfiffen. Die Karten für das Spiel sind im freien Verkauf in allen Union-Zeughäusern sowie online erhältlich. Wer bei allen Rückrunden-Heimspielen dabei sein möchte, kann sich die Halbjahresdauerkarte sichern.