Erfolgreicher Test:
Unionerinnen siegen mit 3:0 gegen Hertha BSC
Die Profimannschaft der Frauen des 1. FC Union Berlin gewinnt das Testspiel gegen den Regionalligisten Hertha BSC unter Ausschluss der Öffentlichkeit mit 3:0. Im ersten Durchgang trifft Nele Bauereisen früh zur Führung (3.), ehe Lisa Heiseler (63.) und Samantha Steuerwald (73.) im zweiten Durchgang nachlegen.
1. FC Union Berlin: Kassen – K. Orschmann, Georgieva, Helgesen, Steinert (70. Starke) – Hipp, Steuerwald – D. Orschmann, Heiseler, Kähler (46. L. Seifert) - Bauereisen
Hertha BSC: Buchholz (46. Thomas) – Giannori, Schiemann (46. Danso), Cramer (46. Mettner), Borchmeyer (46. Haesler) – J. Seifert (46. Saeland), Dreher, Krug (46.Blättner), Poock (46.Peters) – Reimold (46.Palmer), Wellhausen (46. Böttcher)
Tore: 0:1 Bauereisen (3.), 0:2 Heiseler (63.), 0:3 Steuerwald (73.)
Hektischer erster Durchgang - Bauereisen mit der frühen Union-Führung
Die Anfangsminuten des Stadtderbys brachten beiden Teams jeweils eine Torchance ein: Unions Nummer 5, Katja Orschmann, setzte sich auf der rechten Außenbahn im Alleingang durch, traf dann aber nur das Außennetz (1.). Herthanerin Svenja Pock testete nur eine Zeigerumdrehung später Union-Keeperin Julia Kassen von der Strafraumkante aus, diese fischte den Abschluss sicher aus der Luft.
In der 3. Minute erzielte Nele Bauereisen dann die frühe Führung für Union: Die Nummer 23 reagierte im Strafraum schnell mit einer Drehung und brachte den Ball vom Elfmeterpunkt zur 1:0-Führung im rechten Kreuzeck unter.
Johanna Seifert hatte den Ausgleich gleich zweimal auf dem Fuß: In der 8. und in der 17. Minute boten sich ihr nahezu identische Abschlussgelegenheiten. Beide Male dribbelte sie ins rechte Halbfeld, zog aus rund 20 Metern mit dem linken Vollspann ab, doch der Ball segelte jeweils knapp über die Querlatte.
Nach einer zunächst hektischen Anfangsphase beruhigte sich die Partie zusehends, wobei die Unionerinnen das Spiel mit kontrollierten Ballbesitzphasen bestimmten. Torchancen blieben rar, ehe Elfie Wellhausen kurz vor der Pause im Eins-gegen-Eins im Union-Strafraum den Ball verstolperte, und so um eine aussichtsreiche Abschlussmöglichkeit gebracht wurde. Im Gegenzug scheiterte Nele Bauereisen mit einem Schuss an Torhüterin Inga Buchholz. Kurz darauf bat die Unparteiische in die Kabine.
Kein Durchkommen für Hertha - Heiseler und Steuerwald erhöhen die Führung
Nach dem Seitenwechsel und vielen Auswechslungen bei den Gastgebern meldete sich Dina Orschmann erstmals mit einem Schuss von der Strafraumkante an: Das runde Leder verfehlte, wie auch drei Minuten später, das Tor knapp. (47. 50.) Kurz darauf sorgte die eingewechselte Ella Mettner mit einem flachen Distanzschuss für Gefahr: Der Ball ging jedoch haarscharf am linken Union-Pfosten vorbei ins Toraus (53.).
Union blieb auf der Gegenseite am Drücker: Zunächst scheiterte Samantha Steuerwald nach einer flachen Hereingabe von Dina Orschmann noch an einer klärenden Hertha-Verteidigerin, ehe sie wenig später per Kopf nach einer Flanke von Katja Orschmann das Tor knapp verfehlte (59.).
Schließlich gelang es Lisa Heiseler, die Führung auszubauen: Nach einem Zuspiel von Dina Orschmann über halbrechts schob die Kapitänin den Ball gekonnt in den verwaisten Kasten 2:0 ein (63.).
Zehn Minuten später belohnte sich Samantha Steuerwald schließlich doch noch für ihren engagierten Auftritt: An der Strafraumkante legte sie sich den Ball auf ihren starken rechten Fuß und vollendete unhaltbar zum nächsten Treffer. Auch danach blieben die Unionerinnen im hohen Pressing präsent. Bis zum Abpfiff änderte sich am Spielstand dennoch nichts mehr.
Stimmen nach dem Spiel
„Es war ein wildes Spiel, aber wir haben drei Tore geschossen, zu null gespielt und alle haben viele Spielminuten bekommen – wir sind unterm Strich zufrieden. In einer Länderspielpause ist es immer ein wenig durchgemischt und angesichts dessen, haben wir es echt gut gemacht“, lautete das Fazit von der heutigen Allrounderin Samantha Steuerwald nach dem Abpfiff.
„Im ersten Durchgang war es von unserer Seite recht wild und unsauber, was wir dann in der Halbzeitpause kurz thematisieren konnten und dann besser gemacht haben. Es ist gerade eine hervorragende Zeit, um vielen Spielerinnen Minuten zu geben und über individuelle Dinge zu sprechen. Trotz der ungewohnten Abläufe haben wir vieles gut umgesetzt und im Endeffekt ein gutes Testspiel gehabt“, fasste Unions Cheftrainerin Ailien Poese die Situation nach dem Duell zusammen.
Ausblick auf die kommende Woche:
Aufgrund der Länderspielpause ruht der Ligabetrieb noch für eineinhalb Wochen. Am Mittwoch, dem 22.04.2026, empfangen die Unionerinnen um 18:00 Uhr die Rekordmeisterinnen aus München im Stadion An der Alten Försterei. Karten für das Spiel sind im freien Verkauf in allen Union-Zeughäusern sowie online erhältlich.