Gelungener erster Test der Vorbereitung 2025:

Unionerinnen gewinnen gegen Stettin mit 3:2

Im ersten Testspiel zum Start in die Vorbereitung auf die Bundesliga-Saison gelingt der Profimannschaft der Frauen des 1. FC Union Berlin ein Sieg beim aktuellen polnischen Meister. Naika Reissner bringt die Unionerinnen nach 23 Minuten in Führung. Den zwischenzeitlichen Ausgleich durch Lena Swirska (55.) drehen Lisa Heiseler (60.) und Eileem Campbell (65.) in einen verdienten Erfolg, auch wenn Kornelia Okoniewska in der 67. Minute noch der Anschlusstreffer gelang.

1. FC Union Berlin: Bösl (46. Wagner) – Schneider (61. Steinert), Steuerwald, K. Orschmann (73. Noack), Steinert (33. Weiß) – Heiseler (61. Moraitou), Pawollek (46. Frank), Moraitou (33. Janez) – Campbell, Weidauer (46. D. Orschmann), Reissner (46. Bauereisen / 73. Weidauer)

Pogoń Stettin: Radkiewicz (61. Palinska) – Dyguś (61. Zajac), Radochońska (61. Ntarzanou), Szymaszek, Legowski – Giętkowska (61. Debowska), Yosue, Okoniewska, Brzozowska – Da-kyeong (86. Sztramska), Świrska

Zuschauer: 313

Tore: 0:1 Reissner (23.), 1:1 Swirska (55.), 1:2 Heiseler (60.), 1:3 Campbell (65.), 2:3 Okoniewska (67.)

Klares Chancenverhältnis – Traumtor durch Reissner

Das vierte Duell der beiden Teams innerhalb der letzten zwei Jahre wurde von den Unionerinnen eröffnet. Sie starteten mit viel Druck und Zug nach vorne in die Partie und so gelang Sophie Weidauer der erste Abschluss des Spiels - der allerdings zu zentral auf die Schlussfrau des polnischen Meisters 2024 kam. Die zweite gute Möglichkeit der Unionerinnen war eine Schneider-Flanke von rechts, die im Strafraum jedoch keine Abnehmerin fand (9.). Weitere offensive Akzente setzten die dominanten Gäste infolge eines Freistoßes von Judith Steinert, den Eileen Campbell nicht effizient verwerten konnte (13.). Nach einem Eckball (17.) landete Tomke Schneiders Kopfball in den Händen der gegnerischen Keeperin Radkiewicz. Die erste Gelegenheit der Gastgeberinnen ergab sich per Distanzschuss durch Alexis Legowski (21.), bei dem Unions Schlussfrau Cara Bösl getestet wurde und souverän ins Seitenaus parierte.

In Minute 23 belohnten sich dann die Unionerinnen auf der Gegenseite. Durch ein Zuspiel von Weidauer kam Naika Reissner zum Abschluss aus 22 Metern und setzte das Leder mit dem linken Vollspann in das rechte Kreuzeck der Blau-Roten. Das eindeutige Chancenverhältnis baute Athanasia Moraitou durch einen Abschluss in Minute 29 aus, der Ball segelte jedoch deutlich über die Querlatte.

Union verteidigte weiterhin souverän und ließ keine gegnerischen Chancen zu. Nach gut einer halben Stunde kamen Korina Janez und Anna Weiß für Moraitou und Steinert ins Spiel. Kurz darauf war Unions Schlussfrau Bösl bei einem Ball in die Tiefe der Polinnen gefragt, überzeugte mit Aufmerksamkeit und klärte per Fuß ins Seitenaus. 

Wenig später kombinierten sich die Eisernen Ladies mit einer gefährlichen Kombination in die Tiefe. Das Reissner-Campbell-Zusammenspiel endete jedoch knapp neben dem rechten Torpfosten des polnischen Spitzenteams. Sekunden später (42.) nutzte Tomke Schneider einen misslungenen Klärungsversuch der Gastgeberinnen im eigenen Strafraum aus, das erzielte Tor wurde jedoch vom Unparteiischen als Abseits gewertet.

Kurz vor dem Pausenpfiff (44.) machten sich die Gastgeberinnen noch mit einer guten Gelegenheit bemerkbar: ein flacher Schuss von Dyguś verfehlte das Tor der Unionerinnen knapp an der linken Seite. Kurz darauf erfolgte der Halbzeitpfiff.

Menschenmenge in roten Trikots und Schals, die in einem Stadion jubeln und applaudieren.
Eine Fußballspielerin in rotem Trikot dribbelt den Ball auf einem sonnigen Spielfeld, während andere Spielerinnen in blauen Trikots reagieren.
Spielerinnen in roten und blauen Trikots feiern ein Tor auf einem Fußballplatz, während eine Spielerin im Hintergrund enttäuscht aussieht.

Ereignisreiches Spiel – Unionerinnen sichern sich den ersten Sieg

In den ersten Minuten nach dem Wiederanpfiff gab es keine nennenswerten Torchancen auf beiden Seiten, allerdings war Pogon jetzt das Team mit mehr Zug nach vorne. Die eingewechselte FCU-Keeperin Melanie Wagner bestand den Reaktionstest (54.) durch einen Kopfball der Hausherrinnen mit einer soliden Parade. Direkt im Anschluss erfolgte ein erneuter polnischer Angriff über die rechte Seite, die Hereingabe von Świrska wurde per Kopfball von Alicja Dyguś dankend angenommen und ins rechte untere Eck zum Ausgleich verwandelt. 

Unions Spielführerin Lisa Heiseler hatte eine Antwort auf dem Fuß (56.), doch die Schlussfrau der Heimmannschaft verhinderte den Führungstreffer durch eine gelungene Flugparade. Tomke Schneider brach über den linken Flügel durch, die Hereingabe wurde dankend von Heiseler angenommen und das Runde präzise ins linke Eck zum neuen Spielstand von 1:2 geschoben (65.). Nicht viel später war es Campbell, die die Führung der Eisernen weiter ausbaute: Katja Orschmann bediente die Offensive mit einem langen Ball, welcher Campbell ohne zu zögern durch einen Volleyschuss aus wenigen Metern im Netz der Blau-Roten versenkte (67.)

Zwischen den Wolken ließ sich die Sonne blicken und so auch der polnische Erstligist: Nachdem die Unionerinnen eine Hereingabe über die linke Seite vor dem eigenen Kasten nicht klären konnten, erzielte Okoniewska den Anschlusstreffer (67.). 

Der frische Wind der vielen Wechsel auf beiden Seiten war spürbar, beide Teams setzten in der Folge Akzente nach vorne. Durch eine Doppelchance von Bauereisen (67.) und Janez (72.) machte die Poese-Elf allerdings mehr Druck vor dem gegnerischen Gehäuse. Das turbulente Spiel verlor in der Schlussphase an Torchancen an Fahrt, beste Gelegenheit auf den Ausgleich hatte Okoniewska in Minute 84, der getretene Ball flog jedoch ungefährlich über das Unioner Tor.

Bis zum Abpfiff des Unparteiischen änderte sich nichts mehr am Spielstand und so fuhr die Profimannschaft der Frauen des 1. FC Union Berlin mit dem ersten Sieg der Saison 2025/26 zurück nach Köpenick.

Drei Fußballspielerinnen in roten Trikots feiern auf dem Spielfeld, während ein Schiedsrichter in Gelb in der Nähe steht.

Stimmen nach dem Spiel

„Für mich war es etwas sehr Besonderes heute das erste Mal für Union auf dem Platz zu stehen. Ich finde wir haben es für den ersten Test ganz ordentlich gemacht. Es ist immer schön, wenn ich in meinem Heimatland spiele. Wir nehmen jetzt für das Trainingslager einige Aspekte aus dem Spiel mit“, resümierte die polnische Nationalspielerin Tanja Pawollek.

„Es war sehr schön, dass wir nach zwei Wochen Vorbereitung mit der Mannschaft, endlich das erste Spiel bestritten haben. Ich freue mich sehr, dass ich auch gleich treffen konnte. Kurz vorher hat Dina mir noch gesagt, dass Katja diese langen Bälle spielen kann und ich in die Tiefe gehen soll. Sehr schön, dass es direkt funktioniert hat“, freute sich die Debüt-Torschützin Eileen Campbell.

Ailien Poese äußerte sich zum Testspielerfolg: „Wir haben heute einiges gesehen, was wir in den letzten Tagen thematisiert haben. Als Mannschaft haben wir viel investiert in offensive Abläufe, da war einiges zu erkennen. Es gab aber auch einiges, was wir mit ins Trainingslager nehmen und an dem wir arbeiten werden. Wir haben 3:2 gewonnen, damit sind wir erstmal zufrieden. Wir haben jetzt Material, um noch viel zu erarbeiten.“

Ausblick auf die kommende Woche:

Nach dem heutigen Spiel geht es für die Unionerinnen am Dienstag, dem 05.08.2025, ins Sommer-Trainingslager nach Klosterpforte. In Ostwestfalen wird das Team von Ailien Poese für sechs Tage die intensive Vorbereitung fortsetzten. Auf der Rückfahrt bestreiten die Eisernen Ladies am Sonntag, dem 10.08.2025, ein Testspiel beim VfL Wolfsburg im AOK-Stadion. Tickets für das Spiel sind im Ticketshop des VfL Wolfsburg erhältlich.

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Profis FrauenSaison 2025/26Frauen-Bundesliga25/26-TS-F-POGFCU

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